Acun Ilicali verteidigt Trennung von Rosenior
Hull-City-Besitzer Acun Ilicali hat betont, die Entlassung von Liam Rosenior früher in der Saison nicht zu bereuen – obwohl der ehemalige Tigers-Coach nun den Premier-League-Klub Chelsea trainiert. Beide Teams treffen im FA Cup aufeinander, was der Wiederbegegnung zusätzliche Würze verleiht.
Gegenüber der Yorkshire Post stellte Ilicali klar, dass die Entscheidung im besten Interesse der langfristigen Vision von Hull City getroffen wurde. Rosenior wurde nach einer schwachen Ergebnisserie entlassen, hat seine Karriere an der Stamford Bridge jedoch wiederbelebt.
Hintergründe zu Roseniors Abgang in Hull
Rosenior übernahm Hull City im November 2022 und führte die Mannschaft in seiner ersten vollen Saison auf Platz 15 der Championship. Ein schwacher Start in die Spielzeit 2024/25 ließ den Klub jedoch in die Abstiegszone rutschen, was im Oktober 2023 zu seiner Entlassung führte. Zu diesem Zeitpunkt stand Hull auf Platz 23 und hatte nur zwei der ersten zwölf Ligaspiele gewonnen.
Ilicali, der den Klub im Januar 2022 übernommen hatte, zeigte sich in seinem Streben nach Erfolg kompromisslos. Er stellte einen neuen Trainer ein, doch die Ergebnisse blieben schwankend – die Tigers stehen aktuell knapp über den Abstiegsrängen.
Roseniors Aufstieg bei Chelsea und FA-Cup-Nebenschauplatz
Nach seinem Abgang in Hull wurde Rosenior im Dezember 2023 zum Cheftrainer von Chelsea ernannt und ersetzte den entlassenen Mauricio Pochettino. Nach einem holprigen Start stabilisierte er das Team, führte die Blues auf Platz 10 der Premier League und ins Achtelfinale des FA Cups. Die Auslosung bescherte ihm ein Wiedersehen mit Hull City im MKM Stadium.
Die FA-Cup-Partie, die für Ende Februar angesetzt ist, wird das erste Aufeinandertreffen beider Teams seit Roseniors Abgang sein. Ilicali räumte die emotionale Note ein, betonte jedoch, dass dies seine Sicht auf die Entlassung nicht ändere.
Auswirkungen auf die Saison von Hull City und Chelsea
Für Hull ist das Spiel eine Chance, den Fortschritt unter Ilicalis Führung zu beweisen. Ein Coup gegen einen Großen würde den Überlebenskampf beflügeln und den harten Kurs des Besitzers bestätigen. Für Chelsea geht es darum, den Pokallauf fortzusetzen und unter Roseniors Leitung Schwung aufzunehmen.
Taktisch hat sich Chelsea unter Rosenior defensiv kompakter präsentiert und weniger Chancen zugelassen als unter Pochettino. Hull hingegen leidet unter Torflaute: Nur 28 Treffer in 28 Ligaspielen. Der Unterschied in Ressourcen und Form macht Chelsea zum klaren Favoriten, doch Pokalwettbewerbe sind bekannt für Überraschungen.
- Hull City liegt derzeit auf Platz 21 der Championship, fünf Punkte vor der Abstiegszone.
- Chelsea gewann drei der letzten fünf Pflichtspiele, verlor nur gegen Liverpool und Arsenal.
- Das FA-Cup-Achtelfinale findet am 27. Februar im MKM Stadium statt.
Wie es für beide Klubs weitergeht
Für Hull hat der Klassenerhalt in der Championship oberste Priorität. Jeder Ligapunkt ist kostbar, und der FA Cup könnte eine willkommene Abwechslung oder eine belastende Zusatzaufgabe sein. Ilicalis Rückendeckung für den aktuellen Trainer wird auf die Probe gestellt, falls die Ergebnisse nicht bald besser werden.
Für Chelsea und Rosenior geht es darum, einen Platz im oberen Tabellendrittel zu sichern und möglicherweise einen Pokallauf als Grundlage für die nächste Saison zu nutzen. Roseniors Umgang mit der emotionalen Rückkehr wird genau beobachtet. Ein Sieg würde die Kritiker seiner Hull-Zeit zum Verstummen bringen; eine Niederlage würde die Debatte über Ilicalis Entscheidung neu entfachen.
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