Everton jagt WM-Star Gueye: 34-Millionen-Offerte für Moyes' Kaderumbau

Der FC Everton hat einem spanischen Medienbericht zufolge Interesse an Senegals Mittelfeldspieler Pape Gueye von Villarreal angemeldet. Die kolportierten 34 Millionen Pfund wären ein klares Bekenntnis zum Neuaufbau unter Trainer David Moyes.

Wer ist Pape Gueye?

Gueye begann seine Karriere in der Jugend von BMSF, ehe er in die Akademie von Le Havre wechselte. Über Marseille, wo er auf 35 Ligue-1-Einsätze kam, führte sein Weg 2023 zu Villarreal. Der 26-Jährige stand im senegalesischen WM-Kader 2022 und hat zwölf Länderspiele absolviert.

In dieser Saison spielt Gueye vorrangig als defensiver Mittelfeldspieler und kommt auf 2,1 Zweikämpfe und 1,3 Balleroberungen pro Spiel (La-Liga-Statistik). Seine Passquote liegt bei 85 Prozent, mit 4,2 langen Bällen pro Partie – ein Profil, das sowohl für Balleroberung als auch für schnelles Umschalten spricht.

Wie Gueye in Moyes' System passt

David Moyes setzt traditionell auf ein physisch robustes, gut organisiertes Mittelfeld. Mit 1,88 m Körpergröße, Zweikampfstärke und taktischer Disziplin erfüllt Gueye genau diese Anforderungen. In Everton könnte er an der Seite von Amadou Onana oder Idrissa Gueye (kein Verwandter) eine Doppelsechs bilden. Das würde James Garner oder Abdoulaye Doucouré mehr Freiheiten nach vorne geben.

Everton hatte in dieser Saison Probleme, die Mittelfeldkontrolle zu erlangen: Platz 16 im Ballbesitz (43,2 Prozent) und Platz 14 bei Pässen ins letzte Drittel. Gueyes Fähigkeit, Bälle zu gewinnen und nach vorne zu spielen, könnte diese Werte verbessern. Zudem würde er den verletzungsanfälligen André Gomes entlasten.

Transfermarkt-Kontext

Die 34 Millionen Pfund wären Evertons zweitteuerster Transfer nach Gylfi Sigurðsson (45 Mio.). Für einen Klub, der unter finanziellen Auflagen steht, wäre dies ein deutliches Investment. Allerdings hat Everton durch Spielerverkäufe Geld eingenommen und erwartet weitere Abgänge im Sommer.

  • Gueyes Vertrag in Villarreal läuft bis 2027, der Klub muss nicht verkaufen. Everton müsste wohl einen Aufschlag zahlen.
  • Vergleichbare Mittelfeldtransfers in der Premier League: Moisés Caicedo (115 Mio. zu Chelsea), Declan Rice (105 Mio. zu Arsenal) und Romeo Lavia (58 Mio. zu Chelsea). Bei 34 Mio. wäre Gueye ein Schnäppchen, wenn er einschlägt.
  • Everton hatte in der Vergangenheit gemischte Erfahrungen mit Spielern aus La Liga: Richarlison (50 Mio.) und Yerry Mina (27 Mio.) waren Erfolge, Moise Kean (27 Mio.) eher nicht.

Fantasy Premier League – Auswirkungen

Gueye wird voraussichtlich als günstige Mittelfeldoption im FPL geführt, etwa um 5,0–5,5 Mio. Pfund. Er bietet wenig Torgefahr (zwei Tore, drei Vorlagen in 60 Pflichtspielen), könnte aber durch Zu-Null-Spiele und Balleroberungen punkten. Evertons Defensive unter Moyes hat sich verbessert (vier weiße Westen in den letzten sechs Heimspielen).

Für FPL-Manager ist Gueye vor allem als Finanzierungsquelle für teure Stars interessant. Allerdings ist er angesichts seiner geringen Torbeteiligung kein Must-have. Seine Rolle in der Vorbereitung sollte beobachtet werden, um sicherzustellen, dass er gesetzt ist.

Fazit: Wie geht es weiter für Everton?

Die Verhandlungen befinden sich laut Medien noch in einer frühen Phase. Everton muss persönliche Details klären und die Zahlungsstruktur aushandeln. Villarreal dürfte eine hohe Sofortzahlung verlangen, die Everton womöglich durch Spielerverkäufe stemmen muss. Gelänge der Transfer, wäre Gueye der erste große Neuzugang des Moyes-Umbaus und ein Signal, dass der Klub in der Premier League konkurrieren will.

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