Hull City jagt Freiburg-Keeper Atubolu

Hull City hat offenbar ein Auge auf Freiburgs Torhüter Noah Atubolu geworfen. Wie AfricaSoccer.com berichtet, ist der 22-Jährige ein Kandidat für den Premier-League-Aufsteiger. Der Deutsch-Nigerianer hat in der Bundesliga überzeugt und könnte die neue Nummer eins bei den Tigers werden.

Hintergrund und Form

Atubolu durchlief die Jugendakademie des SC Freiburg und hat sich in den letzten zwei Jahren zur Stammkraft entwickelt. In über 50 Pflichtspielen für die Breisgauer gelangen ihm 15 Zu-Null-Spiele. Seine Leistungen brachten ihm Einsätze in den deutschen U-Nationalmannschaften ein, doch durch seinen Vater wäre auch ein Wechsel zum nigerianischen Verband möglich.

Der 1,96 m große Keeper besticht durch seine Ausstrahlung, starke Reflexe und gutes Aufbauspiel. In der Bundesliga kommt er auf eine Passquote von 78 Prozent – und passt damit ins moderne Anforderungsprofil eines mitspielenden Torwarts.

Taktische Passform bei Hull City

Hull City bereitet sich auf die Rückkehr in die Premier League vor und muss den Kader verstärken – vor allem auf der Torhüterposition. Der aktuelle Stammkeeper Ryan Allsop machte in der Championship einen soliden Eindruck, doch ihm fehlt die Erfahrung im Oberhaus. Atubolu brächte hingegen junges Potenzial mit und wäre eine Investition in die Zukunft.

Trainer Liam Rosenior setzt auf einen Aufbau von hinten, und Atubolu kann genau das: unter Druck Bälle verteilen. Seine Schnelligkeit und Strafraumbeherrschung könnten zudem die Defensive stabilisieren, die in der Vorsaison 47 Gegentore kassierte.

Transfersituation

Freiburg lässt sich seine Leistungsträger für gewöhnlich teuer bezahlen. Atubolu ist noch bis 2026 gebunden, Hull müsste wohl über zehn Millionen Euro Ablöse auf den Tisch legen – ein Rekord für einen Torwart des Vereins. Der Preis spiegelt aber den überhitzten Markt für junge, talentierte Schlussmänner wider.

Ein Vergleich drängt sich auf: Aston Villa holte 2020 Emiliano Martínez vom FC Arsenal für rund 17 Millionen Euro. Atubolu ist weniger erprobt, hat aber ein enormes Steigerungspotenzial. Hulls Scouting-Abteilung unter Barry Hogg hat bereits mehrfach Talente aus der Bundesliga nach England geholt.

Fantasy Premier League (FPL)

Sollte Atubolu wechseln, wäre er mit einem Preis von rund 4,5 Millionen Pfund eine günstige Option in der FPL. Allerdings haben die Tigers zu Saisonbeginn das schwerste Auftaktprogramm aller Aufsteiger, was ein Investment zunächst wenig attraktiv macht. Doch wenn er sich etabliert und Hull defensiv stabiler steht, könnte er später zum Geheimtipp werden.

Wie geht es weiter?

Hull City wird voraussichtlich in den kommenden Wochen ein erstes Angebot für Atubolu abgeben. Freiburg sträubt sich gegen einen Verkauf, doch der Spieler selbst wäre von der Premier League wohl zu begeistern. Hull kann ihm regelmäßige Einsätze garantieren – das könnte den Ausschlag geben. Sollte der Deal platzen, hat der Klub Alternativen, aber Atubolu bleibt die Wunschlösung.

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