Hull City sichert sich die Rückkehr in die Premier League nach dominanter Championship-Saison

Hull City hat nach einer herausragenden Championship-Saison 2025/26 den Aufstieg in die Premier League perfekt gemacht. Die Tigers sicherten sich den Platz am Samstag mit einem 2:0-Sieg gegen Coventry City und lösten damit im MKM Stadium große Jubelstürme aus. Trainer Liam Roseniors Team belegte am Ende den zweiten Tabellenplatz, neun Punkte vor dem Drittplatzierten Middlesbrough.

Wie Rosenior eine Aufstiegsmaschine baute

Roseniors taktische Weiterentwicklung war entscheidend. Er wechselte im Oktober von einem vorsichtigen 4-2-3-1 zu einem aggressiven 4-3-3 und entfesselte so das Angriffspotenzial der Mannschaft. Hull erzielte 78 Tore in der Liga – die drittmeisten – und blieb 18 Mal ohne Gegentreffer. Das Hochpressen-System erzwang Ballverluste in der gegnerischen Hälfte, wobei die Mittelfeldspieler Jean Michaël Seri und Ryan Woods 62 Prozent ihrer Zweikämpfe gewannen.

Standardsituationen waren eine Waffe: 14 Tore nach ruhenden Bällen, die drittbeste Quote der Liga. Co-Trainer Justin Walker entwarf Laufwege, die die Innenverteidiger Alfie Jones und Sean McLoughlin am zweiten Pfosten isolierten. Auch Konterangriffe funktionierten perfekt, Flügelstürmer Ozan Tufan legte durchschnittlich 3,2 Dribblings pro Spiel hin.

Die Schlüsselspieler des Aufstiegs

  • Stürmer Óscar Estupiñán: 21 Tore, 7 Vorlagen; sein starkes Ballhalten ermöglichte nachrückenden Spielern den Abschluss.
  • Linksverteidiger Callum Doyle: 8 Vorlagen, 1,9 Torschussvorlagen pro Spiel; der von Man City ausgeliehene Spieler könnte bleiben.
  • Defensiver Mittelfeldspieler Jean Michaël Seri: 89% Passquote, 2,4 Tacklings pro Spiel – der Taktgeber.

Estupiñáns Partnerschaft mit Aaron Connolly (13 Tore) machte Hull gefährlich auf zwei Arten. Connollys Läufe in die Tiefe streckten die Abwehr, wodurch Estupiñán ins Mittelfeld abtauchen konnte. Das Duo erzielte zusammen 34 Tore – das zweitbeste Sturmduo der Liga.

Was bedeutet das für die Premier League?

Hulls Budget wird knapp sein. Besitzer Acun Ilıcalı hat 50 Millionen Pfund für Neuzugänge zugesagt, aber die Konkurrenz mit etablierten Erstligisten erfordert clevere Verpflichtungen. Die Leihe von Joe Gelhardt im Januar wird überprüft: Der Leeds-Stürmer traf fünfmal, aber eine feste Verpflichtung würde 18 Millionen Pfund kosten. Rosenior wird vermutlich einen kreativen Mittelfeldspieler und einen schnellen Innenverteidiger verpflichten wollen.

Der Aufstieg hat auch Auswirkungen auf FPL. Estupiñán (prognostizierte 6,5 Mio. Pfund) könnte ein Geheimtipp sein, da er laut dem Spielplan 2026/27 zu Beginn fünf günstige Spiele hat. Allerdings könnte Hulls Abwehr Probleme bekommen: Sie ließ in der Championship 1,1 xG pro Spiel zu – Premier-League-Angreifer werden Fehler bestrafen.

Für den Titelkampf ist Hulls Aufstieg ein potenzieller Stolperstein. Aufsteiger haben regelmäßig Punkte gegen die „Big Six“ geholt – Brentford besiegte 2022/23 Arsenal. Wenn Hull diese Widerstandsfähigkeit erreicht, könnte der Klassenerhalt gelingen.

Der Weg nach vorne: Klassenerhalt oder Abstiegskampf?

Roseniors Team muss sich schnell anpassen. Ihr Ballbesitzdurchschnitt (58 %) wird sinken; das Spiel ohne Ball zu lernen, ist entscheidend. Der Trainer sucht einen Zielstürmer, der Estupiñán entlastet. Wenn Gelhardt bleibt, könnte sein Tempo bei Kontern wichtig sein. Hulls erste sechs Spiele umfassen Partien gegen Everton, Forest und Luton – machbare Spiele, die den Ton angeben. Ein Fehlstart muss vermieden werden: Drei der letzten vier Aufsteiger, die schlecht starteten, stiegen ab.

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