Manchester City wegen Verstößen gegen die Finanzregeln der Premier League schuldig gesprochen – Klub legt Einspruch ein

Eine unabhängige Kommission hat Manchester City in nahezu allen Anklagepunkten schuldig gesprochen – in einem der größten Fälle von Finanzregulierung im englischen Fußball. Der Klub verstieß zwischen 2009 und 2018 gegen die Finanzregeln der Premier League, vor allem durch Scheingeschäfte mit Sponsoren. City hat bis zum 2. Oktober Zeit, Einspruch einzulegen – und kündigte an, dies zu tun.

  • Urteil: Manchester City in nahezu allen Anklagepunkten schuldig gesprochen
  • Verstoßzeitraum: 2009 bis 2018
  • Zentraler Befund: Scheingeschäfte mit Sponsoren
  • Freispruch: Eine geringfügige Behinderungs-Anschuldigung
  • Nächste Phase: Separate Anhörung zur Festlegung der Strafe
  • Einspruchsfrist: 2. Oktober 2026

Das wurde gesagt

"Manchester City FC ist sowohl enttäuscht als auch überrascht von der heute veröffentlichten Stellungnahme der Premier-League-Kommission."

— Manchester City, Klubstatement

"Der Klub ist unschuldig an den von der Premier League erhobenen Vorwürfen, und es existiert ein umfassender Bestand unwiderlegbarer Beweise zur Stützung aller seiner Positionen in diesem Fall. Der Klub wird daher unnachgiebig und, wo nötig, proaktiv in allen geeigneten regulatorischen und rechtlichen Foren agieren."

— Manchester City, Klubstatement

"Das Verfahren der Premier League läuft weiter, wesentliche Teile sind noch nicht abgeschlossen. Manchester City FC wird nun die ihm offenstehenden Einspruchswege beschreiten, da die Stellungnahme klare materielle Fehler in Recht, Prinzip und Tatsachen enthält und nicht haltbar ist."

— Manchester City, Klubstatement

"Der Klub hat acht Jahre lang sorgfältig das ordnungsgemäße Verfahren respektiert, in der Annahme, dass sich der Vorstand und die Führungsebene der Premier League als unabhängiger, unparteiischer und fairer Regulator verhalten würden, frei von parteiischem Einfluss."

— Manchester City, Klubstatement

"Der Klub ist offensichtlich darin eingeschränkt, was er bis zum Abschluss aller künftigen Verfahren weiter sagen kann."

— Manchester City, Klubstatement

Das Statement von City ist für eine Regulierungsangelegenheit ungewöhnlich kämpferisch. Statt die Feststellungen der Kommission zu akzeptieren und in der Strafphase mildernde Umstände geltend zu machen, greift der Klub das Urteil selbst als "nicht haltbar" an. Damit verschiebt sich der Kampf von der Strafanhörung hin zum Einspruchsverfahren, in dem City materielle Fehler in Recht, Prinzip und Tatsachen geltend machen wird.

Die Formulierung "offensichtlich eingeschränkt in dem, was er sagen kann" deutet auf einen langen juristischen Weg hin. City behandelt die Stellungnahme der Kommission als einen Schritt in einem Verfahren, bei dem noch "wesentliche Teile unvollendet" sind – ein Signal, dass sie glauben, der Einspruch könne die Schuldfeststellung aufheben und nicht nur die Strafe abmildern.

Die Zahlen

  • Verstoßzeitraum: 2009 bis 2018
  • Anklagepunkte: in nahezu allen Punkten schuldig
  • Freisprüche: eine geringfügige Behinderungs-Anschuldigung
  • Einspruchsfrist: bis 2. Oktober 2026
  • Von City angeführte Jahre des ordnungsgemäßen Verfahrens: acht

Warum die Strafanhörung das eigentliche Schlachtfeld ist

Das Schuldurteil klärt die Haftungsfrage. Die separate Strafanhörung entscheidet, was als Nächstes passiert. Punktabzüge, Geldstrafen und "andere sportliche Sanktionen" stehen nun fest im Raum. Für einen Klub, der auf nachhaltigen sportlichen Erfolg gebaut ist, hat jeder Punktabzug unmittelbare wettbewerbliche Konsequenzen.

Der zentrale Befund der Kommission zu Scheingeschäften mit Sponsoren ist bedeutsam, weil er den Finanzierungsmechanismus angreift, nicht nur die Buchhaltung. Den Feststellungen zufolge zahlten die beteiligten Unternehmen nur einen Teil der Sponsoringgebühren, der Rest wurde "effektiv anderswo aufgebracht". Sollte dieser Befund im Einspruchsverfahren Bestand haben, wird die Premier League argumentieren, dass der Klub einen sportlichen Vorteil erlangt hat, der sich in der Strafe widerspiegeln muss.

Der einzige Freispruch – eine geringfügige Behinderungs-Anschuldigung – ist ein knapper Erfolg für City, ändert aber das Gesamtbild nicht. Die Kommission stützte die Argumentation der Liga in nahezu allen Punkten. Cities Argument, das Verfahren sei nicht unabhängig oder unparteiisch gewesen, ist nun seine Hauptverteidigung.

Streitpunkte

  • Ist ein Punktabzug die richtige Sanktion? Geldstrafen allein könnten von einem Klub mit Cities Vermögen als Geschäftskosten abgetan werden; sportliche Sanktionen treffen dort, wo es weh tut.
  • Cities Behauptung des "nicht haltbaren Urteils". Der Angriff auf die Unabhängigkeit der Kommission ist eine riskante Strategie, die das Verhältnis zur Premier League über Jahre belasten könnte.
  • Die acht Jahre Wartezeit. City sagt, man habe acht Jahre lang das ordnungsgemäße Verfahren respektiert; Kritiker werden fragen, warum ein Fall aus den Jahren 2009-2018 so lange bis zu einem Urteil gebraucht hat.
  • Was passiert mit der Saison 2026/27? Wenn ein Punktabzug verhängt und dann im Einspruchsverfahren aufgehoben wird, könnte die Integrität der Tabelle beeinträchtigt werden.

Wie es weitergeht

Die Premier League hat eine separate Anhörung zur Festlegung der Strafe bestätigt. Manchester City hat bis zum 2. Oktober 2026 Zeit, seine Einspruchsrechte geltend zu machen. Die Strafanhörung und der Einspruch werden gemeinsam entscheiden, ob daraus eine historische Strafe oder ein historischer Freispruch wird.

Häufig gestellte Fragen

Wessen wurde Manchester City für schuldig befunden?

Eine unabhängige Kommission stellte fest, dass City zwischen 2009 und 2018 gegen die Finanzregeln der Premier League verstoßen hat, wobei der zentrale Befund auf Scheingeschäfte mit Sponsoren abzielt – verschleierte Finanzierung, bei der nur ein Teil der Sponsoringgebühren von den beteiligten Unternehmen gezahlt wurde.

Wann ist die Einspruchsfrist von Manchester City?

Manchester City hat bis zum 2. Oktober 2026 Zeit, seine Einspruchsrechte geltend zu machen, und der Klub hat bereits klargestellt, dass er genau das beabsichtigt.

Bekommt Manchester City einen Punktabzug?

Es wurde noch keine Sanktion entschieden. Die Premier League hat eine separate Anhörung zur Festlegung der Strafe bestätigt, bei der Punktabzüge, Geldstrafen und andere sportliche Sanktionen Teil der Diskussion sein werden.

Filed under: Latest News | LA Premier League Home