Roy Keane: Foden hätte im Manchester-Derby nicht vom Platz gestellt werden dürfen

Phil Foden wurde in der ersten Halbzeit des Manchester-Derbys im Old Trafford vom Platz gestellt, weil er nach einem Foul an Bruno Fernandes ausgetreten hatte. Doch Roy Keane beharrt darauf, dass dies keine Rote Karte war, und beschuldigt den Kapitän von Man United, der eigentliche Gewalttäter gewesen zu sein.

  • Ereignis: Manchester-Derby
  • Ort: Old Trafford
  • Vorfall: Phil Foden nach Tritt gegen Bruno Fernandes vom Platz gestellt
  • Kernaussage: Keane sagt, Foden hätte nicht vom Platz fliegen dürfen
  • Experten: Auch Gary Neville und Micah Richards kritisierten Fernandes' Rolle

Was gesagt wurde

„Bruno geht rein, grätscht ihn, foult ihn klar und gibt ihm einen kleinen Tritt auf dem Boden. Foden steht auf, reagiert, und wird nun vom Platz gestellt.“

— Roy Keane bei Sky Sports

„Ich vermute, es wird als gewalttätiges Verhalten eingestuft, aber für mich ist Bruno hier der Gewalttätige. Ich muss das ansprechen. Ich habe Kyle Walker vor ein paar Jahren kritisiert, als er bei einem Kopfstoß zu Boden ging [wofür Man-United-Stürmer Rasmus Hojlund im Dezember 2024 vom Platz gestellt wurde].“

— Roy Keane, Sky Sports

„Ich denke nicht, dass das eine Rote Karte für Foden ist, wirklich nicht.“

— Roy Keane, Sky Sports

„Hat der Spieler dem Schiedsrichter die Chance gegeben, ihn vom Platz zu stellen? Foden ist hier etwas unbesonnen, aber Bruno ebenso. Wenn Bruno dafür vom Platz geflogen wäre und bei Foden nichts passiert wäre, würden wir sagen: ‚Weißt du was, Bruno war etwas unbesonnen, etwas albern.‘ Die Spieler sind alle in der PFA [Professional Footballers' Association], jeder ist in einer Gewerkschaft – man muss versuchen, aufeinander aufzupassen; man kann nicht herumrollen. Wir haben gesehen, wie Walker es vor ein paar Jahren mit dem Kopfstoß gemacht hat, und Bruno muss es dort besser machen. Die Leute sagen, es gibt Spannung und es ist ein großes Spiel, aber man muss auf seine Teamkollegen und auch auf die gegnerischen Spieler aufpassen. Foden, ich denke nicht, dass es eine Rote Karte ist.“

— Roy Keane, Sky Sports

„Foden hat nicht reagiert. Wenn er auf dem Boden geschrien hätte, wäre Bruno Fernandes vom Platz gestellt worden. Es sieht schlimmer aus, als es ist. Ich stimme Roy zu – Fernandes trifft ihn! Ich stimme Fodens Reaktion nicht zu, aber Fernandes hat angefangen.“

— Micah Richards bei Sky Sports

„[Ich war] überrascht [dass Fernandes keine Strafe erhielt].“

— Gary Neville, Sky Sports

Roy Keanes Einschätzung war unmissverständlich: Der ehemalige Kapitän von Manchester United glaubt, dass Phil Foden unrecht getan wurde und der eigentliche Übeltäter Bruno Fernandes war. Keane zog eine Parallele zu Kyle Walkers Theatralik bei einem früheren Vorfall, der im Dezember 2024 zu einem Platzverweis für Rasmus Hojlund führte.

Micah Richards, der ehemalige Verteidiger von Man City, stimmte Keane zu und wies darauf hin, dass Fodens relativ zurückhaltende Reaktion sich gegen ihn ausgewirkt habe. Richards argumentierte, dass Fernandes vom Platz gestellt worden wäre, wenn Foden liegen geblieben wäre und geschrien hätte. Auch Gary Neville äußerte sich und sagte, er sei überrascht gewesen, dass Fernandes nach seinem scheinbaren Tritt gegen Foden straffrei blieb.

Warum Keanes Urteil wichtig ist

Der Platzverweis von Phil Foden in der ersten Halbzeit im Old Trafford veränderte das Gesicht des Manchester-Derbys. Mit Foden draußen musste Manchester City den Rest des Spiels in Unterzahl bestreiten, was Manchester United einen numerischen Vorteil verschaffte. Keanes Beharrung darauf, dass die Entscheidung falsch war, befeuert die Debatte über die Konsistenz der Schiedsrichterleistungen in hochkarätigen Spielen.

Die Rolle von Bruno Fernandes steht im Zentrum der Kontroverse. Keane bezeichnete den portugiesischen Mittelfeldspieler als „gewalttätig“ wegen seines anfänglichen Fouls und des anschließenden „kleinen Tritts“ gegen Foden. Wenn der Schiedsrichter Fodens Vergeltung als gewalttätiges Verhalten einstufte, argumentiert Keane, hätte derselbe Maßstab auch für Fernandes gelten müssen. Die Tatsache, dass Fernandes straffrei blieb, überraschte sowohl Neville als auch Richards.

Die größere Implikation betrifft das Verhalten der Spieler und die Rolle der PFA. Keane betonte, dass die Spieler Teil einer Gewerkschaft sind und aufeinander aufpassen sollten, anstatt herumzurollen, um die Schiedsrichter zu beeinflussen. Er verwies auf den Kyle-Walker-Kopfstoß-Vorfall vom Dezember 2024, der zu einem Platzverweis für Rasmus Hojlund führte, als Präzedenzfall, bei dem eine Simulation unbestraft blieb. Keanes Kritik an Fernandes ist ein direkter Appell an den Kapitän von Manchester United, mehr Verantwortung zu zeigen.

Diskussionspunkte

  • Hätte Bruno Fernandes für sein anfängliches Foul und den Tritt gegen Foden vom Platz gestellt werden müssen, was einen Doppelplatzverweis bedeutet hätte?
  • Beweist Fodens relativ milde Reaktion, dass er nicht des gewalttätigen Verhaltens schuldig war, oder verdiente er dennoch Rot für seinen Tritt?
  • Hat Keane recht, wenn er die PFA anruft und fordert, dass Spieler aufhören, herumzurollen, um Gegner vom Platz stellen zu lassen?
  • Hätte der Schiedsrichter Fernandes Rot gezeigt, wenn Foden liegen geblieben wäre und geschrien hätte, wie Richards vermutet?

Wie es weitergeht

Die Nachwirkungen dieses Vorfalls werden weiter von Experten und Fans analysiert werden, doch der unmittelbare Fokus liegt darauf, ob Manchester City gegen Fodens Rote Karte Einspruch einlegt und wie der FA die Entscheidung des Schiedsrichters überprüft. Das Ergebnis des Derbys und etwaige anschließende disziplinarische Maßnahmen werden die kommenden Spiele beider Vereine prägen.

Häufig gestellte Fragen

Warum wurde Phil Foden im Manchester-Derby vom Platz gestellt?

Foden sah in der ersten Halbzeit im Old Trafford die Rote Karte, weil er nach einem Foul von Bruno Fernandes gegen ihn ausgetreten hatte.

Wurde Bruno Fernandes für seine Rolle bei Fodens Platzverweis bestraft?

Nein, Fernandes blieb straffrei, was Gary Neville überraschte und Roy Keane dazu veranlasste, den portugiesischen Nationalspieler als „gewalttätig“ zu bezeichnen.

Was sagte Roy Keane über Fodens Rote Karte?

Keane sagte: „Ich denke nicht, dass das eine Rote Karte für Foden ist, wirklich nicht“, und kritisierte Fernandes für seinen Anteil am Vorfall.

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