Barça erhöht Offerte für Rodri – doch City bleibt hart

Der FC Barcelona hat einem Bericht zufolge ein drittes Angebot für Manchester Citys Mittelfeldspieler Rodri vorgelegt. Doch die Katalanen liegen mit ihrer Offerte immer noch deutlich unter den geforderten 70 Millionen Euro Ablöse. Wie die „Independent“ berichtet, treiben die Spanier die Verhandlungen um den 25-Jährigen voran, doch der Premier-League-Meister zeigt sich unbeeindruckt und besteht auf seiner Bewertung.

Verhandlungen intensivieren sich

Laut dem Bericht ist das dritte Angebot der Katalanen nach zwei abgelehnten Offerten die nächste Eskalationsstufe im Poker um den defensiven Mittelfeldspieler. Die genauen Zahlen wurden nicht genannt, doch es gilt als sicher, dass City nichts unterhalb der 70-Millionen-Euro-Marke akzeptieren wird. Rodri, der eine Schlüsselrolle im System von Pep Guardiola einnimmt, steht im Etihad-Stadion noch bis 2027 unter Vertrag – das gibt den Citizens erhebliche Verhandlungsmacht.

Die Bedeutung von Rodri für Manchester City kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Seit seinem Wechsel von Atlético Madrid im Jahr 2019 für damals 62,8 Millionen Euro hat er sich zu einem der besten defensiven Mittelfeldspieler der Welt entwickelt. Seine Fähigkeit, die Abwehr abzuschirmen, das Tempo zu bestimmen und auch in der Offensive Akzente zu setzen, war entscheidend für die nationale Dominanz von City. In der vergangenen Saison bestritt er 49 Pflichtspiele, erzielte sieben Tore und bereitete sieben weitere vor.

Taktischer und marktpolitischer Kontext

Aus taktischer Sicht würde ein Abgang von Rodri eine erhebliche Lücke im Mittelfeld von City hinterlassen. Guardiolas System basiert stark auf der Positionsdisziplin und der Passstärke seines Sechsers. Zwar wurde Kalvin Phillips im Sommer als Backup verpflichtet, doch er kommt bisher kaum zum Zug. City müsste im Falle eines Abgangs die Ablöse in einen gleichwertigen Ersatz reinvestieren. Im aktuellen Markt sind Top-Sechser teuer: Declan Rice wechselte für 105 Millionen Euro zum FC Arsenal, Moises Caicedo für 115 Millionen zum FC Chelsea – das treibt die Preise.

Rodris Alter und Vertragssituation machen ihn zu einem wertvollen Aktivposten, und Citys Preisvorstellung erscheint im Vergleich durchaus angemessen. Barcelona jedoch kämpft mit finanziellen Restriktionen und sucht offenbar einen Deal unter Marktwert. Die Katalanen waren auf dem Transfermarkt aktiv, doch ihre Fähigkeit, teure Transfers abzuwickeln, bleibt fraglich.

Für Fantasy-Premier-League-Manager hätte ein möglicher Abgang Konsequenzen: Rodri ist bei etwa acht Prozent der Manager im Kader und steht bei 5,5 Millionen Pfund im Preis – eine verlässliche Quelle für Punkte durch Tacklings, Interceptions und gelegentliche Tore. Sollte er wechseln, würde City wohl einen Ersatz holen, der zum beliebten Budget-Option werden könnte.

Wie geht es weiter?

Das dritte Angebot von Barcelona zeigt, dass sie es ernst meinen, doch die Kluft zwischen den Offerten und der City-Forderung ist offenbar erheblich. Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Scheitern die Katalanen an der Ablöse, könnte City hart bleiben und einen Spieler behalten, der für die Titelambitionen unabdingbar ist. Sollte man sich doch einigen, stünde City vor einem Wettlauf gegen die Zeit, um vor Transferschluss einen Ersatz zu verpflichten.

Der Ausgang dieser Saga wird auch das Kräfteverhältnis in der Premier League beeinflussen. City strebt den vierten Titel in Folge an, und jede Störung im Mittelfeld könnte den Rivalen Arsenal, FC Liverpool und Manchester United Chancen eröffnen. Vorerst wirkt Citys Haltung entschlossen, doch im Transfergeschäft kann sich alles schnell ändern.

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