EFL-Boss zuversichtlich: Hulls Play-off-Ergebnis bleibt trotz juristischer Drohung bestehen
Hull City droht mit rechtlichen Schritten nach der 1:2-Niederlage gegen Coventry City im Championship-Play-off-Finale, aber EFL-Geschäftsführer Trevor Birch besteht darauf, dass das Ergebnis jeder Anfechtung standhalten wird. Die Tigers behaupten, der VAR habe ein klares Handspiel vor Coventrys Siegtor übersehen.
Hulls Fall: Angeblich VAR-Fehler
Hull Citys Anwälte argumentieren, dass Coventrys zweites Tor wegen Handspiels von Mittelfeldspieler Ben Sheaf hätte aberkannt werden müssen. Wiederholungen zeigten, dass der Ball vor der Vorlage zu Viktor Gyökeres, der traf, Sheafs Arm berührte. Schiedsrichter John Brooks sah sich die Szene nicht am Monitor an.
Nach EFL-Regularien können Vereine Spielentscheidungen nach dem Spiel nicht anfechten, aber Hull glaubt, der Fehler sei so gravierend, dass er einen Vertragsbruch darstelle. Sie haben Anwälte eingeschaltet und bereiten eine formelle Beschwerde beim FA vor.
EFLs Haltung: Ergebnis bleibt bestehen
Trevor Birch, der zuvor als EFL-Geschäftsführer tätig war, sagte talkSPORT, dass das Ergebnis bindend sei. 'Die Spielregeln sind klar: Die Entscheidung des Schiedsrichters ist endgültig. Es gibt keine Möglichkeit, ein Ergebnis aufgrund eines VAR-Fehlers rückwirkend zu korrigieren, selbst wenn einer passiert ist.'
Birch betonte auch, dass die eigenen EFL-Regeln rechtliche Schritte gegen die Liga verbieten. 'Vereine stimmen unseren Vorschriften zu, die eine Schiedsklausel beinhalten. Dies vor Gericht zu bringen, wäre ein Bruch dieser Regeln.'
Historische Präzedenzfälle: Ähnliche Fälle
2024 drohte West Bromwich Albion mit rechtlichen Schritten wegen einer umstrittenen Abseitsentscheidung im Play-off-Halbfinale, ließ den Fall aber fallen, nachdem die EFL Sanktionen androhte. Auch Derby County scheiterte 2022 mit dem Versuch, einen Punktabzug gerichtlich aufzuheben.
Der einzige Präzedenzfall für eine Ergebnisaufhebung liegt vor, wenn ein klarer administrativer Fehler vorliegt, wie z. B. ein falscher Platzverweis. Kein Fall hatte Erfolg aufgrund einer subjektiven Schiedsrichterentscheidung.
Auswirkungen auf Hull City und Coventry
Für Hull ist die Klage ein letzter Versuch, den Premier-League-Aufstieg zu retten, der geschätzte 170 Millionen Pfund einbringen würde. Die Vereinsbesitzer sollen bereit sein, die Kosten zu tragen, aber ein Scheitern könnte zu einer Geldstrafe oder einem Punktabzug führen.
Coventry City bereitet sich derweil auf die erste Premier-League-Saison seit 2001 vor. Vereinsvertreter zeigen sich zuversichtlich, dass das Ergebnis bestehen bleibt. Geschäftsführer Dave Boddy erklärte: 'Wir vertrauen voll und ganz auf die Integrität des Wettbewerbs.'
- Hull City droht eine Geldstrafe oder ein Punktabzug, wenn die Klage von der EFL als frivol eingestuft wird.
- Coventrys Aufstieg ist über 170 Millionen Pfund wert, daher ist es unwahrscheinlich, dass sie einer Wiederaufnahme des Ergebnisses zustimmen.
- Die EFL könnte künftig VAR-Reformen in Betracht ziehen, aber Birch betont, dass keine Regeländerungen unmittelbar bevorstehen.
Wie geht es weiter?
Hull City hat eine Woche Zeit, um die Klage einzureichen. Die EFL wird jede rechtliche Aktion energisch abwehren, und Birch erwartet, dass die Angelegenheit innerhalb eines Monats geklärt ist. Wenn Hull weitermacht, riskieren sie, die Liga und andere Vereine zu verärgern, die die Herausforderung als Angriff auf die Endgültigkeit des Sports betrachten. Coventrys Premier-League-Platz ist vorerst sicher, aber die rechtliche Wolke wird bleiben, bis der Fall fallengelassen oder abgewiesen wird.
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