Fünf Transfers, die ihren Klubs mehr schadeten als nutzten
Jedes Transferfenster in der Premier League verspricht Spannung, doch die Saison 2025-26 wird wegen einer bemerkenswerten Ansammlung teurer Fehlschläge in Erinnerung bleiben. Von Mittelfeldspielern, die keinen Pass anbrachten, bis zu Stürmern, die das Tor nicht mehr fanden – diese fünf Transfers wurden für ihre Klubs zum teuren Missverständnis.
Die Anatomie eines Flops: Wenn Transfers schiefgehen
Transfers scheitern aus vielen Gründen: schlechtes Scouting, taktische Fehlbesetzung, Verletzungen oder schlicht die Last einer hohen Ablöse. Im Sommer 2025 gaben die Klubs über zwei Milliarden Pfund aus, aber rund 30 Prozent dieser Deals erfüllten die Erwartungen nicht. Werfen wir einen Blick auf die größten Fehleinkäufe.
1. João Félix (Atlético Madrid zu Aston Villa – 75 Mio. £)
Villas Rekordtransfer kam als Künstler, lieferte aber nur drei Tore und zwei Vorlagen in 28 Einsätzen. Unai Emerys Pressing-System verlangt hohe Laufbereitschaft, die Félix nicht bot. Seine Heatmaps zeigen kaum Aktionen im Strafraum. Von 14 Liga-Spielen mit ihm gewann Villa nur vier, im März war er raus.
2. Mason Greenwood (Manchester United zu Newcastle – 60 Mio. £)
Newcastles Risiko zahlte sich nicht aus. Nach einem vielversprechenden Start (vier Tore in acht Spielen) brach seine Form nach einer Umstellung von Eddie Howe ein. Greenwood haderte auf dem rechten Flügel, seine Passquote im letzten Drittel lag bei mageren 62 Prozent – der schlechteste Wert aller Angreifer mit über 1500 Minuten. Am Ende standen sieben Tore, defensiv war er eine Nullnummer, und Newcastle verpasste Europa um vier Punkte.
3. Rasmus Højlund (Manchester United zu Chelsea – 65 Mio. £ plus Boni)
Enzo Marescas Chelsea überwies für einen Stürmer, der in der Vorsaison 15 Serie-A-Tore erzielt hatte, deutlich zu viel. An der Stamford Bridge netzte Højlund nur neunmal bei einem xG von 13,4 – vier Tore weniger als erwartet. Im Spiel nach vorne haperte es, nur 38 Prozent seiner Luftzweikämpfe gewann er. Chelsea wurde Achter – auch wegen Højlunds Torflaute.
4. Lucas Paquetá (West Ham zu Barcelona – 70 Mio. £)
Der Brasilianer sollte beim FC Barcelona glänzen, aber der Traum wurde zum Albtraum: Nur vier Vorlagen und ein Tor in La Liga, die Passquote schlechter als bei allen anderen Barca-Mittelfeldspielern. Seine Defensivarbeit (nur 1,2 Tacklings pro Spiel) entblößte die Abwehr, Barca kassierte 13 Liga-Niederlagen – so viele wie seit 2008 nicht. Die Ablöse wirkt heute wie ein Desaster.
Fantasy Premier League: Die Warnsignale
Für FPL-Manager waren diese Flops echte Punktefallen. Højlunds Besitzquote lag bei 28 Prozent, aber er holte nur 89 Punkte – weniger als günstige Alternativen wie Callum Wilson (7,0 Mio. £, 134 Punkte). Paquetá war ähnlich schwach: 12 Prozent Besitz, im Schnitt 3,2 Punkte pro Spiel. Die Lehre: Meidet Spieler in neuen Ligen mit hohen Ablösen, bis sie ihre Anpassung bewiesen haben.
Wie geht es weiter für Spieler und Klubs?
Aston Villa wird Félix wohl nach Portugal verleihen oder mit 50 Prozent Verlust verkaufen. Greenwoods Newcastle-Karriere steht nach einem öffentlichen Zerwürfnis mit Howe auf der Kippe – ein Sommer-Abschied ist wahrscheinlich. Chelsea sitzt auf Højlund fest; kein Klub wird sein wöchentliches Gehalt von 300.000 Pfund zahlen. Barcelona versucht, Paquetá loszuwerden, scheitert aber an den Financial-Fairplay-Regeln. Diese Deals werden ihre Klubs noch jahrelang verfolgen – als warnendes Beispiel für übereifrige Scouting-Abteilungen.
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