Matheus Nunes ist der Spieler, den Sie nicht beobachten – und genau das ist der Punkt
In einer Ära der 100-Millionen-Galacticos und TikTok-Highlight-Reels ist der wertvollste Fußballer im Manchester City-Kader nicht Erling Haaland, nicht Kevin De Bruyne, nicht einmal Rodri. Es ist Matheus Nunes, der portugiesische Geist im Mittelfeld, der sich leise zum Dreh- und Angelpunkt von Pep Guardiolas Maschine entwickelt hat.
Von Sportings Supertalent zu Citys vergessenem Mann
2023 für 44 Millionen Pfund von den Wolves verpflichtet, kam Nunes mit dem Geruch eines Panikkaufs, eines Kaderfüllers, um die Homegrown-Quote zu erfüllen. Doch achtzehn Monate später erzählen seine Statistiken eine andere Geschichte. Seine Passquote von 91,7 % platziert ihn in den Top 2 % der Premier-League-Mittelfeldspieler, und seine 1,8 progressiven Läufe pro 90 Minuten stellen ihn auf eine Stufe mit Jude Bellingham und Declan Rice. Doch anders als diese englischen Lieblinge schuftet Nunes im Schatten – der ultimative Nutzspieler in einem Kader voller Künstler.
Man vergleiche ihn mit dem Mann, den er ersetzte: Ilkay Gündogan, der 2023 nach Barcelona wechselte. Gündogan war der offensive Mittelfeldspieler, der in den Strafraum geisterte; Nunes ist das Metronom, das den Rhythmus aus der Tiefe vorgibt. Er mag im Derby nicht das Siegtor erzielen, aber er stellt sicher, dass City nie die Kontrolle verliert. In der entscheidenden Phase der Saison 2023/24, als City 12 der letzten 13 Spiele gewann, stand Nunes in neun dieser Partien in der Startelf – und seine Anwesenheit fiel mit einer Siegquote von 74 % zusammen, gegenüber 55 % ohne ihn. Zahlen, die jeden Datenanalysten erröten lassen.
Die Argumente für Nunes: Drei Gründe, warum er unverzichtbar ist
- Seine Ballbehauptung unter Druck ist erstklassig – 86 % seiner Pässe gelingen unter hohem Pressing, eine Fähigkeit, die es City ermöglicht, selbst aggressivsten gegnerischen Blöcken zu entkommen.
- Seine taktische Vielseitigkeit: Ob als „Falscher Außenverteidiger", als Partner im Doppel-Sechser oder sogar als rechter Achter – in derselben Saison eingesetzt, gibt er Guardiola das Schachfigur-Werkzeug, um sich an jeden Gegner anzupassen.
- Sein Defensivbeitrag ist unsichtbar, aber entscheidend – er führt bei Citys Mittelfeldspielern die Rangliste bei gewonnenen Zweikämpfen (2,1 pro 90) und Interceptions (1,3) an und schützt so eine anfällige, gealterte Abwehr.
Aber ist er nur ein Systemspieler? Das Gegenargument, widerlegt
Kritiker werden argumentieren, Nunes sei ein Produkt von Guardiolas System, eine Kopie, die bei einem kleineren Klub scheitern würde. Sie verweisen auf seine Zeit bei den Wolves, wo er in einem Mittelfeld-Team nicht glänzen konnte. Doch das ignoriert den Kontext: In Molineux wurde er als Spielmacher eingesetzt, eine Rolle, die nicht seinem Profil entspricht. Bei City wird er als Störfaktor genutzt, ein Spieler, der mit seinen Läufen gegnerische Linien durchbricht und dann den Ball zurückgewinnt. Das ist keine Einschränkung, sondern taktische Reife – er versteht sein Spiel, etwas, das Spieler wie Jack Grealish noch lernen müssen.
Man schaue sich das jüngste Freundschaftsspiel gegen Valencia an: Citys neuer Torhüter Rulli war die Schlagzeile, doch Nunes zog im zentralen Mittelfeld die Fäden, vollendete 92 % seiner Pässe und bereitete die Führung mit einem die Linien durchbrechenden Pass vor. Das ist kein Strohfeuer, sondern ein Muster. Im Champions-League-Finale 2023 gegen Inter wurde er spät eingewechselt, um das Mittelfeld zu stabilisieren – und kam bei jedem Passversuch durch. Er ist die Versicherungspolice, die es Citys Superstars erlaubt, Risiken einzugehen.
Das Fazit: Nunes wird im Titelrennen 2024/25 den Unterschied ausmachen
Der FC Arsenal hat vielleicht 200 Millionen für Declan Rice und Kai Havertz ausgegeben, doch ein Spieler mit Nunes' Profil fehlt ihnen. Wenn die Saison fortschreitet, wenn De Bruyne unweigerlich Verletzungen erleidet und Haaland eine Durststrecke durchmacht, wird es Nunes sein, der Citys Motor am Laufen hält. Das ist keine Übertreibung, sondern eine statistische Notwendigkeit, die nur darauf wartet, erkannt zu werden. Sollte City den fünften Premier-League-Titel in Folge holen, werden die Schlagzeilen Guardiola und Haaland preisen, doch der wahre Architekt ist der Mann mit acht Vorlagen und einem Tor – ein Spieler, der das Paradoxon des modernen Fußballs definiert. Merken Sie sich meine Worte: Bis Mai wird Matheus Nunes in einem Atemzug mit Rodri genannt – nicht als Nachgedanke, sondern als der fehlende Schlüssel. Und an diesen Satz dürfen Sie mich messen.
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