Paul Merson: Manchester City hat „keine Chance“ auf den Premier-League-Titel
Paul Merson ist überzeugt: Manchester City kann die Premier League nicht gewinnen, wenn die Mannschaft weiter so spielt wie bisher – trotz des 5:3 gegen Sunderland, dem fünften Sieg im fünften Spiel unter Enzo Maresca. Vor der Länderspielpause liegt City drei Punkte vor Titelverteidiger Arsenal.
- Wettbewerb: Premier League
- Ergebnis des Spieltags: Manchester City 5:3 Sunderland
- Tabellenposition: City führt, drei Punkte vor Arsenal
- Form: City hat alle fünf Auftaktspiele gewonnen
- Arsenal-Ergebnis: 0:3-Niederlage gegen Brighton am Samstag
- Nächstes Programm: Drei Wochen Länderspielpause
Das wurde gesagt
„Ich saß vor dem Fernseher und dachte: ,Wenn Manchester City ein Feuerwerk abbrennt und Sunderland überzeugend schlägt, könnte das eine große Momentum-Verschiebung geben.'“
„Arsenal wurde in Stücke gerissen, völlig verdient. Ich dachte, sie würden die Liga ziemlich locker gewinnen und nicht viele Spiele verlieren. Habe ich mich getäuscht?“
„Dann sah ich City gegen Sunderland und dachte: ,Nein.' Es gibt keinen Weg, wie Manchester City die Liga gewinnt.“
„Man kann nicht ständig viele Tore schießen, um Spiele zu gewinnen. Man kann nicht so spielen. Top-Teams werden dich auseinandernehmen.“
„Sunderland ist nicht die torhungrigste Mannschaft des Landes, aber sie haben drei Tore geschossen – und hätten mehr machen können.“
„Nach vorne war Manchester City gut, aber hinten waren sie völlig von der Rolle. Das rächt sich irgendwann, besonders gegen die Großen.“
„Ich erinnere mich, wie Enzo Maresca bei Chelsea war – er wird dieses Ergebnis nicht mögen. Er mag kein Chaos. Er ist kein Chaos-Trainer.“
„Ja, City hat Manchester United in Old Trafford mit zehn Mann geschlagen. Aber das ist ja nicht schwer, oder? City war 11 gegen 11 völlig von der Rolle, und United war die klar bessere Mannschaft.“
„Als es 10 gegen 11 stand, kann man sich etwas zurücklehnen, der Druck ist nicht so groß. Mit zwei Viererketten und Erling Haaland vorne ist das schwer zu knacken.“
„Ich würde Mikel Arteta gerne fragen, was er sich dabei gedacht hat, Bruno Guimaraes statt Myles Lewis-Skelly in Brighton zu bringen.“
„Ich weiß nicht, ob er dachte, es würde ein schönes Fußballspiel, weil Brighton nach dem 2:0-Rückstand gegen Manchester United am Mittwoch müde sein würde?“
„Es hat einfach nicht funktioniert. Arsenal wurde überlaufen, im Mittelfeld überrannt, in Stücke gerissen.“
„Bruno ist ein guter Fußballer. Wenn man einen tiefen Block spielt, sehe ich kein Problem darin, ihn aufzustellen. Wenn man den Ball dominieren will, gibt es keinen wie ihn, wenn man Zeit hat. Er ist ein guter Spieler und Passgeber – und sehr intelligent.“
„Ich frage mich nur, ob Arteta auf der Rückfahrt im Bus saß und dachte: ,Das habe ich vermasselt.' Als Bruno vor einigen Wochen gegen Aston Villa eingewechselt wurde, war er überragend. Er konnte den Ball einfach halten, ihn verteilen, Doppelpässe spielen und das Spiel in seinem Tempo gestalten. Das wäre die bessere Idee gewesen.“
„Ich mache Bruno keine Vorwürfe für Arsenals Niederlage, absolut nicht. Ich wusste nur nicht, warum Arteta in einem sehr schwierigen Spiel die Mannschaft ändern musste.“
„Aber es ist egal, wie gut man ist. Man kann ein Nationalspieler sein und alle Auszeichnungen haben – wenn die Leute eng bei dir stehen und du den Kopf runternehmen musst, ist es ein völlig anderes Spiel.“
„Wenn man alle Zeit der Welt hat, könnte ich auch noch spielen. Aber wenn Brighton das macht, was sie gemacht haben – sie waren absolut brillant. Respekt, wo Respekt gebührt, sie sind ein sehr gutes Team.“
Die Zahlen
- 5 — Siege von Manchester City aus den ersten fünf Premier-League-Spielen
- 5:3 — Ergebnis von Citys Sieg gegen Sunderland
- 3 — Punkte Vorsprung von City auf Arsenal an der Spitze
- 3 — Tore, die Sunderland bei City erzielte – und laut Merson hätten mehr sein können
- 3:0 — Brighton gewinnt am Samstag gegen Arsenal
- 3 — Wochen Länderspielpause, bevor die Premier League zurückkehrt
Warum Merson an Citys Titelreife zweifelt
Manchester City mag mit perfekter Bilanz an der Tabellenspitze stehen, doch Mersons Argument dreht sich um Nachhaltigkeit. Fünf Tore zu schießen, um zu gewinnen, ist spektakulär – aber drei gegen Sunderland zu kassieren, eine Mannschaft, die laut Merson nicht zu den torhungrigsten des Landes zählt, deutet auf eine Defensivstruktur hin, die Top-Teams ausnutzen werden. Merson verweist auf Citys Auftritt in Old Trafford als weiteren Beleg: Selbst im Sieg fand er Manchester United 11 gegen 11 besser, und das Spiel kippte erst nach der Roten Karte zugunsten von City.
Die taktische Logik ist klar. Merson merkt an, dass sich City nach der Unterzahl zurücklehnen, zwei Viererketten bilden und Erling Haaland vorne lassen konnte – eine Formation, die schwer zu knacken ist. Das funktionierte in United. Aber es ist kein nachhaltiger Wochenplan. Gegen Elite-Gegner werden die Lücken, die City im Umschaltspiel lässt, bestraft. Merson betont zudem, dass Enzo Maresca, den er von Chelsea kennt, kein Chaos mag. Ein 5:3 ist die Definition von Chaos, und der Italiener wird daran arbeiten, die Offenheit zu beseitigen, die Sunderland zurück ins Spiel brachte.
Der größere Kontext ist Arsenals Schock-Niederlage 0:3 bei Brighton. Merson hatte erwartet, dass die Gunners die Liga locker gewinnen würden – bis zu diesem Ergebnis. Doch ihre Demontage änderte seine Stimmung, bis er City sah. Sein Fazit: Keine der beiden Mannschaften überzeugt derzeit, aber Citys Defensivfehler sind grundlegender als Arsenals einmalige Mittelfeld-Fehlfunktion.
Gesprächsstoff
- Kann eine Mannschaft, die zu Hause drei Tore gegen Sunderland kassiert, wirklich als Titelfavorit gelten – trotz perfekter Bilanz?
- Merson hinterfragt Mikel Artetas Entscheidung, Bruno Guimaraes statt Myles Lewis-Skelly in Brighton zu starten – war das der entscheidende Fehler?
- Wenn Citys Abwehr „völlig von der Rolle“ ist, wie viele Punkte werden sie gegen Top-6-Rivalen vor Weihnachten verlieren?
- Beweist Brightons 3:0, dass sie ein echter Top-4-Anwärter sind, oder war es nur ein schlechter Tag für Arsenal?
Wie es weitergeht
Die Premier League pausiert für drei Wochen Länderspielpause und gibt Manchester City und Arsenal Zeit, sich neu zu sortieren. City will eine Abwehr stabilisieren, die drei gegen Sunderland kassierte, während Arsenal nach der Demontage in Brighton reagieren muss. Wenn der Liga-Alltag zurückkehrt, wird sich zeigen, ob Mersons Prognose hält – oder ob Citys Torgewalt die Zweifler einfach überrollt.
Häufige Fragen
Hat Manchester City Sunderland geschlagen?
Ja, Manchester City gewann 5:3 gegen Sunderland und feierte damit den fünften Sieg im fünften Premier-League-Spiel der Saison.
Warum glaubt Paul Merson, dass Man City nicht Meister wird?
Merson ist überzeugt, dass Citys defensive Unordnung – „hinten völlig von der Rolle“ – sich gegen Top-Teams rächen wird und dass man nicht dauerhaft Gegner überrennen kann, um Titel zu gewinnen.
Was sagte Merson zu Arsenals Niederlage gegen Brighton?
Er sagte, Arsenal sei „in Stücke gerissen“ worden und die 0:3-Niederlage sei „völlig verdient“ gewesen, und hinterfragte Mikel Artetas Entscheidung, Bruno Guimaraes statt Myles Lewis-Skelly aufzustellen.
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