Maresca beschwört Man City: Fokus bewahren nach Schuldspruch
Manchester City hat erstmals seit dem Schuldspruch des Klubs in der Mehrheit der 115 Anklagepunkte der Premier League wieder trainiert. Cheftrainer Enzo Maresca schwor seine Mannschaft am Donnerstag auf Ruhe und Fokus ein, als die Nationalspieler zurückkehrten.
- Urteil: City in der Mehrheit der 115 Premier-League-Anklagen für schuldig befunden
- Erstes Training: Nationalspieler kehrten am Donnerstag zurück, neun Tage nach dem Urteil
- Nächstes Spiel: Am Sonntag auswärts beim FC Liverpool
- Berufung: City hat Berufung eingelegt und beteuert öffentlich die Unschuld
- Zitat: Erling Haaland sagt, die Fans sollten „zusammenhalten" und „positiv bleiben"
Das wurde gesagt
„Ich kümmere mich sehr um diesen Ort. Ich habe meine ersten vier Jahre hier verbracht, es ist ein besonderer Ort für uns. Ich kümmere mich sehr um City und die Fans. Ich bin selbst Fan. Ich fühle mit ihnen."
„Die Fans werden am Sonntag eine gute Zeit haben – wir müssen zusammenhalten. Wir müssen zueinander stehen und positiv bleiben. Egal was im Leben passiert, wir müssen immer lächeln. Positiv bleiben, nach vorne schauen und versuchen, Fußballspiele zu gewinnen und die Situation zu genießen."
„Wir müssen zusammenhalten und einander Liebe geben. Genießt die Fahrt und lächelt."
„Als Trainer eines anderen Klubs kann ich das nicht beurteilen, und es ist nicht meine Aufgabe. Es steht nicht in meiner Stellenbeschreibung."
„Die Behörden kümmern sich darum, es wird ein Verfahren geben, und im Namen des gesamten Klubs ist es unsere Aufgabe, uns auf unsere Arbeit zu konzentrieren und auf [das Spiel gegen Coventry am] Montag vorzubereiten."
„Im Namen des Klubs sollten wir uns auf das konzentrieren, was wir beeinflussen können. Konzentrieren wir uns einfach auf das, was wir besser machen können und was wir auf dem Platz beeinflussen können."
„Was kann man sagen, wenn eine Berufung läuft? Ich stecke nicht in der Geschichte drin, ich bin völlig außen vor."
„Ich habe vor langer Zeit ein Jahr für Man City gespielt, aber wir werden abwarten, was das Ergebnis der Berufung ist und wie es weitergeht. Ich kenne den Zeitplan überhaupt nicht."
„Ich bin nicht eingeweiht. Ich weiche der Frage nicht aus. Ich habe nur nicht das Gefühl, dass es an mir ist, darauf eine Antwort zu geben."
„Es ist nicht meine Rolle, über eine Strafe oder deren Höhe zu sprechen. Darauf kann ich einfach nicht antworten."
Marescas Botschaft war eindeutig: Die Saison muss weitergehen. Der Italiener bat seine Spieler, die Krise nicht auf Einstellung und Fokus wirken zu lassen, wenn die Premier League an diesem Wochenende wieder startet. Es heißt, er habe die Mannschaft bei ihrer Rückkehr von den Länderspielen angesprochen, weil das Urteil die meisten im Ausland traf.
Haalands Aussagen gingen in eine ähnliche Richtung. Der Stürmer, der nach eigenen Worten seit vier Jahren im Klub ist, stellte sich an die Seite der Anhänger. Sein Aufruf zu Einheit und Zuversicht ist das öffentliche Gesicht der City-Reaktion, solange die Berufung läuft.
Andere Trainer halten sich dagegen zurück. Newcastles Matthias Jaissle, Coventrys Frank Lampard und Leeds' Daniel Farke vermieden am Donnerstag ausführliche Kommentare. Lampard, der in der Saison 2014/15 für City spielte, war deutlich über seinen mangelnden Kenntnisstand zum Zeitplan.
Warum bei City alles auf den Fokus hinausläuft
Nachdem der Klub für schuldig befunden wurde, mit „Scheinverträgen" geheime Zahlungen von mehr als 830 Millionen Pfund verschleiert zu haben, ist die Herausforderung auf dem Platz nun vor allem eine psychologische. Marescas erste Aufgabe ist es, den Lärm aus der Kabine fernzuhalten. Er weiß, dass Citys Titelverteidigung – und die gesamte Saison – von Ergebnissen abhängt, nicht von Urteilen.
Erling Haalands Worte wiegen mehr als die meisten anderen. Als zentraler Angreifer gibt seine Stimmung oft den Ton an. Mit seinem direkten Appell an die Fans versucht er, die Atmosphäre im Etihad unterstützend statt giftig zu halten, während sich das Berufungsverfahren hinzieht.
Die Reise zum FC Liverpool am Sonntag ist ein brutaler erster Test. Anfield wird feindselig sein – aus Gründen, die über den Fußball hinausgehen. Marescas Spieler müssen die offensichtliche Erzählung ausblenden und eine Leistung abliefern. Gelingt das, könnte die Belagerungsmentalität sie zusammenschweißen; gelingt es nicht, wächst die Krise.
Diskussionspunkte
- Citys Spieler sagen die richtigen Dinge, aber werden ihre Taten am Sonntag in Anfield zu den Worten passen?
- Sollten rivalisierende Trainer gezwungen sein, sich zum Urteil zu äußern, oder ist ihre Weigerung ein Zeichen von Respekt vor dem laufenden Verfahren?
- Erling Haalands öffentliche Zuversicht ist bewundernswert, aber riskiert sie, während einer laufenden Berufung unsensibel zu wirken?
- Die Zahl von 830 Millionen Pfund geheimer Finanzierung ist schwindelerregend. Wird sie den Ausgang der Berufung beeinflussen oder ist die Sache bereits entschieden?
Wie es weitergeht
City reist am Sonntag zum FC Liverpool zum ersten Spiel seit dem Urteil. Das Ergebnis wird ebenso sehr wegen des mentalen Zustands der Mannschaft wie wegen der Punkte unter die Lupe genommen. City hat Berufung eingelegt, daher wurden noch keine Sanktionen verhängt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Maresca die Mannschaft vereint halten kann.
Häufig gestellte Fragen
Wofür wurde Manchester City für schuldig befunden?
Der Klub wurde in der Mehrheit der 115 von der Premier League erhobenen Anklagen für schuldig befunden, darunter die Nutzung von „Scheinverträgen" zur Verschleierung geheimer Zahlungen von mehr als 830 Millionen Pfund.
Was sagte Erling Haaland zu den Man-City-Fans?
Er sagte: „Wir müssen zusammenhalten und einander Liebe geben. Genießt die Fahrt und lächelt."
Legt Man City Berufung gegen das Urteil ein?
Ja, City hat Berufung eingelegt und beteuert öffentlich die Unschuld des Klubs.
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