In einem aktuellen Interview zollte Manchester United-Legende Wayne Rooney Pep Guardiola Tribut und bezeichnete den Manchester City-Chef als revolutionäre Figur, die die englische Fußballlandschaft grundlegend verändert hat. Rooney diskutierte zusammen mit den Moderatoren Kelly Somers und Kae Kurd über Guardiolas Vermächtnis und die seismische Verschiebung, die sein erwarteter Abschied vom Etihad in der Premier League auslösen könnte.

Guardiolas beispielloser Einfluss

Rooney, der Guardiolas Teams sowohl als Spieler als auch jetzt als Trainer gegenüberstand, hob hervor, wie der katalanische Taktiker eine neue Philosophie einführte, die die Art und Weise, wie das Spiel in England gespielt wird, veränderte. „Er hat das Gesicht des englischen Fußballs verändert“, sagte Rooney. „Das Maß an Detail, das Positionsspiel, das Pressing – so etwas hatten wir noch nie gesehen. Er hat die Messlatte für alle höher gelegt.“

Guardiolas Ankunft im Jahr 2016 löste eine taktische Revolution aus, bei der Vereine im ganzen Land seine Prinzipien in unterschiedlichem Maße übernahmen. Sein unermüdliches Streben nach Perfektion führte zu mehreren Premier-League-Titeln, nationalen Pokalsiegen und einem historischen Triple im Jahr 2023. Rooney stellte fest, dass Guardiolas Einfluss über die Trophäen hinausgeht: „Selbst Teams, die nicht wie City spielen, haben Elemente seines Systems übernommen. Die gesamte Liga ist technischer und intensiver geworden wegen ihm.“

Der Dominoeffekt seines Abschieds

Da Guardiolas Vertrag 2025 ausläuft und die Spekulationen über seinen nächsten Schritt zunehmen, warnte Rooney, dass sein Abgang die Hierarchie der Premier League neu gestalten könnte. „Wenn er geht, verliert nicht nur City einen Trainer – die Liga verliert einen Maßstäbe Setzenden. Andere Vereine werden das Gefühl haben, eine bessere Chance zu haben, aber sein Abgang öffnet auch die Tür für einen anderen Top-Trainer, der einsteigt.“

Die Diskussion berührte auch mögliche Nachfolger, darunter Namen wie Xabi Alonso, Mikel Arteta und Julian Nagelsmann. Rooney betonte, dass derjenige, der die Nachfolge antritt, große Fußstapfen füllen müsse, aber Guardiolas System sei so tief verwurzelt, dass der Verein möglicherweise keinen kompletten Umbruch benötige.

Rooneys eigene Trainerreise

Mit Blick auf seine eigene Karriere gab Rooney zu, dass Guardiolas Methoden seinen Trainerstil bei Plymouth Argyle beeinflusst haben. „Man muss sich anpassen, aber die Kernprinzipien – Kontrolle, Ballbesitz, Intensität – versuche ich umzusetzen. Es ist nicht einfach, aber ihn zu beobachten war eine Meisterklasse.“

Das Interview endete mit einer breiteren Diskussion über die globale Anziehungskraft der Premier League, wobei Guardiolas Amtszeit als Schlüsselfaktor genannt wurde. Da die Liga sich auf Veränderungen vorbereitet, dienen Rooneys Worte als rechtzeitige Erinnerung an die Wirkung, die ein einziger Mensch auf eine gesamte Sportart haben kann.