Leeds United jagt weiteren Angreifer

Der Sommer von Leeds United hat bereits ein Ausrufezeichen im Angriff gesetzt: Harry Wilson ist da. Doch rund um Elland Road ist man überzeugt: Daniel Farkes Offensive ist noch nicht komplett. Angesichts des bevorstehenden Premier-League-Startschusses ist die Rekrutierungsabteilung des Klubs weiterhin auf dem Transfermarkt aktiv.

Ausgangslage: Aufbau auf der Wilson-Verpflichtung

Mit Harry Wilson haben die Whites Kreativität und Torgefahr auf den Flügeln hinzugewonnen. Doch Quellen deuten darauf hin, dass Farke mehr Tiefe im Angriff wünscht – besonders, wenn der Klub den Anspruch auf ein Top-10-Finish untermauern will. Leeds kommt aus einer Saison, in der man den 15. Platz der Premier League belegte, mit einem Torverhältnis von -12. Die Offensivausbeute gab Anlass zur Sorge: Nur 49 Tore in 38 Spielen – der zehntschwächste Wert der Liga.

Wilsons feste Verpflichtung vom FC Fulham wurde Anfang des Monats bestätigt, er soll vor allem auf dem rechten Flügel glänzen. Doch mit Patrick Bamford und Joel Piroe gibt es nur zwei echte Stürmer. George Murdock, ein vielversprechendes 21-jähriges Talent, wurde für die Saison ausgeliehen – die Offensive von Farke wirkt dünn besetzt.

Warum ein weiterer Angreifer?

Die Torausbeute von Leeds war in der letzten Saison ein Kernproblem. 49 Treffer bedeuteten Rang 11 in dieser Statistik, im Schnitt nur 1,29 Tore pro Partie. In den zwölf Duellen gegen die Top-Sechs gelangen gerade einmal sieben Tore – eine magere Ausbeute. Farkes bevorzugtes 4-2-3-1-System basiert auf einem zentralen Stürmer, der Bälle halten und das Spiel verbinden kann, während die Flügelspieler die Hauptgefahr ausstrahlen. Mit Wilson auf einer Seite sucht Farke wohl einen flexiblen Angreifer, der die gesamte Offensivreihe abdecken kann.

Laut Berichten fokussiert sich die Rekrutierung auf einen Spieler, der sowohl als einzige Spitze als auch auf dem linken Flügel agieren kann. So hätte Farke mehr Rotationsmöglichkeiten, ohne sein System grundlegend umzubauen. Zudem achtet Leeds auf die finanziellen Fairen Regeln: Rund 50 Millionen Pfund wurden im Sommer schon ausgegeben, davon 25 Millionen für Wilson und 20 Millionen für Mittelfeldmann Josuha Guilavogui.

Auswirkungen auf Kader und FPL

Ein weiterer Angreifer hätte direkten Einfluss auf die interne Konkurrenz. Er könnte Bamford oder Piroe verdrängen, die sich die Stürmerrolle teilten: Bamford traf zehnmal in 22 Startelfeinsätzen, Piroe achtmal in 16. Konkurrenz belebt das Geschäft, Farke fordert Pressingintensität und Bewegung im letzten Drittel.

Für Fantasy-Premier-League-Manager werden Leedser Offensivspieler attraktiver. Die Auftaktspiele sind freundlich: gegen Aufsteiger Southampton (Heim), dann Auswärts bei Everton und Bournemouth – alles Teams mit defensiven Problemen in der Vorsaison. Wilson ist für 6,5 Millionen angesetzt und bei 4,2 Prozent der Manager im Kader, Bamford für 8,0 Millionen bei nur 2,1 Prozent. Käme ein Neuzugang unter 6,0 Millionen, könnte sich das als Preis-Leistungs-Schnäppchen entpuppen.

Was der Neue mitbringen muss

  • Vielseitigkeit: einsetzbar in der gesamten Offensive, nicht nur als Neuner.
  • Pressingqualitäten: Farke verlangt ein aggressives Anlaufen, der Stürmer muss es initiieren.
  • Abschlussstärke: Leeds braucht jemanden, der Chancen verwertet – der xG-Wert lag bei 42,5, ganze 6,5 Tore wurden liegen gelassen.

Taktisch könnte Farke mit einem weiteren Angreifer zwischen einer und zwei Spitzen wechseln. Im 3-4-3 wäre eine Frontreihe mit Wilson, Neuzugang und Georginio Rutter denkbar, oder ein 3-5-2 mit zwei Stürmern und Schienenspielern. Diese Flexibilität würde Leeds schwerer ausrechenbar machen.

Wie geht es weiter?

Leeds bleiben noch knapp drei Wochen Transferfenster. Die Klubführung arbeitet offenbar an einem Deal für einen Stürmer, der sowohl taktisch als auch finanziell passt. Der Name des Wunschkandidaten ist noch nicht bekannt, der Markt bietet einige Optionen – von jungen Talenten in Europa bis zu erfahrenen Premier-League-Spielern, die ausgeliehen werden könnten.

Der Druck ist groß, denn der Saisonstart wird den Ton angeben. Nach dem knappen Klassenerhalt 2024/25 kann sich Leeds keinen erneuten Fehlstart leisten. Der Vorstand steht hinter Farke, doch die Mannschaft muss liefern. Gelingt die Verpflichtung eines gestandenen Torschützen, ist ein Platz in der oberen Tabellenhälfte drin. Wenn nicht, könnte die Last auf Wilson und Bamford zu schwer sein.

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