Everton bietet sich Anthony Martial als Free Agent an – Stürmersuche intensiviert sich
Everton hat sich eine überraschende Marktchance geboten, nachdem dem Klub die Verpflichtung von Anthony Martial angeboten wurde, wie aus Berichten hervorgeht. Der frühere Manchester-United-Stürmer ist vertragslos, und die Toffees erwägen einen Transfer, um ihre Offensive zu verstärken.
Hintergrund und Kontext
Martial, der neun Spielzeiten in Old Trafford verbrachte, nachdem er 2015 aus Monaco gekommen war, verließ Manchester United am Ende seines Vertrags im Sommer. Die Karriere des Franzosen bei United war eine Mischung aus Glanz und Inkonsistenz – seine beste Saison hatte er 2019/20, als er in allen Wettbewerben 23 Tore erzielte. Verletzungen und Formverlust begrenzten ihn jedoch auf nur 16 Einsätze in der vergangenen Saison, und der Klub entschied sich, seinen Aufenthalt nicht zu verlängern.
Evertons Interesse an Martial ist Teil einer breiteren Suche nach einem Mittelstürmer. Der Klub von der Merseyside war auf dem Transfermarkt aktiv, hat aber noch keinen etablierten Torjäger verpflichtet. Berichten zufolge gab es am Deadline Day ein spätes Angebot für Tammy Abraham, aber der Deal kam nicht zustande. Nun könnte Everton mit Martial einen prominenten Spieler ohne Ablöse verpflichten, obwohl dessen Gehaltsforderungen erheblich wären.
Martials Vielseitigkeit ist eine Schlüsseleigenschaft. In erster Linie Stürmer, kann er auch auf dem linken Flügel oder als hängende Spitze agieren. Sein Tempo und seine Dribbelstärke haben die Abwehrreihen der Premier League immer wieder vor Probleme gestellt, aber seine Ausbeute hat in den letzten Saisons nachgelassen. Seit Beginn der Spielzeit 2021/22 erzielte er nur 11 Ligatore – ein deutlicher Kontrast zu seiner früheren Form.
Auswirkungen und Analyse
Sollte Everton Martial verpflichten, würde das Trainer Sean Dyche eine andere offensive Dimension eröffnen. Dyche bevorzugt normalerweise einen direkten Stil mit physisch starken Stürmern, die den Ball halten und Mitspieler einbinden können. Martial ist nicht dieser Spielertyp; er blüht auf, wenn er in die Tiefe läuft und sich mit kreativen Mittelfeldspielern kombiniert. Das könnte Dyche zwingen, seinen Ansatz anzupassen, möglicherweise indem er Martial in einem Sturmduo oder auf den Flügeln einsetzt.
Aus statistischer Sicht sind Martials zugrunde liegende Werte gesunken. In der letzten Saison kam er auf durchschnittlich 1,4 Schüsse pro 90 Minuten in der Premier League – gegenüber 2,8 in seinen besten Jahren. Auch sein erwarteter Torwert (xG) pro 90 Minuten fiel auf 0,32, was auf weniger hochkarätige Chancen hindeutet. Mit 28 Jahren hat er jedoch noch Zeit, seine beste Form wiederzufinden, besonders wenn er fit bleibt.
Die finanziellen Auswirkungen sind entscheidend. Als vertragsloser Spieler würde Martial eine beträchtliche Unterschriftsprämie und ein Gehalt von wahrscheinlich über 100.000 Pfund pro Woche verlangen. Everton hat die Financial-Fair-Play-Regeln im Blick, nachdem der Verein in der letzten Saison Punktabzüge hinnehmen musste. Daher müsste jeder Deal sorgfältig strukturiert werden. Doch die eingesparte Ablöse könnte Spielraum für Gehälter schaffen, was den Transfer attraktiver macht.
Für Fantasy-Premier-League-Manager ist Martials möglicher Wechsel zu Everton interessant. Früher war er ein beliebter FPL-Spieler, mit einer Eigentümerquote von über 20 % in seiner starken Saison 2019/20. Sein Preis würde jedoch wahrscheinlich konservativ festgesetzt, etwa bei 6,5 bis 7,5 Millionen, angesichts seiner geringen Spielzeit in letzter Zeit. Wenn er unterschreibt, könnte er einen Mehrwert bieten, besonders in den ersten Wochen, aber seine Einsatzzeiten müssten beobachtet werden, da Dyche ihn möglicherweise langsam aufbaut.
- Martial erzielte 63 Premier-League-Tore in 209 Einsätzen für Manchester United.
- Er hat seit 2020/21 nicht mehr zweistellig getroffen, als er in 23 Spielen 7 Tore schoss.
- Everton erzielte in der letzten Saison nur 40 Ligatore – die vierniedrigste Ausbeute der Liga.
Wie geht es weiter?
Evertons Entscheidung über Martial wird wahrscheinlich von ihrem Gehaltsbudget abhängen und davon, ob sie einige aktuelle Spieler abgeben können. Der Klub wurde mit anderen Stürmerzielen in Verbindung gebracht, aber Martials Verfügbarkeit als Free Agent macht ihn zu einer attraktiven Option. Da das Transferfenster geschlossen ist, ist die Verpflichtung eines vertragslosen Spielers einer der wenigen Wege, sich bis Januar zu verstärken. Die nächsten Spiele von Everton könnten die Dringlichkeit erhöhen, denn es warten schwierige Aufgaben gegen Brentford und Arsenal. Sollten sie torlos bleiben, dürfte der Druck auf die Verantwortlichen steigen, den Deal unter Dach und Fach zu bringen.
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