Liverpool 0:0 Fulham: Iraola gibt Müdigkeit zu – zweites Remis am Anfield

Liverpool ist am Samstag am Anfield gegen Fulham nicht über ein 0:0 hinausgekommen und hat damit zum zweiten Mal in vier Premier-League-Spielen zu Hause Punkte liegen gelassen. Die Elf von Andoni Iraola bleibt zwar unbesiegt, hat aber nun drei der ersten vier Ligaspiele remis gespielt und steht bei sechs Punkten.

  • Wettbewerb: Premier League
  • Stadion: Anfield
  • Ergebnis: Liverpool 0:0 Fulham
  • Liverpool-Bilanz: Sechs Punkte aus vier Spielen; drei Remis, ein Sieg
  • Zentrales Eingeständnis: Iraola sagt, seine Spieler seien müde gewesen und es fehle an Frische
  • Wie geht es weiter: Carabao-Cup-Spiel am Dienstag zu Hause gegen Tottenham

Aufstellungen

Liverpool (4-3-3)

Startelf: Alisson; Verteidiger in der Quelle nicht genannt; Mittelfeldspieler in der Quelle nicht genannt; Angreifer Alexander Isak, Bradley Barcola, Florian Wirtz

Einwechselspieler: Milos Kerkez, Cody Gakpo, Alexis Mac Allister, Rio Ngumoha, Jeremie Frimpong

Fulham

Startelf: In der Quelle nicht genannt

Einwechselspieler: In der Quelle nicht genannt

Aufstellungshinweise

Das 364-Millionen-Euro-Sturmtrio Alexander Isak, Bradley Barcola und Florian Wirtz stand erstmals gemeinsam in einem Ligaspiel in der Startelf. Wirtz wirkte wie ein Schatten jenes Spielers, der in der Wochenmitte gegen Atlético Madrid überragend war. Isak kam in 90 Minuten auf nur 16 Ballkontakte – der zweitniedrigste Wert eines Liverpooler Feldspielers seit Beginn der Datenerfassung; gegen Nottingham Forest vor zwei Wochen waren es mit 14 die wenigsten. Barcola und Isak hatten einige ermutigende Momente, doch Iraola räumte ein, dass diese Partnerschaft Zeit brauchen wird.

Das wurde gesagt

„Was gefehlt hat, war ziemlich klar: Es war das erste Spiel, in dem wir Probleme hatten, Chancen zu kreieren, Tore zu erzielen und offensiv den Unterschied zu machen, und das ist der Hauptgrund, warum wir keine Chancen herausspielen konnten.“

— Andoni Iraola, Cheftrainer des FC Liverpool

„Wir sind überhaupt nicht zufrieden mit dem Remis. Das ist nichts, was bei Liverpool passieren sollte. Unbesiegt zu sein, aber mit drei Remis, ist mit diesem Trikot kein Grund zum Feiern.“

— Alisson, Torwart des FC Liverpool, im Gespräch mit Sky Sports

„Wenn wir in dieser Saison etwas Besonderes erreichen wollen, müssen wir damit umgehen, Mittwoch, Samstag und dann Dienstag zu spielen. Wir brauchen die richtige mentale Verfassung, und die war nach dem, was wir gezeigt haben, nicht da. In uns steckt sie, aber wir müssen sie rauslassen und mehr Energie auf den Platz bringen.“

— Alisson, Torwart des FC Liverpool, im Gespräch mit Sky Sports

„Bradley bauen wir körperlich mit Spielen auf, und die Spiele werden ihm die Verfassung geben, die wir wollen. Aber es ist nicht nur Bradley, uns fehlt die Frische. Ich erinnere mich an nur eine klare Chance für Fulham, und wir haben die Struktur gehalten, aber offensiv müssen wir viel besser werden.“

— Andoni Iraola im Gespräch mit Match of the Day

„Die Spieler waren müde, und es fehlt an Frische – das können wir nicht verbergen. Das ist die schlechteste Regeneration mit 60 oder 70 Stunden seit dem letzten Spiel, aber das wird in einer Saison passieren, und wir müssen uns anpassen. Genau solche Spiele musst du manchmal mit einem Standard oder einem Moment der Genialität gewinnen.“

— Andoni Iraola, Cheftrainer des FC Liverpool

Iraolas Wortwahl war deutlich. Er versteckte sich nicht hinter Ballbesitz oder erwarteten Toren; er sagte, seinem Team habe die Durchschlagskraft gefehlt, die den Champions-League-Sieg in der Wochenmitte gegen Atlético Madrid geprägt hatte. Alisson ging noch weiter, bezeichnete die Serie von drei Remis als unter dem Standard dieses Trikots und stellte die mentale Verfassung der Gruppe infrage.

Das Thema, das sich durch jedes Zitat zieht, ist Energie. Iraola hatte vor dem Atlético-Spiel angemerkt, er wolle nicht, dass seine Spieler Energie sparen, weil in drei Tagen das nächste Spiel anstehe. Sein Ideal sei, wie er es formulierte, „55 Minuten auf Topniveau“ und danach „35 Minuten auf Topniveau“. Gegen Fulham lieferte Liverpool beides nicht.

Die Zahlen

  • Spiele am Anfield: zwei Premier-League-Spiele, zwei Remis
  • Seltenes Kunststück: erst zum dritten Mal in 63 Jahren hat Liverpool die ersten beiden Heimspiele der Liga nicht gewonnen
  • Punkte: sechs aus vier Premier-League-Spielen
  • Ergebnisse: Remis zu Hause gegen Nottingham Forest und Fulham, Remis bei Newcastle, Sieg bei Ipswich
  • Isak-Ballkontakte: 16 in 90 Minuten – zweitwenigste für einen Liverpooler Feldspieler seit Beginn der Datenerfassung; seine 14 gegen Forest waren die wenigsten
  • Kosten des Sturmtrios: 364 Millionen Euro (Isak, Barcola, Wirtz)
  • Fulham-Kontext: hatte in den ersten drei Ligaspielen sieben Gegentore kassiert
  • Eingewechselt: Milos Kerkez, Cody Gakpo, Alexis Mac Allister, Rio Ngumoha, Jeremie Frimpong

Verletzungen und Verfügbarkeit

In der Quelle wurden keine Verletzungen gemeldet. Das Problem ist die Belastung: Iraola bezeichnete die Regeneration nach dem Spiel gegen Atlético Madrid mit 60 oder 70 Stunden als die „schlechteste“ und sagte, im gesamten Kader fehle es an Frische. Bradley Barcola wird körperlich mit Spielen aufgebaut, um die vom Trainerteam gewünschte Verfassung zu erreichen.

Warum Liverpools Angriffstrio noch nicht funktioniert

Iraola hat sich auf Alexander Isak, Bradley Barcola und Florian Wirtz als Angriffstrio festgelegt, und am Samstag standen alle drei erstmals gemeinsam in einem Ligaspiel in der Startelf. Die Theorie ist schlüssig: Wirtz zwischen den Linien, Barcola breit, Isak als Vollstrecker. In der Praxis gegen Fulham war es eine Angriffsreihe, die den Ball zu selten und zu langsam bekam.

Isaks 16 Ballkontakte erzählen die Geschichte. Ein Mittelstürmer, der so wenig am Ball ist, wird von seinem Mittelfeld nicht gefunden, und wenn er ihn doch bekam, hatte sich Fulhams tiefes Abwehrblock bereits neu formiert. Wirtz, gegen Atlético so einflussreich, fand die Räume nicht, in denen er sonst aufblüht. Barcola hatte Momente, ist aber offensichtlich noch nicht bei voller Spielpraxis, wie Iraola bestätigte.

Die tiefer liegende Sorge ist die Mittelfeldstruktur dahinter. Iraola brachte Alexis Mac Allister, Cody Gakpo, Milos Kerkez, Rio Ngumoha und Jeremie Frimpong, und Liverpool zeigte kaum eine Verbesserung. Das ist eine Bank, die dafür gebaut ist, ein Spiel zu verändern, und sie tat es nicht. Wenn ein Trainer fünf offensive Wechsel vornimmt und die Chancenzahl sich kaum bewegt, liegt das Problem nicht am Personal – es liegt am Tempo und Muster des Spielaufbaus und an der Frische der Spieler, die ihn ausführen.

Diskussionspunkte

  • Sind sechs Punkte aus vier Spielen ein langsamer Start oder ein Warnsignal? Iraolas eigene Worte deuten darauf hin, dass er es als enttäuschend sieht, besonders mit vier verlorenen Punkten zu Hause.
  • Sollte Iraola für das Carabao-Cup-Spiel gegen Tottenham aggressiver rotieren, angesichts der müden Spieler nach einer 60- bis 70-Stunden-Regeneration?
  • Wird das 364-Millionen-Euro-Sturmtrio von einem Mittelfeld zum Scheitern gebracht, das zu wenig kreiert, oder müssen Isak, Barcola und Wirtz individuell mehr tun?
  • Alessons Aussage, drei Remis seien „mit diesem Trikot kein Grund zum Feiern“ – ist das Führung oder ein öffentliches Lüften von Sorgen aus der Kabine?

Wie geht es weiter

Liverpool empfängt Tottenham am Dienstag im Carabao Cup, erneut eine kurze Regeneration, die Iraolas Rotation und die Beine seiner Spieler auf die Probe stellen wird. Mit mindestens sieben weiteren Champions-League-Spielen plus dem nationalen Pokal wird der Spielplan nur noch dichter. Iraola hat gesagt, seine Mannschaft müsse sich anpassen und Wege finden, solche Spiele durch Standards oder Momente der Genialität zu gewinnen. Am Dienstag bietet sich die erste Gelegenheit zu zeigen, dass sie das kann.

Häufig gestellte Fragen

Wie endete Liverpool gegen Fulham?

Liverpool 0:0 Fulham am Anfield, ein torloses Premier-League-Remis.

Wer stürmte für Liverpool gegen Fulham?

Alexander Isak, Bradley Barcola und Florian Wirtz standen erstmals gemeinsam in einem Ligaspiel in der Startelf, wobei Isak in 90 Minuten nur 16 Ballkontakte hatte.

Was sagte Andoni Iraola nach dem Remis gegen Fulham?

Iraola sagte, die Spieler seien müde gewesen und es fehle an Frische. Er fügte hinzu, die Regeneration von 60 bis 70 Stunden sei die schlechteste gewesen und seine Mannschaft müsse sich anpassen, um solche Spiele durch Standards oder Momente der Genialität zu gewinnen.

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