Rodri verteidigt Man Citys „Unschuld“ nach Schuldspruch
Der ehemalige Mittelfeldspieler von Manchester City, Rodri, hat sich öffentlich hinter die Beteuerungen des Klubs gestellt, keine finanziellen Vergehen begangen zu haben. Zuvor war City in der Mehrheit der 115 Premier-League-Verstöße für schuldig befunden worden. Der Spanier erklärte, die Spieler würden dem Klub weiter vertrauen, bis das Gegenteil bewiesen sei, und betonte, dass ihnen ihre Titel nicht genommen werden könnten.
- Wer: Rodri, der ehemalige Mittelfeldspieler von Manchester City, der im August zum FC Barcelona wechselte
- Was: Er sagt, er glaube an Manchester Citys Unschuld, und werde dem Klub vertrauen, bis das Gegenteil bewiesen ist
- Kontext: City wurde in der Mehrheit der 115 Finanzverstöße für schuldig befunden, die die Premier League dem Klub vorwirft; ein Einspruch ist geplant
- Wann und wo er sprach: Auf einer Pressekonferenz vor Spaniens Nations-League-Spiel gegen England in Wembley
- Zitierter Präzedenzfall: Der Fall vor dem Internationalen Sportgerichtshof 2020, als City von separaten Financial-Fairplay-Vorwürfen freigesprochen wurde, nachdem zunächst eine zweijährige Uefa-Sperre verhängt worden war
- Kernaussage: „Was wir erreicht haben, können sie uns nicht nehmen“, sagte Rodri über die acht Trophäen, die City im vom Premier-League-Verfahren abgedeckten Zeitraum gewann
Das wurde gesagt
„Sie drücken immer das Vertrauen aus, dass sie nie etwas falsch gemacht haben, und wir glauben daran.“
„Bis zu dem Moment, in dem sie des Gegenteils überführt werden, werden wir an den Klub glauben. Sie sagen uns immer, wie sehr sie von der Unschuld überzeugt sind.“
„Wir hatten das Beispiel von 2020, dass der Prozess derselbe war und am Ende nichts passierte.“
„Auch dort wurden wir in erster Instanz für schuldig befunden, aber wir glaubten an den Klub und die Unschuld, die der Klub stets beteuerte, und am Ende wurden wir freigesprochen. Also glaube ich an das Rechtssystem und ich glaube an die Unschuld des Klubs.“
„Was wir erreicht haben, können sie uns nicht nehmen.“
„Das ist etwas, das nicht mit Geld bezahlt wird. Es wird mit Einsatz bezahlt, mit Schaden, damit, dass man Tag für Tag Schulter an Schulter steht. Ich kann Ihnen sagen, dass alles verdient war, und ich bin froh, dass ich eine der besten Epochen des englischen Fußballs hier miterleben durfte.“
„Ich müsste den Bericht der unabhängigen Kommission prüfen, und die Leute sollten nicht vorschnell solche Schlüsse ziehen. Ich weiß, dass dies ein langer Prozess zwischen dem Klub und der Premier League war. Ich denke, es war ein ziemlich umstrittener Prozess. Deshalb halte ich es nicht für so einfach, voreilige Schlüsse zu ziehen. Ich denke, wir alle müssten den Bericht der unabhängigen Kommission sehr genau studieren, bevor wir zu Schlussfolgerungen kommen.“
Rodris Aussagen sind die deutlichste öffentliche Verteidigung von City durch einen ehemaligen Spieler seit dem Schuldspruch. Er stützt sich stark auf den Fall vor dem Internationalen Sportgerichtshof im Jahr 2020, als City von separaten Financial-Fairplay-Vorwürfen freigesprochen wurde, nachdem der Verein von der Uefa zunächst mit einer zweijährigen Sperre für europäische Wettbewerbe belegt worden war. Dieser Prozess, so argumentiert er, folgte einem ähnlichen Muster: erst schuldig gesprochen, dann freigesprochen.
Sein Beharren darauf, dass Citys Trophäen nicht aberkannt werden können, spiegelt das Gefühl wider, das er und seine ehemaligen Teamkollegen für den vom Premier-League-Verfahren abgedeckten Zeitraum haben. Er spricht von Einsatz und davon, „Schulter an Schulter“ gestanden zu haben, und stellt den Erfolg des Klubs als auf dem Platz verdient dar, nicht gekauft. Andy Burnham hingegen mahnte zur Vorsicht und forderte, den Bericht der unabhängigen Kommission detailliert zu prüfen, bevor Schlüsse gezogen werden.
Die Zahlen
- 115: Die Anzahl der Finanzverstöße, die Manchester City von der Premier League vorgeworfen wurden
- Mehrheit: City wurde in der Mehrheit dieser 115 Verstöße für schuldig befunden
- 8: Trophäen, die City im vom Premier-League-Verfahren abgedeckten Zeitraum gewann
- 3: Meistertitel, die zu dieser Ausbeute zählen
- 3: League-Cups, die dazugehören
- 1: Community Shield, das dazugehört
- 1: FA Cup, der dazugehört
- 2 Jahre: Die Länge der von der Uefa zunächst verhängten Europapokal-Sperre, bevor der Internationale Sportgerichtshof City 2020 freisprach
Rodris Verteidigung stützt sich auf 2020 – doch dieser Fall ist anders
Rodri, inzwischen 30 Jahre alt und seit seinem Abschied von City im August Spieler des FC Barcelona, gehört nicht mehr zum aktuellen Kader an der Etihad. Seine Worte haben dennoch Gewicht, weil er Teil der Ära war, die das Premier-League-Verfahren abdeckt, und weil er zu den angesehensten Stimmen im Fußball zählt. Er bittet Anhänger und neutrale Beobachter faktisch darum, die sportliche Bilanz vom juristischen Verfahren zu trennen.
Der Vergleich mit 2020 ist der Kern seines Arguments. City durchlief eine ähnliche Abfolge: eine erste Schuldfeststellung durch die Uefa, eine zweijährige Europapokal-Sperre, dann ein erfolgreicher Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof. Für Rodri belegt das, dass das System sich selbst korrigieren kann. Doch der Fall der Premier League ist nicht derselbe. Er umfasst 115 mutmaßliche Verstöße und wird von einer unabhängigen Kommission verhandelt, nicht von der Klub-Finanzkontrollkammer der Uefa. City wird Einspruch einlegen, was darauf hindeutet, dass der Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist.
Das emotionale Herz von Rodris Äußerungen ist seine Weigerung zu akzeptieren, dass Titel aberkannt werden könnten. Das ist das am häufigsten genannte Straf-Szenario, und genau darauf geht er am direktesten ein. Für die Spieler, die diese Zeit erlebt haben, würde das Streichen von Rekorden weder den Einsatz noch die Verletzungen oder die tägliche Maloche auslöschen. Dieses Gefühl werden City-Fans teilen, auch wenn es an der rechtlichen Realität nichts ändert.
Diskussionspunkte
- Rodri stützt sich auf den Freispruch des Internationalen Sportgerichtshofs von 2020, doch damals ging es um die Uefa und eine Europapokal-Sperre, nicht um 115 Premier-League-Anklagen vor einer unabhängigen Kommission.
- Seine Aussage, Citys Trophäen könnten „uns nicht genommen werden“, ist emotional stark, doch die unabhängige Kommission hat die Macht, sportliche Sanktionen zu verhängen, wenn sie dies für richtig hält.
- Andy Burnhams Aufruf, den Bericht zu „studieren“, ist die Vorsicht eines Politikers, signalisiert aber auch, dass das Urteil in der Öffentlichkeit noch lange nach dem rechtlichen Ende umstritten bleiben wird.
- Rodri ist inzwischen Barcelona-Spieler, seine Worte sind also die eines Ex-City-Akteurs, nicht eines aktuellen – macht das seine Loyalität für die Fans bedeutender oder weniger bedeutend?
Wie es weitergeht
Manchester City wird Einspruch gegen das Urteil einlegen, was bedeutet, dass der Fall über die erste Feststellung der unabhängigen Kommission hinaus weitergeht. In der Zwischenzeit werden der Klub und die Premier League Fragen zu möglichen Strafen beantworten müssen, darunter Schadenersatzforderungen anderer Klubs und die Möglichkeit eines Abstiegs oder aberkannter Titel. Rodri bereitet sich unterdessen auf Spaniens Nations-League-Spiel gegen England in Wembley vor, wo er erneut Fragen zu seinem ehemaligen Klub beantworten muss.
Häufig gestellte Fragen
Was sagte Rodri zur Schuld von Manchester City?
Er sagte, er glaube an die Unschuld des Klubs und die Spieler würden dem Verein weiter vertrauen, bis das Gegenteil bewiesen ist. Zudem verwies er auf den Fall vor dem Internationalen Sportgerichtshof von 2020 als Beleg dafür, dass City freigesprochen werden kann.
Wurde Manchester City in allen 115 Anklagepunkten für schuldig befunden?
Nein. Dem Quellartikel zufolge wurde City in der Mehrheit der 115 Finanzverstöße für schuldig befunden, die dem Klub vorgeworfen wurden; ein Einspruch ist geplant.
Welche Trophäen gewann Manchester City im vom Premier-League-Verfahren abgedeckten Zeitraum?
City gewann in diesem Zeitraum acht Trophäen: drei Meistertitel, drei League-Cups, ein Community Shield und einen FA Cup, wie Rodri angab.
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