Jakirovic: "Wir wurden abgeschrieben" – Hull will in Wembley für Sensation sorgen
Hull Citys Trainer Sergej Jakirovic hat eine deutliche Botschaft an die Kritiker gerichtet, bevor seine Mannschaft am Samstag im Championship-Play-off-Finale im Wembley-Stadion auf Southampton trifft. Der Kroate, der das Amt im November 2024 übernahm, ist überzeugt, dass sein Team in dieser Saison zu Unrecht abgeschrieben wurde.
Wie Hull die Zweifel widerlegte und nach Wembley einzog
Hull beendete die Championship-Saison auf Rang sechs mit 76 Punkten und sicherte sich den Play-off-Platz am letzten Spieltag durch ein 2:1 gegen Plymouth. Die Form in der Schlussphase war herausragend: Vier Siege aus den letzten fünf Ligaspielen bei nur drei Gegentoren. Im Halbfinale gegen Coventry setzten sich die Tigers mit einem 1:0 im MKM Stadium und einem 1:1 im Rückspiel durch.
Jakirovic übernahm Hull auf Platz 14 und veränderte das Team nachhaltig. Unter seiner Führung verordnete Hull ein aggressives Pressing, das seit März durchschnittlich 12,3 hohe Ballgewinne pro Spiel erzielte – der zweitbeste Wert der Liga. Die taktische Umstellung auf ein 4-2-3-1-System brachte die Kreativität von Mittelfeldspieler Regan Slater zur Geltung, der neun Vorlagen beisteuerte.
Southampton hingegen belegte mit 84 Punkten Rang vier, leistete sich aber in den letzten Wochen Schwächen: nur zwei Siege aus den letzten sechs Spielen. Die Abhängigkeit von Standardsituationen – 17 Tore nach ruhenden Bällen – ist bekannt, doch Hulls gut organisierte Defensive kassierte in der gesamten Saison nur sechs Gegentore nach Standards.
Was der Aufstieg für Hull und FPL-Manager bedeutet
Ein Sieg in Wembley würde Hull nach drei Jahren Abstinenz in die Premier League zurückbringen. Für Fantasy Premier League-Manager böte ein aufgestiegenes Hull mehrere günstige Optionen: Stürmer Aaron Connolly, der in dieser Saison 16 Ligatore erzielte, würde wahrscheinlich um die 5,5 Millionen Pfund kosten. Außenverteidiger Cyrus Christie mit acht Vorlagen und zehn Zu-Null-Spielen könnte ein Schnäppchen für 4,5 Millionen sein. Hulls Offensivstil unter Jakirovic deutet darauf hin, dass sie nicht nur mauern würden, was ihre Spieler attraktiver macht.
- Hull blieb in drei der letzten fünf Auswärtsspiele ohne Gegentor, unter anderem bei Sunderland und Watford.
- Southamptons Top-Torjäger Adam Armstrong traf 21-mal, blieb aber in den letzten drei Spielen torlos.
- Historisch gesehen hatte im Play-off-Finale die Mannschaft mit der besseren Form die Nase vorn – Hull gewann sechs der letzten acht Partien.
Aus taktischer Sicht brillierte Jakirovics Team im Umschaltspiel: 14 Tore nach Kontern in dieser Saison. Southamptons hohe Abwehrlinie, die von schnellen Stürmern wie Connolly ausgenutzt werden könnte, erweist sich als Schwachstelle. Die Tigers sind zudem das laufstärkste Team der Championship (117,3 km pro Spiel) – ein Faktor, der in der Verlängerung den Ausschlag geben könnte.
Ausblick: Wembley – die Stunde der Wahrheit
Das Finale beginnt am Samstag, den 24. Mai, um 15:00 Uhr britischer Zeit. Hull geht als leichter Außenseiter ins Spiel, doch Jakirovics Mannschaft besiegte Southampton im Februar im MKM Stadium bereits mit 2:1. Der Preis ist ein Premier-League-Geldsegen von mindestens 170 Millionen Pfund über drei Spielzeiten. Bei einer Niederlage droht ein Umbruch, denn mehrere Spieler mit auslaufenden Verträgen – darunter Christie und Leihspieler Joe Gelhardt – würden den Verein verlassen. Doch jetzt zählt nur eines: 90 Minuten, die für Hull City eine Generation prägen könnten.
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