Arsenal bohrt bei Guimaraes weiter: Newcastle fordert 100 Mio
Der FC Arsenal gibt im Werben um Newcastle-Star Bruno Guimaraes nicht auf. Laut englischen Medienberichten verlangen die Magpies stolze 100 Millionen Euro für den brasilianischen Mittelfeldspieler. Trainer Mikel Arteta sieht in ihm den Schlüssel für den geplanten Umbau im Arsenal-Zentrum.
Newcastles klare Preisschiene und Arsenals Mittelfeld-Pläne
Newcastle hat die Ablösesumme für Guimaraes auf umgerechnet 100 Millionen Euro festgelegt – eine klare Ansage, die den Stellenwert des 27-Jährigen bei den Magpies unterstreicht. Seit seinem Wechsel von Olympique Lyon im Januar 2022 ist Guimaraes eine feste Größe im Team von Eddie Howe, überzeugt mit Toren, Vorlagen und defensiver Stabilität.
Arsenal liebäugelt schon länger mit dem Brasilianer. Bereits im vergangenen Sommer und im Januar wurde spekuliert, ein formelles Angebot blieb aber aus. Nun, da das Transferfenster offen ist, wollen die Gunners einen neuen Anlauf starten.
Arteta sucht einen Sechser, der das Spiel von hinten aufbauen und gleichzeitig die Abwehr absichern kann. Guimaraes erfüllt genau dieses Anforderungsprofil: In der vergangenen Premier-League-Saison kam er auf durchschnittlich 2,3 Tackles pro Spiel bei einer Passquote von 86 Prozent. Seine Fähigkeit, mit präzisen Zuspielen die gegnerischen Linien zu durchbrechen, ist eine Qualität, die Arsenal im Mittelfeld derzeit vermissen lässt.
Taktische Einordnung: Wie Guimaraes ins Arsenal-System passt
Arsenals Mittelfeld ist derzeit auf Martin Odegaard in der offensiven Rolle, Declan Rice und Kai Havertz ausgelegt. Guimaraes würde für mehr defensives Gleichgewicht sorgen, sodass Rice sich offensiver entfalten kann, während der Brasilianer die Viererkette abschirmt. Sein Pressing – 1,6 Interceptions pro Spiel – passt zudem perfekt zu Artetas energiereichem Stil.
Taktisch gesehen würde Guimaraes eine Dimension hinzufügen, die Arsenal in der vergangenen Saison fehlte: das Tempo aus der Tiefe zu bestimmen. Jorginho (33) und Thomas Partey (verletzungsanfällig) sind die einzigen ähnlichen Optionen im Kader. Mit 27 Jahren wäre Guimaraes eine langfristige Lösung.
Transfer-Markt-Kontext und Auswirkungen auf das FPL
- Ablöse-Kontext: 100 Millionen Euro wären der zweitteuerste Transfer der Arsenal-Geschichte – nach Declan Rice (105 Mio.). Der Preis reflektiert den überhitzten Markt für defensive Mittelfeldspieler, nachdem Chelsea 2023 stolze 115 Mio. für Moises Caicedo bezahlte.
- Vertragsdauer: Guimaraes unterschrieb im Oktober 2023 einen neuen Vertrag bis Juni 2028 – Newcastles starke Verhandlungsposition ist damit offensichtlich.
- FPL-Auswirkung: Sollte der Wechsel klappen, wäre Guimaraes im Fantasy Premier League wohl für rund 6,5 Mio. zu haben. Seine Defensivwerte und gelegentlichen Tore (sieben Liga-Tore in zwei Saisons) machen ihn zu einem potenziellen Schnäppchen, doch seine Rolle als Sechser limitiert das offensive Potenzial. Arsenals günstiger Auftakt (Wolves, Aston Villa, Brighton) könnte ihn zum frühen Differential machen.
Wie geht es weiter für Arsenal und Guimaraes?
Newcastle steht unter keinem Druck zu verkaufen: Die Qualifikation für die Europa League ist geschafft, und nach den Verkäufen von Elliot Anderson und Yankuba Minteh im vergangenen Sommer gibt es keine Financial-Fairplay-Sorgen. Arsenal hingegen braucht dringend einen Mittelfeldspieler – nach dem Abgang von Granit Xhaka im Vorjahr und Parteys ungewisser Zukunft. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein: Sollte Arsenal Newcastles Forderungen nicht erfüllen, könnten Alternativen wie Evertons Amadou Onana oder Wolves‘ Joao Gomes ins Visier rücken.
Für Guimaraes wäre der Wechsel zum Emirates ein deutlicher Schritt nach oben – die Chance, um Premier-League- und Champions-League-Titel zu kämpfen. Newcastle hingegen will seinen Star nur ziehen lassen, wenn die Ablöse stimmt. Die 100-Millionen-Euro-Forderung ist eine klare Ansage: Wer ihn will, muss tief in die Tasche greifen.
Verwandte Artikel
Eingeordnet unter: Transfergerüchte | LA Premier League Home