Hull Citys Mutterkonzern SMC muss Pachtvertrag mit Hull FC regeln

Hull Citys Muttergesellschaft SMC wurde angewiesen, die Bedingungen für eine weitere Nutzung des MKM-Stadions durch Hull FC zu finalisieren. Auslöser waren Äußerungen von Tigers-Besitzer Acun Ilicali, die das Thema in den Fokus rückten. Die Anweisung folgt auf monatelange Unsicherheit über die langfristige Heimspielstätte des Rugby-Vereins.

Hintergrund: Ein geteiltes Stadion unter Beobachtung

Seit 2002 teilen sich Hull City (Fußball) und Hull FC (Rugby) das MKM-Stadion – eine der wenigen Doppelnutzungen im englischen Profisport. Die Zusammenarbeit war jedoch immer wieder angespannt, da beide Klubs mehr Kontrolle über Einrichtungen und Spielpläne forderten. Jüngste Aussagen von Acun Ilicali, dem Besitzer von Hull City, haben die Notwendigkeit einer konkreten Lösung beschleunigt. SMC, das den Stadionbetrieb steuert, wurde nun offiziell aufgefordert, einen verbindlichen Vertrag für den Verbleib von Hull FC vorzulegen.

Acun Ilicalis Aussagen als Katalysator

Ilicali, der türkische Medienunternehmer, der Hull City 2022 kaufte, hat stets das kommerzielle Wachstum des Fußballklubs priorisiert. In einem Interview deutete er an, dass Hull FCs Nutzung an bestimmte finanzielle oder betriebliche Auflagen geknüpft werden könnte. Diese Bemerkungen lösten eine Reaktion von SMC aus, das nun die Bedingungen vor Saisonbeginn klären will. Weder Hull FC noch SMC haben die Details von Ilicalis Aussagen offiziell bestätigt, doch Insidern zufolge steht eine Entscheidung unmittelbar bevor.

Bedeutung für beide Klubs

Für Hull FC bedeutet eine langfristige Einigung im MKM-Stadion Stabilität für die Super-League-Saison und die Fans. Der Rugby-Klub hatte in der Vergangenheit alternative Spielstätten geprüft, sieht das MKM aber als Identifikationspunkt. Für Hull City könnte die Vertragsgestaltung zusätzliche Einnahmen durch Teilungsgebühren oder verbesserte Sponsoring-Pakete freisetzen.

  • Der aktuelle Pachtvertrag von Hull FC läuft angeblich 2026 aus – die Verhandlungen sind daher von entscheidender Bedeutung.
  • SMC soll finanzielle Beiträge, Instandhaltungskosten und Spielplanprioritäten für beide Klubs festlegen.
  • Ilicalis härtere Linie bei kommerziellen Bedingungen könnte Präzedenzfall für andere Doppelnutzungen sein.

Nächste Schritte und Risiken

SMC wird voraussichtlich innerhalb von zwei Wochen einen überarbeiteten Vorschlag an Hull FCs Vorstand vorlegen. Scheitern die Gespräche, droht dem Rugby-Klub eine Stadionteilung mit einem anderen Verein oder der Bau eines neuen Stadions – eine kostspielige und zeitaufwändige Alternative. Für Hull City schafft eine schnelle Lösung Platz für sommerliche Stadionmodernisierungen und die Saisonvorbereitung. Das Ergebnis wird sowohl von Fußball- als auch Rugby-Fans genau verfolgt, da es die Zukunft gemeinsamer Spielstätten im modernen Sport testet.

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