Atletico Madrid sichert sich 34,2 Mio. Euro Deal für Cristian Romero
Cristian Romero steht vor dem Abschied von Tottenham Hotspur: Der Nordlondoner Klub hat sich mit Atletico Madrid auf eine Ablöse von 34,2 Millionen Euro geeinigt. Der argentinische Innenverteidiger, der bei Spurs Kapitän war, wird nun den Medizincheck absolvieren und persönliche Vertragsdetails in Madrid finalisieren.
Hintergrund: Romeros Zeit bei Tottenham
Romero wechselte 2021 zu Tottenham und etablierte sich schnell als Schlüsselspieler in der Defensive. Bekannt für sein aggressives Ballgewinnspiel und seine Fähigkeit, das Spiel von hinten aufzubauen, wurde er zum Liebling der Fans. In seiner Zeit beim Klub absolvierte er über 100 Spiele und trug die Kapitänsbinde mit Auszeichnung.
Doch in den letzten Saisons kämpfte Tottenham um Konstanz, und mit dem Neuaufbau unter neuer Führung markiert Romeros Abgang einen bedeutenden Einschnitt. Die Ablöse von 34,2 Millionen Euro stellt eine ordentliche Rückkehr für einen Spieler dar, der damals für rund 47 Millionen Euro (inklusive Bonuszahlungen) von Atalanta kam.
Taktisch hinterlässt Romeros Wechsel eine Lücke in Tottenhams Abwehr. Sein proaktiver Stil, der ihn oft in das Mittelfeld vorrücken ließ, um Angriffe zu unterbinden, muss nun von Neuzugängen oder vorhandenen Spielern ersetzt werden. Der Pressing-Ansatz des Klubs erfordert Anpassungen, auch wenn mit Micky van de Ven und Ben Davies Alternativen existieren.
Auswirkungen auf beide Klubs
Für Atletico Madrid bedeutet diese Verpflichtung eine Verstärkung der Defensive. Diego Simeones Mannschaft ist für ihre stabile Abwehr bekannt, und Romeros Aggressivität passt in dieses Konzept. Sein Spielverständnis und seine letzten Tacklings entsprechen der intensiven, organisierten Verteidigungsarbeit, die Simeone fordert. Die Ablöse ist in heutigen Marktverhältnissen moderat - ein mögliches Schnäppchen, falls Romero zu alter Form findet.
Aus Premier-League-Sicht ist der Verlust eines Spielers von Romeros Kaliber für Tottenham ein Schlag. Die Einnahmen müssen nun klug reinvestiert werden, und da das Transferfenster noch geöffnet ist, werden die Fans auf mögliche Neuzugänge achten. Die Kapitänsfrage muss ebenfalls neu beantwortet werden, wobei Heung-min Son oder James Maddison als Kandidaten gehandelt werden.
- Romeros Abgang hinterlässt eine Lücke in der Innenverteidigung, denn letzte Saison kam er in allen Wettbewerben nur auf 24 Einsätze in der Startelf.
- Tottenham wird mit verschiedenen Innenverteidigern als Ersatz in Verbindung gebracht, aber konkret ist noch nichts.
- Atletico Madrid hat in diesem Fenster nun drei Spieler verpflichtet und dabei rund 90 Millionen Euro ausgegeben.
Fantasy Premier League und Trainerperspektiven
Für FPL-Manager war Romero eher eine Randnotiz: Nur unter 3 Prozent der Manager besaßen ihn. Seine 70 Punkte in der letzten Saison resultierten aus soliden Tacklings und gelegentlichen Zu-Null-Spielen. Sein Abgang reduziert Tottenhams Defensivpotenzial und macht die Startelf für FPL-Zwecke unattraktiver.
Der neue Tottenham-Trainer Ange Postecoglou muss seine hohe Abwehrlinie ohne Romeros Tempovorteil anpassen. Historisch bevorzugten Postecoglou-Teams Ballbesitz und Pressing, was die verbleibenden Verteidiger zusätzlich fordert.
Wie geht es weiter?
Romero soll im Wanda Metropolitano einen Fünfjahresvertrag unterschreiben; eine offizielle Bekanntgabe steht unmittelbar bevor. Tottenham hingegen muss entscheiden, ob sie einen gleichwertigen Ersatz auf dem Markt suchen oder auf junge Talente wie Ashley Phillips setzen. Mit den 34,2 Millionen Euro verfügen die Spurs über beachtliche Mittel und hoffen, bis zum Transferschluss noch weitere Geschäfte abzuschließen.
Der Transfer verschiebt auch das Kräfteverhältnis in La Liga, wo Atletico den Rückstand auf Real Madrid und Barcelona verkürzen will. Mit Romero in ihren Reihen gewinnen sie einen Verteidiger, der auf höchstem europäischen Niveau erprobt ist. Für Tottenham gilt es nun, die Defensive neu aufzubauen, die letzte Saison 61 Gegentore kassierte - eine Bilanz, die verbessert werden muss, um wieder um europäische Plätze zu kämpfen.
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