Liverpool verstärkt Interesse an PSG-Stürmer Barcola
Der FC Liverpool hat seine Bemühungen um Paris Saint-Germains Flügelstürmer Bradley Barcola intensiviert und erneut Kontakt zum französischen Meister aufgenommen. Der 22-jährige Franzose, der bei der WM 2022 zum Einsatz kam, soll einem Wechsel an die Anfield Road diesen Sommer offen gegenüberstehen.
Hintergrund: Barcolas Karriere und PSG-Zeit
Barcola wechselte im August 2023 für rund 45 Millionen Euro von Olympique Lyon zu PSG. In seiner Debütsaison im Parc des Princes absolvierte er 25 Ligue-1-Einsätze, in denen ihm drei Tore und vier Vorlagen gelangen. Sein Tempo und seine Dribbelstärke brachten ihm Vergleiche mit dem früheren PSG-Star Kylian Mbappé ein, auch wenn seine Offensivausbeute im sterngespickten Angriff bescheiden blieb.
Da PSGs Offensive im Sommer voraussichtlich umgebaut wird – insbesondere falls Mbappé den Verein verlässt – könnte Barcolas Einsatzzeit schrumpfen. Liverpools Interesse bietet ihm einen möglichen Ausweg in die Premier League, wo Trainer Arne Slot seine Angriffsoptionen verstärken will.
Wie Barcola in Liverpools System passt
Liverpool agiert unter Arne Slot meist im 4-3-3-System und ist auf Außenstürmer angewiesen, die die Abwehrreihen auseinanderziehen und nach innen ziehen. Barcolas Linksfuß-Profil macht ihn zu einem natürlichen Kandidaten für den rechten Flügel, den seit Jahren Mohamed Salah besetzt. Da Salah jedoch 32 Jahre alt ist und in sein letztes Vertragsjahr geht, plant Liverpool bereits die Nachfolge.
Barcolas Spielweise – direkte Läufe, enge Ballführung und Zug zum Tor – passt zu Liverpools temporeicher Offensivphilosophie. In dieser Saison kommt er in der Ligue 1 auf durchschnittlich 2,3 erfolgreiche Dribblings pro 90 Minuten und zählt damit zu den besten 15 % der Flügelspieler in den Top-5-Ligen Europas. Auch sein Defensivarbeit gefällt Slot, der auf Pressing von vorn setzt.
Transfermarkt-Auswirkungen
PSG steht finanziell nicht unter Druck zu verkaufen, da der Klub im Vorjahr schwer in Barcola investiert hat. Eine Ablöse von über 50 Millionen Euro wäre wohl nötig, um ihn zu verpflichten, plus mögliche Bonuszahlungen. Ob Liverpool diese Summe aufbringt, hängt von Spielerverkäufen ab; der Klub hat bereits Einnahmen aus den Abgängen von Fabio Carvalho und Sepp van den Berg erzielt.
Zum Vergleich: Liverpools Rekordtransfer für einen Flügelstürmer ist Darwin Núñez mit 85 Millionen Pfund, Barcola läge darunter. Die Transferstrategie unter Michael Edwards und Julian Ward bevorzugt junge Angreifer mit Wiederverkaufswert, was auf Barcola zutrifft.
Auswirkungen auf die Fantasy Premier League
Für FPL-Manager würde Barcola bei einem Wechsel zu Liverpool wohl bei etwa 7,0–8,0 Millionen Pfund eingepreist werden – ähnlich wie Cody Gakpos ursprünglicher Wert. Liverpools auftaktfreundlicher Spielplan (u.a. Heimspiele gegen Aufsteiger) machte ihn zu einer attraktiven Differenzialoption, auch wenn das Rotationsrisiko anfangs hoch wäre. Seine Besitzerzahl würde schnell steigen, wenn er sich einen Stammplatz sichert.
Wie geht es weiter für Liverpool und Barcola?
Die Gespräche befinden sich noch in der Erkundungsphase; ein formelles Angebot liegt noch nicht vor. Liverpool will im Sommer eigentlich einen Innenverteidiger und einen defensiven Mittelfeldspieler verpflichten, doch Barcolas Verfügbarkeit hat die Planungen für einen Außenstürmer beschleunigt. Die Berater des Spielers loten dem Vernehmen nach die Optionen aus, da Barcola vor der EM 2024 regelmäßige Einsatzzeit sucht.
PSG könnte seinerseits eine Rückkaufklausel oder einen Weiterverkaufsanteil verlangen, um sich für die Zukunft abzusichern. Liverpools nächster Schritt hängt wohl davon ab, ob sie einen ihrer bisherigen Flügelstürmer abgeben können – Luis Diaz wird mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht, Diogo Jota weckt Interesse aus Saudi-Arabien. Kommt ein Verkauf zustande, dürfte Liverpool innerhalb weniger Wochen ein Angebot für Barcola vorlegen.
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