Arsenal ist der verdiente Meister: Wie Artetas System endlich lieferte

Martin Odegaard hob am Sonntag nach dem 3:0-Sieg gegen Wolverhampton die Premier-League-Trophäe in die Höhe. Es war der krönende Abschluss einer Saison, die von taktischer Disziplin und eiserner Konstanz geprägt war. Mikel Artetas Team holte 91 Punkte, zwei mehr als Manchester City, und sicherte sich den ersten Meistertitel seit 2004.

Die taktischen Grundlagen: Defensive Stabilität und Pressing

Artetas 4-3-3 entwickelte sich im Ballbesitz zu einem flexiblen 3-2-5, wobei Oleksandr Zinchenko von der linken Abwehrseite ins Mittelfeld rückte und sich dort mit Thomas Partey zusammentat. Diese Struktur erlaubte es Martin Odegaard und Bukayo Saka, nach innen zu ziehen und gegen tiefstehende Gegner Überzahlsituationen zu schaffen. Arsenal hielt 18 Mal die Null – Bestwert in der Liga – dank eines hohen Pressings, das Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte erzwang.

Wichtige Defensivwerte unterstreichen die Dominanz: Nur 28 Gegentore – die wenigsten der Liga. William Saliba und Gabriel Magalhães bildeten das beste Innenverteidiger-Duo und gewannen 72 Prozent ihrer Kopfballduelle. Die beiden ermöglichten durch ihr Tempo auch die effektive Abseitsfalle: 128 Mal liefen die Gunners den Gegner ins Abseits – mehr als jedes andere Team.

Statistische Dominanz: Form und Rekorde

Arsenal gewann zehn der letzten zwölf Spiele und ließ nur beim 1:1 in Chelsea und beim 2:2 bei Manchester United Punkte liegen. Der erwartete Torwert (xG) lag bei 73,8 – nur City war mit 76,4 besser. Aber Arsenal übertraf seinen xG um 11,2 Tore, was vor allem der Kaltschnäuzigkeit von Saka (18 Tore) und Gabriel Jesus (15) zu verdanken ist.

Die Gunners führten die Liga auch bei Toren nach Standards an (17), wobei Gabriel sechs Mal per Ecke traf. Artetas Standardspezialist Nicolas Jover hatte entscheidenden Anteil an den einstudierten Laufwegen. Kein Team kassierte weniger Gegentore nach Standards (nur vier).

Odegaards Führungsrolle und FPL-Einfluss

Odegaard kam auf 12 Tore und 15 Vorlagen – damit war er der punktbeste Mittelfeldspieler in der Fantasy Premier League (245 Punkte). Seine Besitzerquote erreichte 38 Prozent, nachdem er in zehn Spielen an acht Toren direkt beteiligt war. Für FPL-Manager bleibt Odegaard auch im letzten Spieltag unverzichtbar, wenn Arsenal Brighton empfängt. Sein Preis von 8,5 Millionen Pfund erwies sich als Schnäppchen im Vergleich zu Kevin De Bruyne (12,0 Mio.), der nur sieben Tore und zehn Vorlagen beisteuerte.

Wie Arsenal die Meisterschaft gewann

  • Arsenals Auswärtsform war die beste der Liga: 46 Punkte aus 19 Spielen, 14 Siege.
  • Arteta nahm ligaweit die wenigsten taktischen Wechsel vor (27), die den Spielverlauf verbesserten – ein Zeichen für seine effektiven Anpassungen während der Partie.
  • Man Citys Mini-Krise im Januar (drei Unentschieden in Folge) wurde zum Stolperstein. Arsenal nutzte die Gunst der Stunde und gewann zehn von elf Partien in dieser Phase.

Wie geht es weiter: Kann Arsenal über Jahre dominieren?

Der Altersdurchschnitt des Kaders liegt bei 24,8 Jahren – so jung war kein Meister der letzten Jahre. Mit Odegaard (26), Saka (23) und Saliba (24) sind die Säulen langfristig gebunden. Allerdings müssen sie Partey ersetzen, der ablösefrei gehen könnte, und die linke Abwehrseite verstärken. In der Champions League geht es wieder um die ganz großen Ziele: Arsenal hat seit 2010 nicht mehr das Viertelfinale erreicht. Arteta muss die Doppelbelastung meistern, die in dieser Saison Citys Triple-Träume durchkreuzte. Gelingt ihm eine kluge Kaderplanung, könnte dieser Titel der Auftakt zu einer Serie sein.

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