Paris FC vor Trainerwechsel: Regragui und Rosenior als Kandidaten

Bei Paris FC bahnt sich ein Trainerwechsel an. Die Zukunft von Antoine Kombouaré ist ungewiss. Wie französische Medien berichten, hat die Klubführung eine Liste mit potenziellen Nachfolgern erstellt. Darauf: Walid Regragui, Ex-Chelsea-Coach und aktueller Nationaltrainer Marokkos, sowie Ex-Hull-Coach Liam Rosenior.

Hintergrund: Kombouarés Bilanz unter Druck

Antoine Kombouaré übernahm Paris FC im Juni 2023 und führte den Verein in der Vorsaison auf Platz fünf der Ligue 2. Doch der Start in die Spielzeit 2024/25 verlief schleppend. Nach zehn Spieltagen hat Paris FC nur drei Siege auf dem Konto und liegt im Mittelfeld, acht Punkte hinter den Aufstiegsrängen. Die Klubführung denkt laut über eine Veränderung nach, um den Aufstieg in die Ligue 1 noch zu schaffen.

Walid Regragui führte Marokko bei der WM 2022 sensationell ins Halbfinale. Der 49-Jährige ist seit 2021 ohne Klub, aber international erfolgreich. Liam Rosenior ist seit Mai 2024 vereinslos, nachdem er Hull City in der Championship auf Platz sieben führte – knapp an den Play-offs vorbei.

Analyse: Taktik und Strategie

Walid Regragui steht für eine disziplinierte Defensive und Effizienz mit begrenzten Mitteln – Eigenschaften, die Marokko bei der WM auszeichneten. Seine bevorzugte Formation: 4-3-3, kompakt, mit schnellen Umschaltbewegungen und Standards als Waffe. Bei Paris FC, das eher auf Teamgeist als auf Einzelkönner setzt, könnte Regraguis Pragmatismus für Stabilität sorgen.

Liam Rosenior dagegen setzt auf ballbesitzorientierten Angriffsfußball. In Hull ließ er oft im 4-2-3-1 spielen, mit Spielaufbau von hinten und intensivem Pressing. Sein Ansatz ist progressiver, würde aber eine taktische Umstellung erfordern – weg vom Konterfußball unter Kombouaré. Roseniors Erfahrung aus der Championship, die der Ligue 2 ähnelt, könnte ihm zugutekommen.

Die Statistik zeigt: Paris FC hat kaum Stabilität. Nur elf Tore in zehn Spielen (Platz 14 in der Ligue 2) und 13 Gegentore. Der Expected-Goals-Wert (1,1 pro Spiel) deutet auf schwache Chancenverwertung hin, der Expected-Goals-against-Wert (1,4) auf defensive Schwächen. Ein Trainerwechsel könnte Abhilfe schaffen – durch Regraguis Defensivdisziplin oder Roseniors Angriffsmuster.

Ausblick: Zeitplan und Entscheidung

Paris FC stehen schwere Spiele gegen die Aufstiegskonkurrenten Metz und Laval bevor. Bleiben die Ergebnisse aus, könnte Kombouaré noch vor Weihnachten gehen. Die Klubführung will in den kommenden Wochen Gespräche mit Regragui und Rosenior führen. Entscheidend: Ob Regragui seinen bis 2026 laufenden Vertrag mit Marokko vorzeitig beenden will. Rosenior ist sofort verfügbar – was ihn zum pragmatischen Kurzzeitkandidaten macht. Egal, wer kommt: Der Trainerwechsel könnte über die Saison von Paris FC entscheiden.

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