Everton steigt in den Poker um Richard Rios ein

Everton ist der jüngste Klub, der mit einem Transfer von Richard Rios in Verbindung gebracht wird. Der 26-jährige Mittelfeldspieler steht bei Benfica unter Vertrag. Die Toffees beobachten die Situation, doch Benfica bleibt bei seiner Forderung von 87 Millionen Pfund.

Hintergrund

Rios hat im portugiesischen Fußball Eindruck hinterlassen und das Interesse mehrerer Premier-League-Klubs geweckt. Benfica steht unter keinem Verkaufsdruck, der Vertrag läuft bis 2028. Evertons Interesse kommt im Zuge des Mittelfeldumbaus unter Sean Dyche, der auf Physis und Ballvortrieb setzt.

Die Ablöseforderung von 87 Millionen Pfund unterstreicht Rios' Bedeutung für das System der Portugiesen. Benfica sieht ihn als Schlüsselspieler, nachdem sie ihn 2023 für kolportierte 20 Millionen von Palmeiras verpflichtet hatten. Sein aktueller Marktwert wird auf 50 Millionen Euro geschätzt, die verlangte Summe liegt deutlich darüber.

Auswirkungen auf Everton

Evertons Mittelfeld hat in dieser Saison an Kreativität gemangelt, der Klub erzielt in der Premier League im Schnitt nur 1,1 Tore pro Spiel. Rios könnte als Box-to-Box-Spieler mit Dribbelstärke und defensivem Beitrag die Lücke füllen und Abdoulaye Doucouré sowie James Garner entlasten.

Doch die Forderung von 87 Millionen ist für einen finanziell eingeschränkten Klub wie Everton schwer zu stemmen. Die Toffees gaben in den letzten Fenstern nur vorsichtig Geld aus, ein solches Angebot würde den Verkauf von Leistungsträgern erfordern. Die Klubführung bevorzugt strukturierte Deals mit leistungsbezogenen Nachzahlungen.

Transfermarkt-Kontext

Die 87 Millionen würden Rios zu einem der teuersten Mittelfeldspieler der Premier-League-Geschichte machen. Zum Vergleich: Declan Rice kostete den FC Arsenal 105 Millionen, Moisés Caicedo wechselte für 115 Millionen zum FC Chelsea. Eine Ablöse in dieser Größenordnung würde zeigen, dass Everton um europäische Plätze kämpfen will.

Die Konkurrenz um Rios ist groß, andere Premier-League-Klubs beobachten die Lage ebenfalls. Benfica hat eine starke Tradition bei hohen Verkäufen, erst 2023 wurde Enzo Fernández für 106,8 Millionen abgegeben. Von ihrer Forderung werden sie kaum abrücken.

Die wichtigsten Punkte

  • Everton ist laut Berichten in den Poker um Richard Rios eingestiegen.
  • Benfica verlangt 87 Millionen Pfund für den 26-Jährigen.
  • Rios' Vertrag läuft noch drei Jahre, was Benfica in eine starke Verhandlungsposition bringt.
  • Everton braucht nach einem schwachen Saisonstart Verstärkung im Mittelfeld.
  • Die Ablöse wäre Vereinsrekord für Everton, bisher liegt der Rekord bei 45 Millionen für Richarlison.

Wie geht es weiter für Everton?

Everton muss entscheiden, ob sie Benficas Forderungen erfüllen oder auf Alternativen setzen. Das Scouting-Team soll eine Liste mit günstigeren Optionen aus der Championship und dem Ausland haben. Im Winterfenster könnte es Bewegung geben, wenn Benfica nachgibt – Stand jetzt bleibt die 87-Millionen-Marke eine hohe Hürde.

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