Tottenham Hotspur dicht dran an Cody Gakpo

Tottenham Hotspur ist einem Transfer von Liverpool-Stürmer Cody Gakpo einen Schritt näher gekommen. Berichten zufolge treiben die Nordlondoner ihr Interesse aktiv voran. Der niederländische Nationalspieler, seit Januar 2023 eine feste Größe bei Liverpool, soll einem Wechsel zu einem Premier-League-Rivalen nicht abgeneigt sein – und Spurs scheinen bereit, Liverpools Haltung zu testen.

Laut Berichten erwägt Liverpool einen möglichen Sommerverkauf, um den Kader unter Arne Slot neu zu formen. Die Reds haben in den letzten Transferfenstern schwer investiert, und ein Verkauf von Gakpo könnte beträchtliche Mittel für weitere Verstärkungen einbringen. Tottenham hingegen will seine Offensive für den Kampf um die Top Vier unter Ange Postecoglou weiter verstärken.

Gakpos Weg: Von PSV nach Anfield

Cody Gakpo wechselte für eine Ablöse von zunächst 35 Millionen Pfund von der PSV Eindhoven zu Liverpool – ein Deal, der angesichts seiner starken Leistungen in der Eredivisie weithin als Schnäppchen galt. Seitdem bestritt er über 80 Pflichtspiele für die Reds, erzielte 20 Tore und gab 10 Vorlagen. Seine Vielseitigkeit erwies sich als wertvoll: Der Niederländer kann in der gesamten Offensive eingesetzt werden, sei es als Mittelstürmer oder auf dem linken Flügel.

Unter Jürgen Klopp war Gakpo Stammspieler, doch mit Slot kam ein neuer taktischer Ansatz. Der neue Liverpool-Trainer bevorzugt eine flexiblere Offensivreihe, und Gakpos Anpassungsfähigkeit macht ihn zu einer nützlichen Option. Allerdings könnte seine Einsatzzeit in der kommenden Saison sinken, da junge Talente nachrücken und mögliche Neuzugänge den Konkurrenzkampf verschärfen.

Dieser mögliche Transfer wäre nicht ohne Präzedenzfall. In den letzten Saisons gab es ähnliche Wechsel zwischen Premier-League-Rivalen, etwa als Chelsea 2022 Raheem Sterling von Manchester City verpflichtete. Solche Transfers sind komplex, aber nicht ungewöhnlich, besonders wenn ein Spieler mehr Einsatzzeit sucht.

Was Gakpo zu Tottenham bringen würde

Tottenham sucht einen dynamischen Stürmer, der die vorhandenen Offensivkräfte ergänzt. Mit Son Heung-min, der inzwischen über 30 ist, und wechselhaften Leistungen von Richarlison braucht Postecoglou einen verlässlichen Torjäger. Gakpos Fähigkeit, zentral oder außen zu spielen, würde taktische Flexibilität bieten und dem australischen Trainer erlauben, die Formation zu wechseln, ohne das Teamgefüge zu stören.

Gakpos Pressing und Arbeitsaufwand passen gut zu Postecoglous aggressivem Stil. Er kommt pro Spiel auf durchschnittlich 1,8 Tacklings und 6,5 Balleroberungen und gehört damit zu den besten Stürmern der Premier League. Seine Ankunft würde auch die Standardsituationen verbessern, denn er ist kopfballstark und gewinnt 2,3 Luftzweikämpfe pro Spiel.

Aus Fantasy-Premier-League-Sicht wäre ein Wechsel Gakpos bedeutsam. Aktuell ist er bei 12,4 % der FPL-Manager im Kader, sein Preis von 7,5 Millionen könnte bei einem Wechsel zu einem offensiveren Klub leicht steigen. Tottenhams kommende Spiele sind vielversprechend: fünf der nächsten sieben Ligapartien gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte – das macht Gakpo zu einer attraktiven Differenzialoption.

Was bedeutet das für Liverpool?

Für Liverpool wäre ein Verkauf Gakpos eine kalkulierte Entscheidung. Der Klub durchläuft eine Übergangsphase, mehrere Schlüsselspieler nähern sich dem Ende ihrer Karriere. Die Einnahmen aus seinem Verkauf könnten Slot ermöglichen, einen jüngeren, vielseitigeren Stürmer zu verpflichten, der zu seiner langfristigen Vision passt.

Liverpool wird mit einem Transfer für einen neuen Rechtsaußen in Verbindung gebracht, und die mögliche Ablöse von rund 40 Millionen Pfund für Gakpo könnte dafür genutzt werden. Zudem ist die Vertragssituation von Mohamed Salah weiter ungeklärt – der Klub muss vielleicht ohne seinen ägyptischen Star planen. Gakpos Abschied würde Gehälter und Kaderplätze freimachen und so für eine ausgewogenere Struktur sorgen.

  • Ein Verkauf Gakpos würde einen beträchtlichen Gewinn gegenüber der ursprünglichen Investition einbringen und die Financial-Fairplay-Bilanz von Liverpool verbessern.
  • Der Wechsel würde Startplätze für Talente wie Ben Doak freimachen, der in der letzten Saison auf Leihbasis bei Middlesbrough überzeugte.
  • Ihn an einen direkten Rivalen zu verkaufen birgt Risiken, doch Liverpool hat ähnliche Deals bereits gemacht, etwa als Raheem Sterling 2015 zu Manchester City wechselte.

Wird Tottenham den Deal abschließen?

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, wenn Tottenham und Liverpool in Verhandlungen treten. Tottenham dürfte zunächst ein Angebot von etwa 30 Millionen Pfund abgeben, Liverpool könnte jedoch auf rund 40 Millionen Pfund bestehen, angesichts Gakpos internationaler Klasse und Premier-League-Erfahrung.

Es gibt auch Konkurrenz aus dem Ausland, mehrere europäische Klubs beobachten die Lage. Doch Tottenhams Aussicht auf regelmäßige Einsätze und die offensive Spielweise unter Postecoglou könnten den Ausschlag geben. Das Sommer-Transferfenster öffnet offiziell am 14. Juni – die Saga dürfte sich zuspitzen, und Spurs-Fans hoffen auf eine schnelle Einigung.

Alle Blicke sind nun auf den Verhandlungstisch gerichtet. Gelingt Tottenham eine Einigung, sichern sie sich einen etablierten Premier-League-Akteur, der das fehlende Puzzleteil im Kampf um die Champions League sein könnte. Liverpool wiederum möchte die Ablöse maximieren für einen Spieler, der gute Dienste geleistet hat, aber womöglich nicht in die langfristigen Pläne passt.

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