Hull-Stars Schimpftirade bei Aufstiegsfeier: Sky Sports muss sich entschuldigen
Die Aufstiegsfeierlichkeiten von Hull City bekamen einen bitteren Beigeschmack, als ein Starspieler nach dem Play-off-Finale live bei Sky Sports eine Schimpftirade vom Stapel ließ. Der Sender sah sich gezwungen, sich bei den Zuschauern für die deutlichen Worte zu entschuldigen.
Was passierte nach dem Abpfiff?
Der Vorfall ereignete sich unmittelbar nach dem 2:1-Sieg von Hull gegen Coventry City im Championship-Play-off-Finale im Wembley-Stadion. Als sich der Spieler dem Interviewbereich näherte, brüllte er Kraftausdrücke in Richtung eines gegnerischen Spielers aus einer früheren Partie der Saison. Sky-Sports-Moderator David Jones schaltete sich sofort ein: „Wir entschuldigen uns für die Sprache – Live-Fernsehen, so etwas passiert.“
Die Identität des Spielers wurde nicht bestätigt, aber Quellen zufolge handelte es sich um einen Stürmer, der bereits im März bei einem 1:1-Unentschieden mit dem defensiven Mittelfeldspieler von Coventry aneinandergeraten war. Der Spieler wurde von der vereinseigenen Sicherheit weggeführt, bevor es zu weiteren Ausbrüchen kam.
Hintergrund: Hulls Saison und Aufstiegskampf
Hull City beendete die Championship-Saison mit 89 Punkten auf Platz 3 und sicherte sich in der letzten Woche den direkten Aufstieg. Mit 72 Toren erzielten sie die zweitmeisten Tore der Liga, dank eines aggressiven Pressingsystems unter Trainer Tim Walter. Der deutsche Coach setzt auf ein 4-3-3-System mit hohem Gegenpressing, ähnlich seiner Spielweise beim Hamburger SV.
In den letzten fünf Ligaspielen vor dem Play-off-Finale hatte Hull vier Siege eingefahren, darunter ein 3:0-Erfolg gegen Leeds United. Die Effizienz bei Standardsituationen war ein Trumpf: 14 Tore nach Ecken bedeuteten Rang zwei in der Championship. Allerdings gab es auch Disziplinprobleme – neun Gelbe Karten in den letzten zwei Monaten deuteten auf eine gewisse Nervosität unter Druck hin.
Auswirkungen auf Verein und Spieler
Dem Spieler droht nun eine Anklage durch den englischen Fußballverband FA wegen Verstoßes gegen die öffentlichen Verhaltensregeln. Gemäß FA-Regel E3 kann beleidigende Sprache in der Öffentlichkeit mit einer Geldstrafe und einer Sperre von bis zu zwei Spielen geahndet werden. Hull City veröffentlichte eine Erklärung, in der eine interne Untersuchung bestätigt wurde, ohne den Namen zu nennen.
- Die FA könnte eine Geldstrafe von bis zu 5.000 Pfund verhängen und eine Verwarnung für künftiges Verhalten aussprechen.
- Sky Sports könnte die Zusammenarbeit mit Hull für Beiträge nach Spielen einstellen, falls sich ähnliche Vorfälle wiederholen.
- Der Spieler riskiert seinen Stammplatz, da Walter in der Premier League auf Besonnenheit setzt.
Taktisch gesehen ist das Temperament des Spielers in Walters System entscheidend, das emotionale Kontrolle beim aggressiven Pressing erfordert. Eine Sperre würde den Angriffsrhythmus vor der Premier-League-Saison stören.
Wie geht es weiter?
Hull City startet im August gegen Arsenal in die Premier-League-Saison. Der Spieler muss sich Anfang Juni mit FA-Verantwortlichen treffen, um den Vorfall zu besprechen. Im Falle einer Sperre könnte er das Auftaktwochenende verpassen. Der Verein wird einen Medientrainer engagieren, um die Spieler auf die Erwartungen bei Live-Übertragungen vorzubereiten. Sky Sports wird voraussichtlich neue Verzögerungsprotokolle für Interviews nach Spielen einführen.
Die Schimpftirade hat Hulls Rückkehr in die Premier League nach neunjähriger Abstinenz überschattet. Es bleibt abzuwarten, ob der Spieler diese Aggression in Tore statt in Aussetzer umwandeln kann.
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