Chelsea eröffnet offizielle Lacroix-Gespräche – Palace fordert 55 Mio. Euro

Chelsea hat offizielle Verhandlungen mit Crystal Palace über einen möglichen Transfer von Innenverteidiger Maxence Lacroix aufgenommen, berichtet talkSPORT. Der Londoner Klub sucht Verstärkung für die Abwehr, und der 24-jährige französische Nationalspieler ist zum Top-Kandidaten avanciert.

Hintergrund: Chelseas Defensivprobleme

Die Defensive der Blues steht in dieser Saison in der Kritik. Aufgrund von Verletzungen und wankelmütigen Leistungen hat Chelsea in den letzten fünf Premier-League-Partien zwölf Gegentore kassiert. Mit Lacroix könnten Stabilität und Tiefe ins Team kommen, vor allem angesichts des fortgeschrittenen Alters von Thiago Silva und Benoit Badiashiles Verletzungsanfälligkeit.

Lacroix hat sich seit seinem Wechsel von RB Leipzig im Jahr 2022 zu einem herausragenden Spieler bei Palace entwickelt. Seine Kombination aus Schnelligkeit, Kopfballstärke und spielerischer Klasse macht ihn zu einem begehrten Transferobjekt. Palace taxiert ihn auf 55 Millionen Euro, was seine Bedeutung für den Kader und sein Wiederverkaufspotenzial widerspiegelt.

Taktischer Kontext: Wie Lacroix zu Chelsea passt

Unter Trainer Mauricio Pochettino setzt Chelsea auf ein hohes Pressing, das von den Innenverteidigern verlangt, in Eins-gegen-Eins-Situationen zu bestehen und ins Mittelfeld vorzustoßen. Lacroix‘ Tempo erlaubt ihm schnelle Rückwärtsbewegungen – eine entscheidende Eigenschaft, um die offensiven Außenverteidiger wie Reece James abzusichern. Sein progressives Passspiel (durchschnittlich 4,2 lange Bälle pro Spiel) passt zu Pochettinos Wunsch, schnell von Abwehr auf Angriff umzuschalten.

Bei Palace spielte Lacroix meist als linker Innenverteidiger in einer Viererkette – eine Rolle, die ihn mit Levi Colwill um einen Startplatz konkurrieren lassen könnte. Seine Fähigkeit, auch in einer Dreierkette zu spielen, bietet taktische Flexibilität für Pokalspiele oder bestimmte Ligapartien.

Transfermarkt-Kontext

  • Die Ablöse von 55 Mio. Euro würde Lacroix zum zweitteuersten Verteidiger der Chelsea-Geschichte machen – hinter Wesley Fofana (70 Mio. Euro im Jahr 2022).
  • Crystal Palace gilt als harter Verhandlungspartner; zuletzt erzielte der Klub für Aaron Wan-Bissaka und Marc Guehi jeweils über 50 Mio. Euro.
  • Auch der FC Arsenal wird mit Lacroix in Verbindung gebracht, was den Preis in die Höhe treiben könnte. Chelsea muss sich beeilen, um ein Bietergefecht zu vermeiden.

Zum Vergleich: Manchester City zahlte 2023 für Josko Gvardiol 45 Mio. Euro – ein ähnlicher Spielertyp. Lacroix‘ Preis spiegelt den überhitzten Markt für spielstarke Innenverteidiger und Premier-League-Erfahrung wider.

Auswirkungen auf die Fantasy Premier League

Lacroix steht derzeit bei nur 2,1 % aller FPL-Manager im Kader und kostet 4,8 Mio. Euro. Bei einem Wechsel zu Chelsea dürfte sein Preis auf 5,0 bis 5,5 Mio. Euro steigen – eine Reaktion auf Chelseas höheres Zu-null-Potenzial. Die kommenden Spiele der Blues (gegen Sheffield United (H), Wolverhampton (A) und Luton Town (H)) – alles Teams aus der unteren Tabellenhälfte – machen ihn zu einer günstigen Option für Chelseas Abwehr, auch wenn das Verletzungsrisiko bleibt.

Wie geht es weiter?

Chelsea wird voraussichtlich innerhalb der nächsten Woche ein erstes Angebot abgeben. Palace beharrt auf seiner Bewertung. Lacroix‘ Wunsch, zu einem Champions-League-Anwärter zu wechseln, könnte die Verhandlungen beschleunigen. Sollte der Deal voranschreiten, ist eine grundsätzliche Einigung möglich, sodass Lacroix rechtzeitig für das Spiel gegen Aston Villa am 24. Februar zur Verfügung stünde. Allerdings muss Chelsea wohl einen seiner aktuellen Innenverteidiger – wie Trevoh Chalobah oder Malang Sarr – abgeben, um die Financial Fairplay-Regeln einzuhalten.

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