Arsenal bereitet Abschied von Gabriel Jesus vor – 20 Mio. Ablöse gefordert
Arsenal hat für Gabriel Jesus eine Ablöseforderung von 20 Millionen Pfund festgelegt. Der Brasilianer soll den Klub nach zweieinhalb Jahren im Emirates verlassen. Mikel Arteta plant einen Umbau im Sturm und will den Angreifer abgeben.
Warum Jesus nicht mehr gesetzt ist
Jesus, 27, war im Juli 2022 für 45 Mio. Pfund von Manchester City zu Arsenal gewechselt und hatte einen starken Start mit fünf Toren in den ersten acht Premier-League-Spielen. Doch eine Knieverletzung bei der WM 2022 warf ihn zurück. Seither fehlt ihm die Konstanz. In dieser Saison erzielte er nur vier Ligatore in 20 Einsätzen, der letzte Treffer liegt zurück im Dezember beim 2:0-Sieg gegen den Luton Town.
Arsenals Formkurve zeigt ebenfalls nach unten. Nach zwölf Siegen aus den ersten 15 Ligaspielen holte der Klub aus den letzten acht Partien nur acht Punkte und fiel auf Platz drei zurück. Jesus’ schwächelnde Torgefahr geht mit einer allgemeinen Offensivflaute einher: 2,3 Tore pro Spiel in den ersten 15 Wochen, nur noch 1,1 seitdem.
Taktische Änderungen und Kaderplanung
Arteta setzt zunehmend auf eine flexible Dreierreihe, in der Gabriel Martinelli und Bukayo Saka ins Zentrum rücken und Kai Havertz als falsche Neun agiert. Jesus’ klassische Rolle als Mittelstürmer ist damit überholt. Auch sein Pressing – einst seine Stärke – ließ nach: Laut Opta kommt Jesus in dieser Saison auf 18,4 Pressing-Aktionen pro 90 Minuten, verglichen mit 23,1 in der Vorsaison.
Ein Abgang würde zudem Gehaltskosten von 265.000 Pfund pro Woche einsparen. Arsenal könnte das Geld in einen jüngeren, dynamischeren Angreifer investieren. Gehandelt werden unter anderem Brentfords Ivan Toney, der als körperliche Präsenz im Strafraum gilt, sowie Athletic Bilbaos Nico Williams für die Außenbahn.
Transfermarkt-Kontext und FPL-Analyse
Mit 20 Mio. Pfund ist Jesus ein Schnäppchen im Vergleich zu den 45 Mio., die Arsenal zahlte. Der niedrige Preis spiegelt seine reduzierte Spielzeit (nur 12 Startelfeinsätze in dieser Liga-Saison) und seinen bis 2027 laufenden Vertrag wider. Für Interessenten ist ein 20-Millionen-Deal für einen früheren City- und Brasilien-Stürmer reizvoll, aber seine Verletzungsanfälligkeit (drei Ausfälle seit 2022) gibt zu Bedenken.
- Vergleich: Ähnlich wie die 22 Mio. Pfund, die Chelsea 2023 für Nicolas Jackson zahlte – allerdings ist Jesus älter und verletzungsanfälliger.
- FPL-Auswirkung: Jesus ist derzeit bei 8,2 % der Manager im Kader (8,1 Mio.). Bei Arsenals günstigem Restprogramm – Wolverhampton, Luton, Bournemouth – sind seine Einsatzminuten ungewiss. Im Sommer wird er zu einem Verkaufskandidaten.
- Potenzielle Ziele: Vereine aus der Saudi Pro League haben Interesse signalisiert, ebenso Juventus und Atlético Madrid.
Wie geht es weiter für Arsenal und Jesus?
Arsenal wird Jesus ab dem 1. Juni offiziell auf den Markt bringen. Der Klub erwartet Angebote aus Europa und dem Nahen Osten. Arteta hat bereits zwei offensive Transferziele für den Sommer ins Auge gefasst. Jesus selbst soll einem Neuanfang nicht abgeneigt sein, am liebsten bei einem Champions-League-Klub, wo er regelmäßig spielen kann.
Die 20 Mio. Pfund sollen in einen torhungrigen Stürmer investiert werden – Arteta wünscht sich einen Angreifer mit 20 Saisontoren, eine Marke, die Jesus in Nordlondon nie erreicht hat. Angesichts des engen Titelkampfs und des anstehenden Kaderumbaus zeigt die Entscheidung, einen einstigen Schlüsselspieler abzugeben, dass Arsenal auf dem Transfermarkt entschlossen handelt.
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