Alonso wütet nach Hull-Remis: Chelsea viel zu weich
Xabi Alonso hat seine Chelsea-Mannschaft nach dem 2:2 gegen Hull City am Samstag, den 12. September 2026, im Stamford Bridge als „weich“ kritisiert. Die Blues trafen zweimal, kassierten aber ebenso viele Gegentore und warten damit weiter auf ein Zu-null – mittlerweile seit 20 Premier-League-Partien.
- Spiel: Chelsea 2:2 Hull City
- Ort: Stamford Bridge
- Wettbewerb: Premier League
- Tore: Morgan Rogers (Chelsea), Mohamed Belloumi x2 (Hull), Joao Pedro (Chelsea)
- Trainer-Fazit: Alonso nannte Chelsea „weich“ und sagte, sein Team habe bekommen, was es verdient habe
- Nächstes Spiel: Brentford auswärts am Freitag, vor der Länderspielpause
Bestätigte Aufstellungen
Die vollständigen Startformationen oder Ersatzbänke wurden im Ausgangsartikel nicht genannt. Die folgenden Spieler werden ausdrücklich als am Spiel beteiligt aufgeführt:
Chelsea
Genannte Spieler: Emiliano Martinez, Malo Gusto, Jorrel Hato, Moises Caicedo, Morgan Rogers, Joao Pedro, Cole Palmer.
Hull City
Genannte Spieler: Mohamed Belloumi, Oli McBurnie, Mohamed-Ali Cho, Lucas Herrington.
Aufstellungshinweise
Alonso traf die taktische Entscheidung, Jorrel Hato zur Halbzeit auszuwechseln. Auch Malo Gusto wurde ersetzt – eine Maßnahme, die von einigen Chelsea-Fans im Stamford Bridge gefeiert wurde. Moises Caicedo fehlte verletzungsbedingt. Neuzugang Maxence Lacroix wurde nicht in den Spieltagskader berufen.
Was gesagt wurde
„Wir hatten ein oder zwei gute Chancen auf den Siegtreffer, aber du bist hinten trotzdem offen. Nicht zufrieden. Wir können es besser machen. Wir haben bekommen, was wir verdient haben.“
„Wir müssen stabiler und kontrollierter sein. [Wir haben] neue Spieler und neuen Trainerstab. Das ist der Prozess. In ein paar Monaten werden wir sicher besser kontrollieren können.“
„Das ist alles vielleicht unterhaltsam, aber ich hoffe, dass Sie eines Tages sagen: Es war ein langweiliges Spiel, und wir haben gewonnen und diese unterhaltsamen Momente nicht zugelassen. Aber sicher wiederholen sich einige Muster, die wir zeigen.“
„Es wird Zeit brauchen oder Momente, um das abzustellen, wenn wir in Führung gehen und trotzdem weiter kämpfen müssen und dem Gegner nicht so leicht die Chance geben dürfen zurückzukommen. Besonders beim ersten Gegentor können wir viel besser sein.“
„Es war zu weich, ihnen diese Hoffnung zu geben, denn bis dahin hatten wir das Spiel kontrolliert und Chancen kreiert. Aber dieser Moment hat die Stimmung und den Spielstand verändert, und darüber müssen wir sprechen, das adressieren und wir werden besser werden. Aber im Moment hat es Auswirkungen auf unsere Leistungen.“
„Insgesamt denke ich, dass wir in jedem Bereich besser angreifen als verteidigen. Wir wissen, dass das ein großes Thema für uns ist. Es sind sicher nur vier Spiele, aber die Dynamik beim Gegentore-Kassieren gefällt mir nicht, und wir müssen viel besser werden. Offenes Spiel, Standards, lange Bälle, diese Härte, dieser Wettkampfgeist – wir können besser sein.“
„Chelsea ist in Umschaltsituationen völlig von der Rolle. Wenn sie den Ball verlieren, sind sie weit offen. Die Gegentore sind einfache Fehler. Individuell und als Abwehrverbund sind sie so weit weg und kassieren Tor um Tor. Mit dieser Defensivleistung werden sie in dieser Saison nicht erreichen, was sie wollen.“
„[Emiliano Martinez war der] Mann des Spiels.“
Alonsos Worte offenbaren einen Trainer, den wiederkehrende Fehler frustrieren, nicht mangelnde Angriffsqualität. Er verwies auf individuelle Aussetzer wie Jorrel Hatos Fehleinschätzung einer Flanke vor dem Hull-Ausgleich und das verpasste Klären einer Ecke vor Mohamed Belloumis zweitem Treffer. Der Spanier wies zudem die Idee zurück, eine Viererkette sei die Lösung, und rahmte es als Frage der Spielerprofile und Qualitäten ein.
Ashley Williams' Einschätzung fiel deutlicher aus: Er hob strukturelle Probleme im Umschaltspiel und grundlegende Abwehrfehler hervor. Während Chelseas Angriff in prächtiger Verfassung ist, lastet der Druck auf Alonso, die Defensive schnell zu reparieren.
Die Zahlen
- Chelsea hat in dieser Saison 10 Tore erzielt.
- Chelsea hat in jedem der ersten vier Ligaspiele zwei oder mehr Gegentore kassiert – erstmals seit 11 Jahren.
- Chelsea hat in dieser Saison bislang neun Gegentore in der höchsten Spielklasse kassiert.
- Nur Crystal Palace und Ipswich Town haben mehr als Chelseas neun Gegentore kassiert.
- Chelsea wartet seit Januar in 20 Ligaspielen auf ein Zu-null.
- Das ist Chelseas längste Serie ohne Zu-null seit 65 Jahren.
- Alonso änderte in dieser Woche in drei aufeinanderfolgenden Spielen die Formation: bei der Niederlage gegen Arsenal, beim 6:3 im Carabao Cup gegen Leeds und beim Remis gegen Hull.
Warum Chelseas Defensivprobleme tiefer gehen als die Formation
Xabi Alonso hat an der Formation geschraubt und von Dreier- auf Viererkette umgestellt, doch die Probleme bleiben. Die Gegentore gegen Hull entstanden durch eine fehleingeschätzte Flanke von Jorrel Hato und ein verpasstes Klären einer Ecke vor Mohamed Belloumis zweitem Treffer. Das sind individuelle und kollektive Fehler, keine strukturellen. Das Fehlen von Moises Caicedo im Mittelfeld beraubt Chelsea des Schutzes vor der Abwehr.
Alonsos Aussage, dass „wir in jedem Bereich besser angreifen als verteidigen“, ist bezeichnend. Mit Cole Palmer, Morgan Rogers und Joao Pedro in bestechender Form kann Chelsea die meisten Teams überbieten, doch die Unfähigkeit, Führungen zu halten, kostet Punkte. Die Entscheidung, Neuzugang Maxence Lacroix außen vor zu lassen, deutet darauf hin, dass Alonso noch nach der richtigen Abwehrkombination sucht.
Die Reise zu Brentford am Freitag wird ein harter Test, angesichts der Gefahr der Bees bei Standards. Chelseas Abwehr muss sich schnell verbessern, sonst könnte die Saison vor der Länderspielpause entgleisen.
Gesprächsthemen
- Behindert Xabi Alonsos ständiges Ändern der Formation tatsächlich Chelseas defensive Abstimmung – oder sind die Spieler einfach nicht gut genug?
- Hätte Chelsea im Sommertransferfenster einen defensiven Mittelfeldspieler statt Angreifer priorisieren sollen?
- Emiliano Martinez wurde von Hulls Trainer zum Mann des Spiels gewählt – zeigt das, wie schlecht Chelseas Abwehr war?
- Kann Chelsea mit 20 Ligaspielen ohne Zu-null in dieser Saison realistisch um den Titel kämpfen?
Wie es weitergeht
Chelsea reist am Freitag zu Brentford, dem letzten Spiel vor der dreiwöchigen Länderspielpause. Brentford ist für seine Gefahr bei Standards bekannt – genau der Bereich, in dem Chelsea Schwierigkeiten hat. Alonso kann bis zum Januar-Transferfenster keine neuen Spieler verpflichten, also müssen Verbesserungen auf dem Trainingsplatz entstehen. Ein positives Ergebnis ist nötig, um das Schiff zu stabilisieren.
Häufig gestellte Fragen
Wie endete das Spiel zwischen Chelsea und Hull City?
Chelsea spielte am Samstag, den 12. September 2026, im Stamford Bridge 2:2 gegen Hull City.
Wer erzielte die Tore für Chelsea gegen Hull?
Morgan Rogers und Joao Pedro trafen für Chelsea, Cole Palmer war an beiden Toren beteiligt.
Wann ist Chelseas nächstes Spiel?
Chelsea reist am Freitag zu Brentford, dem letzten Spiel vor der dreiwöchigen Länderspielpause.
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