Monaco verlangt 70 Mio. Euro für Liverpool- und Chelsea-Ziel Lamine Camara

Liverpool und Chelsea müssen für Lamine Camara offenbar 70 Millionen Euro auf den Tisch legen. Monaco taxiert den 22 Jahre alten Mittelfeldspieler laut TEAMTALK inzwischen auf rund 60 Millionen Pfund und will ihn mindestens bis zum Sommer halten. Chelsea hatte bereits ein zweites Angebot über 47 Millionen Pfund abgegeben, das akzeptiert worden war, ehe die Franzosen ihre Haltung änderten.

  • Spieler: Lamine Camara, 22 Jahre alter Mittelfeldspieler, Premier-League-Format
  • Ablöse: 70 Mio. Euro, umgerechnet rund 60 Mio. Pfund – Monacos neue Bewertung
  • Geplatztes Angebot: Chelseas zweites Angebot über 47 Mio. Pfund war akzeptiert, ehe Monaco umschwenkte
  • Liverpool-Liste: Lamine Camara, Manu Kone, Alex Scott und Aleksandar Stankovic
  • Kontext: Curtis Jones wechselte zu Inter Mailand, Liverpool ist im Mittelfeld dünn besetzt
  • Zeithorizont: Ein Camara-Wechsel wird eher um 2027 herum geplant, nicht im Januar

Deal-Details

Monaco soll Camara mit 70 Mio. Euro bewerten und ihn vorerst behalten wollen. Chelseas zweites Angebot über 47 Mio. Pfund war akzeptiert worden, bevor Monaco seine Position änderte – offenbar in der Überzeugung, dass Warten mehr einbringt. Mit Liverpool wurde keine Ablöse vereinbart, ein formelles Angebot der Reds liegt nicht vor. Das Interesse gilt als frühe Sondierung, nicht als unmittelbar bevorstehender Deal.

Auch für Manu Kone hat Liverpool kein Angebot abgegeben, wenngleich das Interesse am Roma-Mittelfeldspieler mehrfach genannt wurde. Alex Scott wird als kluge Verknüpfung beschrieben, nicht als konkretes Gebot. Aleksandar Stankovic gilt als spekulativ; frühere Gespräche im Zusammenhang mit den Jones-Verhandlungen sind vom Tisch.

Was gesagt wurde

„Liverpool hat beim Lager von Camara angerufen und klargemacht: Wenn er bleibt [und nicht zu Chelsea wechselt], wäre er ein Spieler, der für 2027 relativ weit oben in ihren Planungen steht.“

— Ben Jacobs bei The RedmenTV

„Er ist nicht der Einzige. Da ist Manu Kone, den Chelsea ebenfalls beobachtet hatte. Und Alex Scott, der meiner Meinung nach auch auf Liverpools Radar stehen wird.“

— Ben Jacobs über Liverpools Liste

„Liverpool hätte Optionen prüfen müssen, obwohl sie nur dann einen Mittelfeldspieler verpflichtet hätten – trotz Curtis Jones' Abgang –, wenn ein weiterer Spieler gegangen wäre. Camara war eine Option. Ich denke, es gibt Interesse an Kone von der Roma, und sie werden weitere Optionen haben.“

— David Ornstein

Jacobs' Aussagen deuten ebenso auf Diplomatie wie auf Kaderplanung hin. Der Kontakt zu Camaras Lager mit Blick auf 2027 zeigt, dass Liverpool sich positioniert statt auf einen Januar-Deal zu drängen. Das passt zu einem Klub, der einen Mittelfeldspieler verkauft hat und nun planen muss, ohne verzweifelt zu wirken.

Ornsteins Einordnung ist die aufschlussreichere. Er beschreibt einen bedingten Ansatz – Liverpool hätte nur dann einen weiteren Mittelfeldspieler gebraucht, wenn ein weiterer Abgang erfolgt wäre –, was erklärt, warum die Liste flexibel ist und kein einzelner Transfer an Fahrt aufgenommen hat. Zwei glaubwürdige Journalisten, die dieselben Namen nennen, geben der Scouting-Kette Substanz, ohne ein Gebot zu bestätigen.

Liverpools Mittelfeld-Liste: Camara, Kone, Scott und Stankovic

Camara, 22, ist die glamouröse Option. Liverpools Interesse ist real, doch Monacos Bewertung von 70 Mio. Euro und die Bereitschaft zu warten machen einen Januar-Deal unwahrscheinlich – es sei denn, der Spieler drängt auf einen Wechsel und der Ligue-1-Klub wird weicher. Dass Chelseas 47-Mio.-Pfund-Angebot platzte, ist das deutlichste Signal, dass Monaco auf Geduld setzt.

Manu Kone von der Roma könnte die sauberere fußballerische Lösung für die Anforderungen von Andoni Iraola sein. Er bringt Wucht, trägt den Ball gut und kommt in Umschaltmomenten zurecht – Eigenschaften, die zu einem System passen, das auf Intensität, Rückwärtsläufe, Pressing-Disziplin und Raumkontrolle ohne Strukturverlust setzt.

Alex Scott ist technisch sicher, energisch, ein Eigengewächs und entwicklungsfähig – attraktiv für einen breiter angelegten Kaderaufbau. Ob er die sofort benötigte Robustheit liefert, steht auf einem anderen Blatt. Stankovic rangiert am unteren Ende; die früheren Inter-Gespräche hingen mit den Jones-Diskussionen zusammen und scheinen nun auf Eis zu liegen.

Analyse: Warum Kone besser zu Iraola passen könnte als Camara

Andoni Iraola will wiederkehrende Intensität, zweite Bälle und schnelles Zurückerobern. Dieses Profil deutet eher auf Manu Kone als auf Lamine Camara hin, weil Kones Physis und Ballführung direkt in Umschaltmomente übersetzen. Camaras Potenzial mag höher sein, doch 60 Mio. Pfund im Januar sind viel Geld für einen Spieler, den Monaco jetzt nicht verkaufen muss.

Die Komplikation heißt Alexis Mac Allister. Der Bericht nennt Unzufriedenheit über seine Vertragssituation, und auch wenn das keinen unmittelbaren Transfer bedeutet, darf Liverpool keinen Stillstand riskieren. Eigentlich wollten die Reds nach Curtis Jones' Wechsel zu Inter Mailand nur dann wieder auf dem Markt aktiv werden, wenn ein weiterer Mittelfeldspieler ginge – doch Pläne ändern sich, wenn der Kader für den Spielplan zu dünn wirkt.

Trey Nyoni hat eine spannende Perspektive, doch sich über eine lange Saison auf Potenzial zu verlassen, ist ein Risiko. Die vernünftige Lesart: Liverpool ist aktiv, informiert und nicht bereit, stillzuhalten – aber die Preisschilder und Monacos Haltung machen im Januar eher Kone oder einen Kaderbaustein wahrscheinlicher als einen 60-Mio.-Camara-Deal.

Diskussionspunkte

  • Sollte Liverpool im Januar 60 Mio. Pfund für Camara zahlen, obwohl Monaco gerne bis zum Sommer wartet?
  • Ist Kone für Iraolas Pressingspiel die praktischere Verpflichtung, wenn sofortige Wirkung gefragt ist?
  • Zwingt Mac Allisters Vertragsunklarheit Liverpool zu einem Mittelfeldtransfer, den sie nicht geplant hatten?
  • Wäre Alex Scott mit seinem Eigengewächs-Profil das bessere Preis-Leistungs-Paket als der modischere Camara?

Wie es weitergeht

Liverpool wird den Markt mit vier Namen im Blick weiter sondieren, während Monaco an seiner 70-Mio.-Euro-Bewertung für Camara festhält. Chelseas akzeptiertes 47-Mio.-Pfund-Angebot ist bereits geplatzt, der nächste größere Schritt hängt davon ab, ob der Spieler auf einen Wechsel drängt oder Liverpool entscheidet, dass Kone die sauberere Januar-Lösung ist.

Häufige Fragen

Wie viel müssen Liverpool und Chelsea für Lamine Camara zahlen?

Monaco bewertet Camara mit 70 Mio. Euro, umgerechnet rund 60 Mio. Pfund, und will ihn laut TEAMTALK vorerst behalten.

Hatte Chelsea ein akzeptiertes Angebot für Lamine Camara?

Ja. Chelseas zweites Angebot über 47 Mio. Pfund wurde akzeptiert, ehe Monaco umschwenkte und entschied, dass Warten mehr Wert hat.

Wer steht sonst auf Liverpools Mittelfeld-Liste?

Neben Lamine Camara beobachtet Liverpool laut TEAMTALK Manu Kone von der Roma, Alex Scott und Aleksandar Stankovic.

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