Arsenal wagt sich an Vinicius Junior – ein Transfer, der die Premier League aufmischt
Laut einem Bericht von The Athletic lotet Arsenal eine Verpflichtung von Real Madrids Flügelstürmer Vinicius Junior aus. Der Brasilianer, eine Schlüsselfigur im Bernabéu, wäre ein absolutes Statement für Mikel Artetas Team. Die Gunners prüfen, ob ein Deal machbar ist, der ihren Transferrekord sprengen würde.
Hintergrund: Ein Star auf dem Höhepunkt seiner Karriere
Der 24-jährige Vinicius Junior hat sich zu einem der gefährlichsten Angreifer Europas entwickelt. Seit seinem Wechsel von Flamengo zu Real Madrid im Jahr 2018 erzielte er über 70 Tore und lieferte unzählige Vorlagen, darunter den entscheidenden Treffer im Champions-League-Finale 2022. Sein Tempo, seine Dribblings und seine Kreativität machen ihn zum Albtraum für jeden Verteidiger.
In dieser Saison kommt Vinicius in 30 Pflichtspielen auf 15 Tore und 11 Assists. Seine erwarteten Vorlagen (xA) pro 90 Minuten zählen zu den Top Fünf in La Liga, was seine Fähigkeit unterstreicht, Chancen herauszuspielen. Real Madrid bewertet ihn jedoch auf über 150 Millionen Pfund, sein Vertrag läuft bis 2027. Ein Deal würde von Arsenal verlangen, den Transferrekord zu brechen und Gehälter von über 300.000 Pfund pro Woche zu zahlen.
Auswirkungen auf Artetas Taktik
Mikel Artetas System lebt von Außenstürmern, die Gegner isolieren und Tore oder Vorlagen liefern können. Bukayo Saka glänzt aktuell auf rechts, aber die linke Seite wird von Gabriel Martinelli und Leandro Trossard rotiert. Vinicius würde Elite-Eins-gegen-Eins-Qualität und direktes Dribbling mitbringen, was Martinelli möglicherweise in eine Rotationsrolle oder als Joker drängen würde.
Was das Pressing angeht: Vinicius hat sich defensiv unter Carlo Ancelotti verbessert, aber seine Laufbereitschaft ist immer noch weniger konstant als die von Martinelli. Arteta müsste möglicherweise sein Hochpressen anpassen, um dem Brasilianer mehr offensive Freiheiten zu geben. Bei Standards könnte Vinicius von Doppeldeckung profitieren und Räume für Thomas Partey oder Declan Rice schaffen.
Transfermarkt und finanzielle Aspekte
- Ablöse: Real Madrid dürfte kaum weniger als 180 Millionen Euro (154 Mio. Pfund) akzeptieren, was Arsenals Rekordausgabe von 112 Mio. Pfund für Rice übersteigen würde. Es wäre der größte Premier-League-Transfer seit Enzo Fernandez' Wechsel zu Chelsea im Februar 2023.
- Vertrag: Vinicius hat noch vier Jahre Laufzeit, was Real Madrid eine starke Verhandlungsposition verschafft. Ein Winterwechsel ist unwahrscheinlich; ein Sommerdeal scheint realistischer, wenn Arsenal sich für die Champions League qualifiziert.
- Gehalt: Wöchentlich rund 300.000 Pfund würden Arsenals aktuellen Spitzenverdiener (Gabriel Jesus mit 265.000 Pfund) übertreffen. Das könnte die Gehaltsstruktur sprengen, entspräche aber dem Anspruch auf höchstem Niveau.
Bedeutung für den Titelkampf und FPL
Wenn Arsenal Vinicius verpflichten würde, käme man dem Manchester City sofort näher. Die Gunners liegen aktuell auf Platz zwei, fünf Punkte vor Liverpool, aber zwei Punkte hinter City. Ein Weltklasse-Außenstürmer könnte den entscheidenden Vorteil in engen Spielen bringen.
Für Fantasy-Premier-League-Manager wäre ein Vinicius-Wechsel ein Erdbeben. Er würde wahrscheinlich mit 10,0 Mio. oder mehr eingepreist, die Besitzquote läge am ersten Spieltag bei über 30%. Seine hypothetischen kommenden Spiele, wenn er jetzt wechselt, umfassen Liverpool, West Ham und Newcastle – durchwachsen. Seine bisherige FPL-Bilanz beschränkt sich auf La Liga, aber seine konstanten Offensivleistungen sprechen für ihn.
Herausforderungen und Wahrscheinlichkeit
Das größte Hindernis ist Real Madrids Abneigung, einen ihrer Kronjuwelen zu verkaufen. Vinicius hat wiederholt sein Glück in Madrid betont, ein Wechsel würde einen formellen Transferantrag erfordern. Arsenal würde zudem mit Paris Saint-Germain und möglicherweise Manchester City konkurrieren.
Dennoch: Arsenals wachsender Ruf unter Arteta, kombiniert mit dem Status als Londoner Klub und der Champions-League-Teilnahme, macht sie zu einem attraktiven Ziel. Die Klubführung hat bereits Bereitschaft gezeigt, ambitionierte Transfers zu finanzieren, wie bei Rice und Kai Havertz zu sehen war.
Wie geht es weiter?
Arsenal plant, Real Madrid im Sommer auf die Probe zu stellen. Erste Kontakte sind sondierend, aber ein formelles Angebot könnte kommen, wenn Vinicius Signale für einen Wechsel gibt. Real Madrid wiederum hat Kylian Mbappé und Endrick im Auge, was die Prioritäten verschieben könnte. Sollte Arsenal die Champions League erreichen, wächst der finanzielle Spielraum für diesen Deal. Ein erstes konkretes Angebot wird um Juli 2025 erwartet.
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