Liverpool, Tottenham und Chelsea im Dreikampf um Andreas Schjelderup
Berichten des portugiesischen Blatts "A Bola" zufolge liefern sich Tottenham Hotspur und Chelsea ein Rennen um Benficas Offensivtalent Andreas Schjelderup. Der 20-jährige norwegische Flügelstürmer, der für umgerechnet 34 Millionen Pfund zu haben sein soll, strebt offenbar den Wechsel in die Premier League an. Alle drei Klubs beobachten seine Situation im Estádio da Luz.
Hintergrund: Schjelderups Weg zu Benfica
Schjelderup wechselte 2023 für kolportierte 14 Millionen Euro vom FC Nordsjælland zu Benfica, kämpft in Lissabon aber um Einsatzzeit. In der Saison 2023/24 war er an Nordsjælland ausgeliehen, wo er in 14 Spielen fünf Tore erzielte. In der laufenden Spielzeit kommt der Linksfuß meist als Joker zum Zug: zwei Tore in zwölf Liga-Einsätzen. Seine Vielseitigkeit – er kann auf beiden Flügeln und im offensiven Mittelfeld spielen – hat das Interesse der Premier-League-Scouts geweckt.
Die Ablöseforderung von 34 Millionen Pfund (40 Mio. Euro) zeigt, dass Benfica einen Gewinn erzielen will. Der Klub hat mit Verkäufen von João Félix (126 Mio. Euro) und Enzo Fernández (121 Mio. Euro) schon oft Millionen gemacht.
Einfluss: Was Schjelderup jedem Klub bringen würde
Für Liverpool wäre Schjelderup eine Option für die zweite Reihe hinter Mohamed Salah und Luis Díaz. Trainer Arne Slot setzt auf eine flexible Offensivreihe; der Norweger könnte mit seiner Dribbelstärke und Kreativität ins System passen. Da mit Cody Gakpo und Darwin Núñez aber bereits Alternativen vorhanden sind, hängt ein Transfer womöglich von Abgängen ab.
Tottenhams Interesse erklärt sich aus Ange Postecoglous Bedarf an Flügelspielern, die nach innen ziehen und Abschlüsse suchen. Da Dejan Kulusevski oft tiefer agiert, wäre Schjelderup eine natürliche Option für den rechten Flügel als Linksfuß. Spurs suchen Konstanz im Angriff – ein junger, hungriger Spieler würde ins Projekt des Australiers passen.
Chelsea unter Enzo Maresca baut auf junge Talente. Schjelderup würde zu einem ohnehin üppig besetzten Angriff mit Cole Palmer, Raheem Sterling und Mykhailo Mudryk stoßen. Seine Fähigkeit, auch zentral zu spielen, könnte ihn aber zur Alternative hinter dem Stürmer machen – eine Rolle, in der Chelsea seit Christopher Nkunku Verletzungspech wenig Tiefe hat.
Transfer-Hintergrund und FPL-Aspekt
Die 34 Millionen Pfund sind für Premier-League-Verhältnisse moderat. Zum Vergleich: Manchester United zahlte 55 Millionen für Antony, Arsenal 65 Millionen für Kai Havertz. Sollte Schjelderup zu diesem Preis wechseln, wäre er ein Schnäppchen. In Fantasy Premier League wäre sein Preis je nach Klub bei 5,5–6,5 Millionen anzusetzen, bei einem Stammplatz bei einem Top-Klub sogar bei 7 Millionen. Für risikofreudige FPL-Manager ein Spieler mit hohem Potenzial.
- Schjelderup kommt in der Primeira Liga auf durchschnittlich 1,9 Torschussvorlagen pro 90 Minuten.
- Er absolviert 2,1 Dribblings pro Spiel – ein Zeichen seiner Fähigkeit, Gegner auszuspielen.
- Seine Kreativität gehört zu den besten 20 % der Flügelstürmer in Portugal.
Ausblick: Das Rennen wird heiß
Benfica pocht auf die volle Ablöse und hofft auf ein Bietergefecht. Das Wintertransferfenster naht – alle drei Klubs könnten früh zuschlagen. Liverpool denkt offenbar über einen Januar-Transfer nach, Tottenham würde wohl bis zum Sommer warten. Chelsea hängt von Abgängen wie Armando Broja oder Raheem Sterling ab. Schjelderup will regelmäßig spielen – das könnte für Tottenham sprechen, wenn die Einsatzgarantie gegeben wird. In den kommenden Wochen ist mit Neuigkeiten zu rechnen.
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