Bryan Mbeumo: Der unsichtbare Spielmacher der Premier League
Während Arsenals Titelverteidigung mit einem Paukenschlag beginnt und Manchester United 70 Millionen für Carlos Baleba springen lässt, ist der heimlich beste Spieler der Premier League in dieser Saison ein kamerunischer Nationalspieler aus West-London. Bryan Mbeumo, nicht Erling Haaland oder Bukayo Saka, ist der meistunterschätzte Angreifer der Liga.
Vom Nobody zum Unterschiedsspieler: Die Entwicklung eines kompletten Stürmers
Mbeumo kam 2019 als Rohdiamant von Troyes zu Brentford – die Ablöse betrug damals geschätzte 5,8 Millionen Euro. In vier aufeinanderfolgenden Spielzeiten steigerte er seine Ausbeute: 5 Tore im ersten Jahr, 8 im zweiten, 9 im dritten und 12 in der letzten Saison, dazu kamen 5 Vorlagen. Seine zugrunde liegenden Zahlen sind sogar noch beeindruckender: In der Spitze der Stürmer liegt er bei den erwarteten Toren und Vorlagen in den Top 10.
Diese Saison, nachdem Ivan Toney nach Saudi-Arabien gewechselt ist, hat Mbeumo die Rolle des unangefochtenen Anführers übernommen. Kein Brentford-Spieler hat mehr Torschüsse (23) und Torchancen kreiert (15) als er, und seine Dribbling-Quote von 78 Prozent wird nur von zwei anderen Flügelspielern der Liga übertroffen. Seine Mischung aus Kraft, Tempo und Cleverness macht ihn zum Albtraum für jede Abwehr.
Mbeumo ist mehr als nur Zahlen
Vergessen Sie das Chaos um Darwin Núñez oder die launischen Auftritte von Marcus Rashford. Mbeumo bietet Konstanz und Explosivität. Er ist der seltene Flügelstürmer, der seinen Gegenspieler stehen lässt und dann eine präzise Flanke oder einen torgefährlichen Schuss abliefert. Dazu hat er die Fähigkeit entwickelt, spät in den Strafraum zu kommen und per Kopf zu treffen – das erinnert an den jungen Sadio Mané.
- Standardspezialist: Mbeumos scharfe Ecken und Freistöße führten 2024 direkt zu vier Brentford-Toren – nur James Ward-Prowse kann das toppen.
- Defensivstark: Kein Stürmer der Liga hat in dieser Saison mehr Tacklings im letzten Drittel (8) als Mbeumo – Thomas Franks Pressing wird von ihm perfekt umgesetzt.
- Vielseitig: Er spielte alle drei Offensivpositionen, als zweite Spitze und sogar notfalls als Rechtsverteidiger – ohne Leistungseinbruch.
Warum ihn die Medien übersehen
Gegner argumentieren, dass Brentfords System Mbeumos Statistiken aufgebläht habe, dass er vom Chaos um Tonyas Ballhalten oder der Direktheit von Yoane Wissa profitiere. Doch als Toney letzte Saison fünf Monate gesperrt war, zeigte Mbeumo seine Klasse: Er war an einem Tor durchschnittlich alle 132 Minuten beteiligt – besser als Saka oder Phil Foden im selben Zeitraum. Der Stempel "Systemspieler" ignoriert, dass er der Motor des Systems ist.
Auch seine Leistungen für Kamerun werden übersehen: Beim AFCON 2023 war er mit zwei Toren und einer Vorlage bester Spieler seines Teams. Dass er trotzdem unter dem Radar bleibt, sagt mehr über die Besessenheit der Medien von den großen Klubs aus als über seine Qualität.
Fazit: Ein 100-Millionen-Spieler wartet auf seinen Wechsel
Im Januar werden sich die Klubs um Mbeumo reißen. Er wird nicht unter Wert zu haben sein. Meine Prognose: Bis zum 1. Mai 2025 wird Mbeumo für eine Rekordablöse verkauft worden sein und mindestens 20 Torbeteiligungen in allen Wettbewerben gesammelt haben. Er muss nicht mehr entdeckt werden – er wartet darauf, endlich ernst genommen zu werden.
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