Chelsea nimmt Crystal Palace-Verteidiger Lacroix ins Visier

Chelsea hat erste Gespräche mit Crystal Palace über eine Verpflichtung von Innenverteidiger Maxence Lacroix aufgenommen. Wie englische Medien übereinstimmend berichten, fordert Palace eine Ablöse von über 55 Millionen Pfund (rund 64 Millionen Euro).

Die Blues wollen ihre Defensive im Sommer verstärken – der 25-jährige Franzose gilt als Wunschkandidat. Lacroix war 2024 vom VfL Wolfsburg zu Palace gewechselt und hat sich auf Anhieb zum Leistungsträger entwickelt.

Hohe Ablöse, langer Vertrag: Die Transfer-Rahmenbedingungen

Palace pocht auf eine Summe jenseits der 55 Millionen Pfund. Lacroix besitzt noch einen Dreijahresvertrag, was die Verhandlungsposition des Klubs stärkt. Für Chelsea wäre es eine weitere hohe Investition in die Abwehr – nach Wesley Fofana (70 Mio. £) und Benoît Badiashile (35 Mio. £). Beide waren jedoch häufig verletzt.

Lacroix gilt als robuster: Seit seiner Ankunft in England verpasste er nur drei Ligaspiele verletzungsbedingt.

Taktische Passform: Wie Lacroix in Chelseas System passt

Der Rechtsfuß überzeugt mit Tempo, Physis und starkem Passspiel. Bei Palace spielte er sowohl in der Vierer- als auch in der Dreierkette – Flexibilität, die Chelsea unter Trainer Enzo Maresca schätzt. Seine Passquote von 89 % und seine Fähigkeit, das Spiel von hinten aufzubauen, passen ideal zum Ballbesitzstil der Blues. Lacroix könnte Levi Colwill entlasten oder den verletzungsanfälligen Fofana ersetzen.

Statistiken und Saisonform

In der Vorsaison absolvierte Lacroix 32 Premier-League-Einsätze für Palace (2 Tore, 1 Vorlage). Er war an zehn Weißen Westen beteiligt und gewann 67 % seiner Luftzweikämpfe. Chelsea kassierte in 38 Spielen 48 Gegentore – Lacroix könnte die anfällige Defensive stabilisieren.

Finanzaspekte und FPL-Relevanz

  • Ablöse: Über 55 Mio. £ – das wäre der zweithöchste Verkauf von Palace nach Aaron Wan-Bissaka (50 Mio. £ 2019).
  • FPL: Bei einem Wechsel wäre Lacroix wohl für ca. 5,5 Mio. £ zu haben – ein Schnäppchen, falls Chelsea defensiv stabiler steht.
  • Vertrag: Noch drei Jahre Laufzeit – Palace sitzt am längeren Hebel.

Historischer Kontext & Auswirkungen

Der Deal passt ins Muster der Ära Boehly/Clearlake: hohe Investitionen in junge Verteidiger. Palace wiederum würde einen Schlüsselspieler verlieren, hätte aber Geld für Neuverpflichtungen – wie schon bei Wan-Bissaka und Olise.

Wie geht es weiter?

Die Gespräche stehen am Anfang. Chelsea soll in den kommenden Wochen ein erstes Angebot von rund 45 Mio. £ abgeben. Palace wird voraussichtlich auf seiner Forderung beharren, sodass sich die Verhandlungen bis in den August ziehen könnten. Der Ausgang prägt die Transferstrategie beider Klubs: Chelsea braucht Verstärkung für die Champions-League-Qualifikation, Palace muss abwägen zwischen Kassenstand und sportlichem Erfolg.

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