Arsenal öffnet Tür für Zubimendi-Abschied – 77-Millionen-Ablöse festgelegt

Arsenal ist bereit, im Sommer über einen Verkauf von Mittelfeldspieler Martin Zubimendi zu sprechen. Der FC Chelsea zeigt großes Interesse, auch Real Madrid beobachtet die Lage aufmerksam, wie Medien übereinstimmend berichten.

Die Gunners sollen für den spanischen Nationalspieler, der seit seinem Wechsel eine zentrale Rolle im Mittelfeld von Mikel Arteta spielt, eine Ablöse von 77 Millionen Euro (rund 66 Mio. Pfund) verlangen. Die Bereitschaft, Angebote zu prüfen, deutet jedoch auf einen möglichen Abschied hin.

Hintergrund: Zubimendis Rolle und aktuelle Form

Zubimendi ist ein integraler Bestandteil des Arsenal-Mittelfelds, bekannt für seine Ballruhe und sein Tempo-Diktat. In dieser Saison stand er in 28 von 30 Premier-League-Spielen in der Startelf, lieferte drei Vorlagen und eine Passquote von 91 Prozent. Auch defensiv überzeugte er mit durchschnittlich 2,1 Tacklings und 1,8 Interceptions pro Spiel.

Doch durch die wachsende Konkurrenz im Kader und den Zwang zur Einhaltung der Financial-Fairplay-Regeln könnte Arsenal bereit sein, einen ihrer wertvollsten Spieler zu Geld zu machen. Bei einer Ablöse von 77 Millionen Euro würde der Klub einen ordentlichen Gewinn im Vergleich zu den 50 Millionen Euro erzielen, die man 2024 an Real Sociedad überwiesen hatte.

Das Interesse des FC Chelsea ist verständlich: Die Londoner suchen einen defensiven Mittelfeldspieler als Anker für ihr Zentrum. Real Madrid wiederum gilt als langjähriger Bewunderer und könnte in Zubimendi den Nachfolger von Toni Kroos sehen.

Auswirkungen auf Arsenals taktisches System

Sollte Zubimendi gehen, müsste Arteta sein Mittelfeld neu ordnen. Declan Rice spielte meist die offensivere der beiden Sechser, kann aber auch tiefer agieren. Alternativ könnte Jorginho, der in dieser Saison nur sporadisch zum Einsatz kam, aufrücken – oder Neuzugang Mikel Merino in eine defensivere Rolle rücken.

Der Abschied würde zudem die Tür für den 18-jährigen Myles Lewis-Skelly öffnen, der in den Cup-Wettbewerben bereits auf sich aufmerksam machte und mehr Spielzeit im Profiteam erhalten könnte.

Ohne Zubimendis Positionsspiel könnte die Pressing-Intensität von Arsenal etwas nachlassen. Die zusätzlichen Einnahmen könnten jedoch in einen flügelstarken Angreifer oder Stürmer investiert werden – Bereiche, mit denen der Klub in diesem Sommer stark in Verbindung gebracht wird.

Transfermarkt-Kontext und Vergleiche

Mit 77 Millionen Euro würde Zubimendi zum zweitteuersten defensiven Mittelfeldspieler aller Zeiten – nur Declan Rices Wechsel zu Arsenal für 105 Millionen Euro war teurer. Die Summe wäre vergleichbar mit dem, was Chelsea für Enzo Fernandez (106 Mio.) bezahlte, liegt aber unter den 80 Millionen Euro, die Manchester City 2019 für Rodri investierte.

Angesichts des überhitzten Marktes ist 77 Millionen eine realistische Bewertung für einen Spieler von Zubimendis Kaliber. Für Chelsea wäre es ein Statement-Transfer unter dem neuen Trainer, für Real Madrid angesichts der finanziellen Möglichkeiten eine eher moderate Ausgabe.

Auswirkungen auf die Fantasy Premier League

Zubimendi ist kein FPL-Spieler, der viele Punkte erzielt; seine Besitzquote von 3,6 Prozent und sein Preis von 5,6 Millionen Euro spiegeln seine begrenzte Offensivstärke wider. Ein Wechsel zu Chelsea könnte seine FPL-Aussichten jedoch verändern: Das System der Blues könnte ihm mehr Freiheiten nach vorne erlauben und so seine Torbeteiligung erhöhen.

Bei Arsenal könnte ein Ersatz günstiger und offensiver ausgerichtet sein, was defensiv orientierten FPL-Managern eine Budget-Option böte. Falls Arsenal mit den Einnahmen einen Stürmer verpflichtet, könnte dieser zum Differenzkicker werden.

Wie geht es weiter für Arsenal und Zubimendi?

Arsenal erwartet Gebote, sobald das Fenster am 1. Juni öffnet. Chelsea wird sein Interesse voraussichtlich konkretisieren, doch Real Madrids langjährige Verfolgung könnte ein Bieterwettstreit auslösen. Die Gunners stehen finanziell nicht unter Druck und werden Zubimendi nur bei Erfüllung ihrer Preisvorstellungen ziehen lassen.

Für Zubimendi selbst wäre ein Wechsel eine neue Herausforderung mit Aussicht auf regelmäßige Einsätze und der Chance auf weitere Titel. Arsenal muss entscheiden, ob es die Gelder klug reinvestieren kann, um den Abstand zu Manchester City an der Tabellenspitze zu verkürzen.

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