Chelsea in Gesprächen mit Aston Villas Standard-Coach Austin MacPhee

Chelsea hat Verhandlungen aufgenommen, um Austin MacPhee, den hochgeschätzten Standardtrainer von Aston Villa, ins Trainerteam zu holen. Der 45-Jährige gilt als einer der besten Spezialisten für ruhende Bälle in der Premier League.

Allerdings bekommt es der FC Chelsea mit starker Konkurrenz zu tun. Mehrere Premier-League-Rivalen sowie Klubs aus der Saudi Pro League haben ebenfalls Interesse an MacPhee angemeldet. Das Rennen um seine Unterschrift ist noch völlig offen.

MacPhees taktischer Einfluss in Villa

Seit seinem Wechsel zu Villa im Jahr 2021 hat MacPhee die Standard-Situationen des Teams grundlegend verbessert. Unter seiner Anleitung wurde Villa zu einer der gefährlichsten Mannschaften bei Ecken und Freistößen. In der vergangenen Saison erzielte das Team 18 Tore nach ruhenden Bällen – der zweitbeste Wert der Liga.

Seine Übungen sind bekannt für ihre Vielfalt: kurze Ecken, Finten am ersten Pfosten und verzögerte Läufe, die die Abwehrreihen verunsichern. Villas Angriffswerte bei Standards verbesserten sich in seinem ersten Jahr um über 40 Prozent. Auch defensiv kassierte man weniger Gegentore nach ruhenden Bällen.

MacPhee arbeitet eng mit Cheftrainer Unai Emery zusammen, der Standard-Situationen als Kernbestandteil seiner taktischen Ausrichtung betrachtet. Emerys FC Villarreal hatte in der Champions League unter anderem Juventus Turin und Bayern München nicht zuletzt durch präzise Standards ausgeschaltet.

Warum Chelsea eine Standard-Revolution braucht

Die Standardleistungen von Chelsea waren bislang inkonsistent. In der Saison 2023/24 belegte man in der Premier League nur Platz 12 bei Toren nach ruhenden Bällen – gerade einmal neun Treffer. Die Verwertungsquote bei Ecken lag unter dem Ligadurchschnitt. Defensiv kassierte man elf Gegentore nach Standards.

Die Verpflichtung von MacPhee würde eine klare Schwachstelle beheben. Enzo Maresca, der neue Trainer von Chelsea, legt Wert auf strukturierte Angriffsmuster. Die Integration von MacPhees Methoden könnte Chelseas Gefährlichkeit bei Ecken und Freistößen signifikant steigern und dem Spiel eine zusätzliche Dimension verleihen.

  • Mehr Torgefahr bei Ecken: Chelsea kam in der vergangenen Saison auf durchschnittlich 5,2 Ecken pro Spiel, erzielte aber nur alle 47 Ecken ein Tor.
  • Defensive Organisation: MacPhees Zonen-Markierungssystem bei Villa reduzierte die Gegentore nach Standards um 30 Prozent.
  • Vielseitigkeit: Seine Übungen greifen sowohl in der Offensive als auch in der Defensive und machen Chelsea so ausgeglichener.

Konkurrenz um seine Unterschrift

Chelsea ist nicht allein im Rennen. Auch andere Premier-League-Klubs haben sich bereits gemeldet, die um MacPhees Reputation wissen. Die finanzielle Verlockung der Saudi Pro League stellt zudem eine Bedrohung dar; mehrere Klubs investieren dort massiv in Trainertalente, um das Profil der Liga zu schärfen.

Für MacPhee wäre ein Wechsel vermutlich mit einer deutlichen Gehaltserhöhung verbunden. Villa möchte ihn zwar halten, aber seine Vertragssituation ist nicht öffentlich bekannt. Chelseas Angebot müsste sowohl finanziell als auch von der Rolle her überzeugend sein.

Was das für Fantasy Premier League Manager bedeutet

FPL-Manager sollten die möglichen Auswirkungen im Auge behalten. Sollte MacPhee zu Chelsea wechseln, könnten Spieler wie Reece James (Standardschütze), Nicolas Jackson (Kopfballspieler) und Levi Colwill (großer Verteidiger) von einer verbesserten Standard-Effizienz profitieren. James ist bei Fitness der primäre Eckball- und Freistoßschütze, und verbesserte Abläufe könnten sein Assist-Potenzial steigern.

Auch Chelseas Verteidiger ziehen Nutzen daraus – Tore nach Standards sind eine wichtige Punktquelle für Innenverteidiger. Colwill (4,5 Mio.) und Neuzugang Tosin Adarabioyo könnten attraktiver werden, wenn Chelseas Effizienz bei ruhenden Bällen steigt.

Ausblick

Chelseas Interesse an MacPhee spiegelt einen breiteren Trend wider: Top-Klubs erkennen Standard-Coaching als Wettbewerbsvorteil. Liverpool, Arsenal und Manchester City haben alle eigene Standardtrainer. Für Chelsea würde die Verpflichtung MacPhees bedeuten, in diesem Bereich zu den Rivalen aufzuschließen.

Die kommenden Wochen werden über sein Ziel entscheiden. Gelingt Chelsea der Deal, erhalten sie eine taktische Waffe, die mehrere Zusatzpunkte in der Tabelle bedeuten könnte. Scheitern sie, könnte ein Rivale sich stattdessen verstärken.

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