Chelsea forciert Lacroix-Transfer

Der FC Chelsea hat die Bemühungen um Crystal Palaces Innenverteidiger Maxence Lacroix intensiviert. Der Franzose ist zum Top-Kandidaten für den defensiven Umbau der Blues im Sommer geworden. Die Londoner drängen auf eine frühe Einigung im Transferfenster.

Warum Lacroix ins Anforderungsprofil passt

Lacroix, 25, wechselte im Sommer 2024 für rund 18 Millionen Pfund von Wolfsburg zu Palace. In seiner ersten Premier-League-Saison absolvierte er 28 Spiele und etablierte sich als verlässlicher Faktor in Oliver Glasners Abwehr. Seine Schnelligkeit, Zweikampfstärke und Ballruhe entsprechen dem Profil, das Chelsea-Trainer Enzo Maresca von seinen Innenverteidigern fordert.

Chelseas Defensive war in dieser Saison schwankend: 48 Gegentore in 34 Ligaspielen – die schlechteste Bilanz aller Teams der Tabellenhälfte. Die Klubführung sieht im Abwehrzentrum erheblichen Investitionsbedarf und betrachtet Lacroix als langfristige Lösung neben Levi Colwill.

Laut verfügbaren Daten zählt Lacroix zu den besten 15 % der Premier-League-Verteidiger bei gewonnenen Luftzweikämpfen (67 %) und progressiven Pässen pro 90 Minuten (5,2). Seine Fähigkeit, unter Druck aus der Abwehr heraus aufzubauen, ist in Marescas ballbesitzorientiertem System besonders wertvoll.

Transfermarkt-Kontext

Palace ist nicht verkaufsgezwungen – Lacroix‘ Vertrag läuft bis 2028. Doch Chelseas Bereitschaft, eine Prämie zu zahlen – möglicherweise im Bereich von 40–50 Mio. Pfund – könnte die Eagles zum Nachdenken bringen. Diese Summe würde einen deutlichen Gewinn gegenüber Palaces ursprünglicher Investition bedeuten.

Zum Vergleich: In dieser Saison wurde Murillo von Nottingham Forest mit potenziell 70 Mio. Pfund bewertet – das zeigt den überhöhten Markt für junge, linksfüßige Verteidiger. Lacroix ist zwar Rechtsfuß, aber auch links sicher – ein Vorteil für Dreier- oder Viererkette.

Chelsea hat bereits einen defensiven Neuzugang fix: Tosin Adarabioyo kam ablösefrei von Fulham. Dennoch sind weitere Verstärkungen geplant.

Auswirkungen auf Chelseas Kader und FPL

Sollte der Transfer klappen, würde Lacroix mit Benoit Badiashile und Axel Disasi um den Platz neben Colwill konkurrieren. Seine Ankunft könnte Trevoh Chalobah zu einem endgültigen Abgang bewegen – das würde der Kasse reinen Profit bescheren.

Für Fantasy-Premier-League-Manager: Lacroix ist derzeit nur bei 1,2 % der Spieler im Kader und kostet 4,7 Mio. Ein Wechsel zu Chelsea würde seinen Preis auf etwa 5,5 Mio. steigen lassen, doch seine Einsatzminuten könnten bei Rotation in Europa ungewiss sein. Allerdings haben die Blues nach Spieltag 36 ein günstiges Restprogramm (u.a. Heimspiele gegen Nottingham Forest und Bournemouth) – das könnte ihn zum Differenzialspieler für den Endspurt machen.

  • Lacroix hielt in dieser Saison sechs Mal die Null; Palaces Defensivbilanz verbesserte sich in der zweiten Saisonhälfte deutlich.
  • Seine Passquote von 86,2 % ist der drittbeste Wert aller Palace-Verteidiger hinter Marc Guéhi und Daniel Muñoz.
  • Mit 1,91 m Körpergröße ist er luftüberlegen bei Offensiv- und Defensivstandards – Premier-League-Tor wartet noch.

Wie geht es weiter?

Chelsea will in den nächsten Tagen ein formelles Angebot abgeben. Palace dürfte mindestens 45 Mio. Pfund fordern. Der Deal könnte sich beschleunigen, wenn der Spieler selbst einen Wechsel wünscht. Für Chelsea wäre ein früher Abschluss ideal, damit Maresca Lacroix in der Vorbereitung integrieren kann – das Ziel: eine Abwehr stabilisieren, die in dieser Saison viele Punkte gekostet hat. Der Verkauf von Ergänzungsspielern wird die endgültige Ablösestruktur beeinflussen.

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