Everton plant 43-Millionen-Transfer von Folarin Balogun

Everton bereitet offenbar einen Transfer von AS-Monaco- und US-Nationalstürmer Folarin Balogun vor. Laut Football Insider ist der 24-Jährige einem Wechsel gegenüber aufgeschlossen, die Toffees beobachten die Situation genau.

Baloguns bisheriger Werdegang

Balogun durchlief die Jugendakademie von Arsenal und gab 2020 sein Profidebüt. Da die Einsatzzeiten in der ersten Mannschaft knapp waren, folgten Leihen zu Middlesbrough in der Championship und zu Reims in der Ligue 1. Seine herausragende Saison 2022/23 in Reims mit 21 Ligatoren brachte ihm im Sommer 2023 einen festen Transfer zu AS Monaco für rund 30 Millionen Pfund ein.

Bei Monaco zeigte Balogun Ansätze seines Talents, kämpfte aber um regelmäßige Spielzeit – auch wegen der Konkurrenz durch Wissam Ben Yedder und Breel Embolo. Trotzdem sind seine Werte stark: In dieser Ligue-1-Saison kommt er auf 4,1 Torschüsse pro 90 Minuten und trug auch in der Champions League entscheidend bei.

International entschied sich Balogun für die USA (geboren in New York) und hat 15 Länderspiele absolviert, in denen er drei Tore erzielte. Er gehörte zum US-Kader bei der Copa América 2024, die allerdings mit dem Vorrundenaus endete.

Was Balogun zu Everton bringen würde

Everton hat in dieser Saison große Torprobleme und zählt zu den torärmsten Teams der Premier League. Dominic Calvert-Lewins Verletzungsanfälligkeit und schwankende Form lassen die Toffees in der Offensive blass aussehen. Die Verpflichtung eines Stürmers wie Balogun – schnell, direkt und beidfüßig abschlussstark – wäre ein dringend benötigter Fixpunkt.

Trainer Sean Dyche setzt meist auf ein 4-4-1-1 oder 4-5-1 und vertraut auf Standards und Konter. Baloguns Tempo und Laufbereitschaft in die Tiefe passen zu diesem direkten Stil, zudem hat sich sein Kombinationsspiel seit der Ligue-1-Zeit verbessert.

Aus Fantasy-Premier-League-Sicht wäre Balogun eine budgetfreundliche Option, falls er zu einem Mittelfeldklub wechselt. Sein Preis läge wohl zwischen 6,0 und 7,0 Millionen Pfund, was für Differenzialjäger interessant wäre. Allerdings dämpfen Evertons schwere Restprogramm mit Spielen gegen Manchester City und Arsenal die anfängliche Euphorie.

Transferhintergrund und Ablöse

Die kolportierten 43 Millionen Pfund würden Balogun zu einem der teuersten Transfers der Everton-Geschichte machen – noch vor Richarlison (50 Mio.) und Gylfi Sigurdsson (45 Mio.). Ob der Klub diese Summe stemmen kann, hängt von der finanziellen Lage ab, die wegen der FFP-Regeln unter Beobachtung steht. Eine Leihe mit Kaufoption wäre eine realistischere Konstruktion.

Vergleichbare Transfers sind Darwin Núñez' 85-Millionen-Wechsel zum FC Liverpool und Rasmus Højlunds 72-Millionen-Transfer zu Manchester United, aber Baloguns Ablöse liegt eher auf dem Niveau eines Spielers mit seiner Erfahrung. Zum Vergleich: Everton zahlte 2016 25 Millionen für Dominic Calvert-Lewin – eine Verpflichtung, die Zeit brauchte, um sich auszuzahlen.

Fazit und Ausblick

Dieser Deal ergibt auf dem Papier Sinn, doch die finanziellen Hürden sind enorm. Evertons Torhunger ist offensichtlich, und Baloguns Wunsch nach mehr Spielzeit spricht für einen Wechsel von Monaco. Sollte der Transfer klappen, würde er sofort als Mittelstürmer gefordert sein.

Allerdings hat Everton Konkurrenz aus der Premier League und von europäischen Klubs. Im Januar sind große Transfers traditionell schwierig, daher könnte sich dies bis in den Sommer ziehen. Vorerst bleibt es ein Gerücht mit soliden Anhaltspunkten.

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