PSGs Defensiv-Krise vor dem Arsenal-Showdown
Paris Saint-Germain bangt vor dem Champions-League-Finale am Samstag gegen Arsenal um den Einsatz von Achraf Hakimi. Der marokkanische Rechtsverteidiger zog sich im Training eine Muskelverletzung zu und kämpft nun gegen die Zeit, um im Wembley-Showdown fit zu werden.
Hakimis Ausfall würde ein großes Loch in Luis Enriques System reißen. Der 26-Jährige war ein wichtiger Offensivfaktor mit acht Vorlagen und drei Toren in dieser Champions-League-Saison. Ohne ihn verliert PSG Breite, Tempo und Standardsicherheit.
Wie die Verletzung PSGs Taktikplan durcheinanderbringt
Luis Enriques 4-3-3 ist stark auf die Außenverteidiger angewiesen. Hakimis Überlappungen binden die gegnerischen Linksverteidiger und schaffen Raum für Ousmane Dembélé, um nach innen zu ziehen. Arsenal wird mit Bukayo Saka genau diese Schwachstelle attackieren.
Nordi Mukiele wäre die natürliche Alternative, hat aber in dieser Königsklasse nur 412 Minuten gespielt. Lucas Beraldo, eigentlich Innenverteidiger, vertrat Hakimi im Halbfinale gegen Borussia Dortmund auf der rechten Seite – und wirkte dabei unsicher. Arsenals Pressing könnte diese Schwäche ausnutzen.
PSGs Defensivbilanz ohne Hakimi spricht Bände: Nur 60 Prozent der Spiele gewonnen, mit ihm 78 Prozent. Die Zu-Null-Quote sinkt von 42 auf 28 Prozent ohne den Ex-Inter-Star.
Was das fürs Finale bedeutet
- Arsenal wird PSGs rechte Seite attackieren. Saka gegen einen Notnagel – ein Duell, das Mikel Arteta ausnutzen wird.
- Standardschwäche: Hakimi ist einer der besten Eckballschützen von PSG; seine Hereingaben auf Mbappé und Ramos brachten fünf Kopfballtore in dieser Saison.
- Kontergefahr sinkt: Hakimis Tempo in der Rückwärtsbewegung erlaubte PSG ein hohes Pressing; ohne ihn könnte die Mannschaft tiefer stehen.
Für Fantasy-Manager wird Dembélé weniger attraktiv. Seine Leistung leidet, wenn er nicht mit Hakimi kombiniert. Bukayo Sakas Offensivgefahr steigt dagegen deutlich.
Wie es für PSG weitergeht
PSG wird Hakimi jede Chance geben, rechtzeitig fit zu werden. Ein Belastungstest am Freitag entscheidet. Fällt er aus, muss Luis Enrique zwischen defensiver Stabilität und Offensivdrang wählen. Wahrscheinlich: eine vorsichtigere Aufstellung mit einem zusätzlichen Mittelfeldspieler vor der Abwehr.
Arsenal hingegen wittert eine entscheidende Schwäche. Die Gunners haben nur eines ihrer letzten sechs Finals verloren und besitzen die beste Defensive Europas. PSGs Verletzungsprobleme könnten das Pendel klar in Richtung Arsenal schlagen lassen.
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