Warum Roseniors Entlassung den Weg für Chelsea-Erfolg ebnete

Der Mann, der Liam Rosenior aus seinem ersten Trainerjob entließ, unterstützt den 40-Jährigen nun öffentlich und behauptet, sein ehemaliger Schützling sei für Großes an der Stamford Bridge bestimmt. Im exklusiven Interview verrät der Ex-Hull-City-Chef den einen entscheidenden Grund, warum Rosenior in West London gedeihen wird.

Das taktische Meisterstück hinter Roseniors Ansatz

Rosenior baute Hulls Aufstiegskampf auf ein hoch pressendes, ballbesitzorientiertes System. Seine Mannschaften hatten in der Championship letzte Saison durchschnittlich 58 % Ballbesitz – der zweithöchste Wert der Liga. Dieser Stil passt perfekt zu Enzo Marscas Philosophie bei Chelsea.

In Hull trainierte Rosenior organisierte Defensivrotationen und aggressives Gegenpressing. Sein Team kassierte 2023/24 nur 0,89 Gegentore pro 90 Minuten – die beste Bilanz außerhalb der Top Sechs. Diese defensive Stabilität fehlt Chelsea seit Antonio Contes Abschied.

Marscas Leicester presste 12,4 Mal pro Spiel in der gegnerischen Hälfte (Rang vier in der Championship). Roseniors Hull erreichte 11,8 – ein fast identischer Wert. Die taktische Passform ist nahtlos.

Wie Rosenior Chelseas löchrige Abwehr repariert

Chelsea kassierte 2024/25 1,5 Gegentore pro Spiel – der schlechteste Wert der oberen Tabellenhälfte der Premier League. Roseniors Aufgabe ist es, Struktur und Disziplin zu verankern. Er verbesserte Hulls Expected Goals gegen (xGA) von 1,24 pro Spiel 2022/23 auf 0,97 letzte Saison – eine Reduktion um 22 %.

  • Roseniors Hull belegte in der Championship Platz drei bei Standardsituationen-xGA (0,21 pro Spiel). Chelsea kassierte letzte Saison 13 Standardtore – gemeinsam die meisten in der Premier League.
  • Er entwickelte junge Innenverteidiger wie Jacob Greaves, der eine Nominierung für die englische U21 erhielt. In Chelsea kann er Levi Colwill und Benoît Badiashile fördern.
  • Seine Defensive in Umschaltmomenten ist exzellent: Hull erlaubte nur 0,8 schnelle Gegenstöße pro Spiel (zweitbester Wert der Championship). Chelsea ließ 1,6 pro Spiel zu – eine große Schwäche.

Für FPL-Manager könnten Chelseas defensive Verbesserungen das Potenzial für weiße Westen freisetzen. Mit Spielen gegen Aufsteiger in den ersten sechs Wochen könnte ein Investment in Colwill oder einen 4,5-Millionen-Außenverteidiger frühe Rendite bringen.

Was kommt als Nächstes für Rosenior und Chelsea

Rosenior übernimmt einen Kader mit Ambitionen auf die Top Vier, aber defensiven Schwächen. Die ersten sechs Spiele – Wolves, Bournemouth, Everton, Nottingham Forest, Aston Villa und Fulham – bieten einen machbaren Start. Wenn er die Gegentore um 30 % senken kann, wird Chelsea um die Champions-League-Plätze kämpfen. Der Vorstand erwartet einen Top-Vier-Platz; Roseniors Bilanz spricht dafür, dass er liefern kann.

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