Tottenhams torloser Saisonstart geht nach 0:0 gegen Everton weiter

Tottenham Hotspur ist in der Premier League nicht über ein 0:0 gegen Everton hinausgekommen und bleibt damit auch im dritten Saisonspiel ohne Sieg und ohne Tor. Die Mannschaft von Roberto De Zerbi dominierte den Ballbesitz, fand aber keinen Weg ins Netz – Everton nahm einen Punkt aus dem Tottenham Hotspur Stadium mit.

  • Ergebnis: Tottenham 0:0 Everton
  • Wettbewerb: Premier League
  • Schlüsselstatistik: Spurs haben in dieser Saison noch kein Premier-League-Tor erzielt
  • Spieler des Spiels: Micky van de Ven (8)
  • Schlechteste Note: Dominic Solanke (3)
  • Ausgangslage: Tottenham wartet weiter auf den ersten Premier-League-Sieg

Tottenhams Spielernoten gegen Everton

  • Antonin Kinsky: 7
  • Archie Gray: 6
  • Jan Paul van Hecke: 7
  • Micky van de Ven: 8
  • Andy Robertson: 6
  • Rodrigo Bentancur: 7
  • Sandro Tonali: 6
  • Savio: 5
  • Mateus Fernandes: 5
  • Omar Marmoush: 4
  • Dominic Solanke: 3
  • Mathys Tel: 4
  • Lucas Bergvall: 6
  • Mohammed Kudus: 5
  • James Maddison: 5
  • Roberto De Zerbi: 5

Spurs beginnen schwungvoll, belohnen sich aber nicht

Tottenham zeigte von Beginn an Energie und Zielstrebigkeit. De Zerbi nahm vier Wechsel vor, um mehr Dringlichkeit zu erzeugen. Dominic Solanke und Omar Marmoush standen erstmals gemeinsam im Angriff, während Verletzungen die Optionen weiter einschränkten. Archie Gray schob immer wieder nach vorne, Savio versuchte Everton mit seinen Dribblings aus dem Tritt zu bringen, und die Spurs kombinierten sich sicher durch das Mittelfeld. Jan Paul van Hecke hätte nach Andy Robertsons hervorragender Freistoßflanke die Führung erzielen können, auch Mateus Fernandes kam in aussichtsreicher Position an den Ball, entschied sich aber für eine weitere Ballberührung statt für den direkten Abschluss.

Everton droht und entlarvt Tottenhams Frustration

Everton erspielte sich einige der klareren Gelegenheiten. Antonin Kinsky musste drei Mal retten, unter anderem nach einem eigenen Fehler, als er den Ball Kiernan Dewsbury-Hall in die Füße spielte. Vor ihm überzeugten Micky van de Ven und Van Hecke. Tottenhams Kapitän lieferte eine weitere souveräne Vorstellung ab, Van Hecke wirkte defensiv sicher und auch im Spielaufbau ins Mittelfeld gut eingebunden. Rodrigo Bentancur war bis zu seiner Auswechslung kurz nach der Stunde ebenso einflussreich. Sandro Tonali zeigte ebenfalls Ansätze verbesserter Spritzigkeit und verlegte das Spiel immer wieder mit präzisen Diagonalbällen.

Solanke kämpft, Tottenham sucht Tore

Solanke wirkte nach fünf Monaten ohne Startelf-Einsatz in der Premier League verständlicherweise weit von seiner Bestform entfernt. Seine Ballkontrolle war mitunter unsauber, sein Festmachen der Bälle entbehrte der gewohnten Durchsetzungskraft, und Tottenham fiel es schwer, rund um ihn dauerhaften Druck aufzubauen. Marmoush blitzte kurz auf, ohne sich wirklich durchzusetzen, während Savio seine Gegenspieler zwar immer wieder überspielte, danach aber nicht die richtige Entscheidung traf. De Zerbi brachte Mathys Tel, Lucas Bergvall, Mohammed Kudus und James Maddison, um neue Impulse zu setzen. Bergvall kam dem Tor am nächsten und zwang Jordan Pickford spät mit einem gewundenen Schuss in die untere Ecke zu einer Parade. Es war Tottenhams deutlichste Warnung – und sie kam viel zu spät.

Verletzungen und Kaderlage

Tottenham musste erneut auf mehrere etablierte Kräfte verletzungsbedingt verzichten, wobei die Quelle nicht näher benennt, welche Spieler ausfallen. De Zerbi nahm vier Änderungen an der Startelf vor und ließ Solanke und Marmoush erstmals gemeinsam von Beginn an stürmen.

Warum Tottenhams Angriff gegen Everton nicht funktionierte

Tottenhams Überlegenheit zwischen dem eigenen Strafraum und dem Rand des Everton-Strafraums war überzeugend, doch die Probleme begannen, sobald das Spiel Ideenreichtum, Bewegung und Durchschlagskraft verlangte. Dominic Solanke fehlte nach fünf Monaten ohne Premier-League-Start die Spielpraxis, und seine Schwierigkeiten, den Ball festzumachen, verhinderten dauerhafte Angriffe der Spurs. Omar Marmoush blitzte auf, setzte sich aber nicht durch, während Savio seinen Gegenspieler zwar immer wieder überspielte, im letzten Drittel aber die falsche Entscheidung traf. Die Einwechslung von Lucas Bergvall hätte sich fast ausgezahlt, doch sein später Versuch wurde von Jordan Pickford pariert. Everton stand derweil gut organisiert und profitierte von Tottenhams Fahrlässigkeit.

Das Unentschieden lässt De Zerbi weiter auf seinen ersten Premier-League-Sieg warten – und, was noch besorgniserregender ist, auf sein erstes Premier-League-Tor. Everton wird mit einem Auswärtspunkt zufrieden sein, nachdem man die Spurs zu wenigen klaren Chancen gezwungen hatte. Für Tottenham wächst der Druck vor dem nächsten Spiel.

Gesprächsthemen

  • Solankes fehlende Frische: Nach fünf Monaten ohne Premier-League-Start wirkte Solanke nicht auf der Höhe. Sollte De Zerbi weiter auf ihn setzen oder andere Optionen wählen?
  • Van de Vens Führungsrolle: Der Kapitän war Tottenhams bester Spieler (8), doch seine defensive Stabilität konnte die Angriffsprobleme der Mannschaft nicht kaschieren.
  • De Zerbis Wechsel: Vier Änderungen brachten keinen Sieg. Holt seine Taktik das Beste aus diesem Kader heraus?
  • Evertons Spielplan: Die Gäste erspielten sich die klareren Chancen und dürfen sich ärgern, nicht gewonnen zu haben. Ein Punkt bei den Spurs ist ein gutes Ergebnis.

Wie geht es weiter

Tottenham muss sich schnell sammeln, während die Suche nach dem ersten Premier-League-Sieg weitergeht. Das nächste Spiel bietet eine weitere Gelegenheit, den Torfluch zu beenden, doch De Zerbi muss die Schwächen seiner Mannschaft im Angriff beheben. Everton wiederum will auf einer soliden Auswärtsleistung aufbauen. Der Druck auf die Spurs, Ergebnisse zu liefern, wächst.

Häufig gestellte Fragen

Wie endete das Spiel zwischen Tottenham und Everton?

Tottenham 0:0 Everton.

Wer war Tottenhams bester Spieler gegen Everton?

Micky van de Ven erhielt für seine souveräne Defensivleistung die beste Note (8).

Warum hatte Dominic Solanke gegen Everton Probleme?

Solanke wirkte nach fünf Monaten ohne Startelf-Einsatz in der Premier League ohne Rhythmus, seine Ballkontrolle und sein Festmachen der Bälle entbehrten der Durchsetzungskraft.

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