Chelsea hat Lacroix als defensiven Wunschspieler identifiziert
Der FC Chelsea hat sein Interesse an Innenverteidiger Maxence Lacroix vom Crystal Palace angemeldet, wie The Athletic berichtet. Die Blues suchen unter Trainer Enzo Maresca Verstärkung für die Abwehr, und der Franzose gilt als Topkandidat.
Lacroix, 24, überzeugt seit seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg im Jahr 2020 konstant bei Palace. Die Eagles zahlten rund 43 Millionen Euro Ablöse – eine Summe, die Chelsea wohl ebenfalls auf den Tisch legen müsste, um den Innenverteidiger im Sommer zu verpflichten.
Taktische Passung unter Maresca
Marescas System verlangt nach ballsicheren Innenverteidigern, die ins Mittelfeld vorrücken und das Spiel aufbauen können. Lacroix erfüllt dieses Profil: In der vergangenen Premier-League-Saison kam er auf durchschnittlich über 60 Pässe pro Spiel bei einer Passquote von 89%. Seine Fähigkeit, den Ball aus der Tiefe nach vorne zu tragen, würde Chelseas ballbesitzorientierten Ansatz ergänzen.
Mit 1,88 Metern bringt Lacroix zudem Kopfballstärke mit: 68% seiner Luftzweikämpfe gewann er 2024/25. Das würde Chelseas Anfälligkeit bei Standardsituationen beheben – die Blues kassierten in der Vorsaison zwölf Gegentore nach ruhenden Bällen.
Transfer-Markt-Kontext
Die Ablöse von 43 Millionen Euro würde Lacroix zu einem der teuersten Innenverteidiger in Chelseas jüngerer Geschichte machen. Zum Vergleich: Wesley Fofana kostete 2022 vom FC Leicester 70 Millionen, Benoît Badiashile kam 2023 für 35 Millionen von der AS Monaco. Ein Deal für Lacroix wäre eine Investition im mittleren Preissegment für einen bereits in der Premier League etablierten Verteidiger.
Der Bedarf an defensiver Tiefe ist bei Chelsea akut. Nach dem Abgang von Thiago Silva zum Saisonende und der Formschwäche von Axel Disasi sind nur Levi Colwill und Badiashile gesetzt. Lacroix würde Konkurrenz und Deckung für eine lange Saison bieten.
Auswirkungen auf die Fantasy Premier League
In der FPL kostete Lacroix in der vergangenen Saison 4,5 Millionen Pfund – eine budgetfreundliche Option für Manager, die auf Zu-Null-Spiele setzen. Palace hielt zehnmal die Null, Lacroix stand in 34 Partien in der Startelf. Ein Wechsel zu Chelsea, das unter Maresca defensiv stabiler steht, könnte seinen Wert weiter steigern – auch wenn das Rotationsrisiko zunimmt.
Dank Chelseas günstigem Auftaktprogramm gegen Aufsteiger könnte Lacroix ein Differenzial sein, wenn er sich einen Stammplatz erkämpft.
Was es für Palace bedeutet
Palace würde mit Lacroix einen Schlüsselspieler verlieren. Die Defensivstruktur der Eagles, die auf seiner Ruhe und Joachim Andersens Aggressivität aufbaut, müsste umgebaut werden. Die 43 Millionen Euro Ablöse würden jedoch Investitionen in den Kader unter Oliver Glasner ermöglichen.
Wie es weitergeht
Chelsea will nach Öffnung des Sommer-Transferfensters offizielle Verhandlungen aufnehmen. Palace schätzt Lacroix sehr und dürfte einem Verkauf nur bei Erreichen der Ablöseforderung zustimmen. Da auch andere Premier-League-Klubs Interesse zeigen, könnte der Deal schnell über die Bühne gehen, wenn Chelsea den Preis zahlt.
Verwandte Artikel
Kategorien: Transfer-News | LA Premier League Home