Liverpool nimmt PSG-Verteidiger Zabarnyi ins Visier
Liverpool hat offenbar erste Gespräche mit Paris Saint-Germain über einen Transfer des ukrainischen Innenverteidigers Ilya Zabarnyi aufgenommen. Laut der spanischen Quelle Fichajes liegt die Ablösesumme bei rund 35 Millionen Pfund. Der 23-Jährige, der zuvor beim AFC Bournemouth überzeugte, steht bei den Reds von Trainer Arne Slot hoch im Kurs.
Von Bournemouth zu PSG – Zabarnyis rasanter Aufstieg
Zabarnyi wechselte im Januar 2023 für umgerechnet 20 Millionen Pfund von Dynamo Kiew zu Bournemouth. Unter Trainer Andoni Iraola etablierte er sich schnell als Stammkraft in der Abwehr der Cherries und absolvierte in der Saison 2023/24 29 Premier-League-Einsätze. Seine Stärken – starke Kopfballduelle, ruhiger Spielaufbau und gute Positionsdisziplin – brachten ihm im Sommer 2025 den Wechsel zu PSG für kolportierte 40 Millionen Pfund ein. Bei den Franzosen entwickelte er sich weiter und sammelte Spielpraxis in Ligue 1 und Champions League.
Nun soll Liverpool den Ukrainer an die Anfield Road locken. Die gemeldeten 35 Millionen Pfund bedeuten für PSG einen leichten Verlust, könnten aber den Wunsch des Spielers nach regelmäßiger Einsatzzeit widerspiegeln, der in Paris großer Konkurrenz ausgesetzt ist. Für Liverpool würde der Transfer eine langfristige Lösung neben Virgil van Dijk bringen, der im Juli 2025 bereits 34 Jahre alt wurde.
Taktische Passform – Zabarnyi in Slots System
Arne Slots Liverpool setzt auf eine hohe Abwehrlinie und aggressives Pressing, was Innenverteidiger mit Tempo und eins-gegen-eins-Stärke erfordert. Zabarnyi erfüllt dieses Profil: seine Schnelligkeit und sein gutes Stellungsspiel machen ihn effektiv im Absichern des Raums hinter der Kette. Zudem bringt sein linker Fuß mehr Balance in die Abwehr, da Slot dann einen Linksfüßer auf der linken Seite einsetzen kann – eine Präferenz vieler Top-Trainer.
Laut Opta gehörte Zabarnyi in der Saison 2025/26 zu den besten 15 % der Ligue-1-Innenverteidiger bei erfolgreichen Pressing-Aktionen pro 90 Minuten (6,2) und Abfangpässen (1,8). Seine Passquote von 88 % passt zudem zu Liverpools Aufbauspiel. Auch wenn er mit 1,83 m nicht zu den körperlich imposantesten Verteidigern zählt, gleicht sein Spielverständnis dies aus.
Transfermarkt-Kontext und Konkurrenz
Die 35 Millionen Pfund sind nach modernen Premier-League-Maßstäben für einen Top-Innenverteidiger moderat. Zum Vergleich: Manchester United zahlte 2022 55 Millionen für Lisandro Martínez, der FC Arsenal gab 2020 45 Millionen für Gabriel Magalhães aus. Zabarnyis Alter (23) und sein Wiederverkaufswert machen den Deal aus finanzieller Sicht attraktiv.
Liverpool hat allerdings Konkurrenz. Bayern München und Juventus wurden in den vergangenen Monaten ebenfalls mit Zabarnyi in Verbindung gebracht. Liverpools frühe Kontaktaufnahme könnte jedoch ein Vorteil sein. Zudem macht seine Erfahrung in der Premier League mit Bournemouth eine Rückkehr reizvoll.
Was dies für Liverpools Abwehr bedeutet
Sollte der Transfer zustande kommen, würde Zabarnyi voraussichtlich neben Van Dijk in der Startelf stehen, während Ibrahima Konaté und Joe Gomez in die Rolle von Rotationsspielern rücken. Der Neuzugang würde auch Verletzungsausfälle abfedern – sowohl Van Dijk als auch Konaté haben in den letzten Saisons Spiele verpasst – und der Abwehr längerfristig Stabilität verleihen. Für Fantasy-Premier-League-Manager läge Zabarnyis Preis wohl bei rund 5,5 Millionen Pfund, ähnlich wie bei anderen Top-Verteidigern. Liverpools starke Defensivbilanz (15 Weiße Westen 2024/25) macht ihn interessant, doch potenzielle Käufer sollten seine Einsatzzeiten abwarten.
Nächste Schritte – worauf zu achten ist
Ein offizielles Angebot liegt noch nicht vor, die Verhandlungen stecken in einer frühen Phase. Liverpools Sommer-Transferbudget – aufgestockt durch mögliche Verkäufe von Ergänzungsspielern – wird darüber entscheiden, ob man PSGs Forderungen erfüllen kann. Da das Wintertransferfenster näher rückt, könnte Zabarnyis Zukunft zu einem der Hauptthemen werden. Weitere Entwicklungen sind abzuwarten, wobei die Präferenz des Spielers wohl entscheidend sein wird.
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