Tottenham lockt Gakpo mit Fünfjahresvertrag – 51 Millionen geboten
Tottenham Hotspur plant einen Überraschungscoup: Laut dem italienischen Journalisten Nicolo Schira haben die Spurs Liverpool-Stürmer Cody Gakpo einen Fünfjahresvertrag angeboten. Ablösesumme: rund 51 Millionen Euro. Der niederländische Nationalspieler ist bei den Reds nur noch zweite Wahl.
Gakpos Liverpool-Zeit: von der Hoffnung zum Reservisten
Im Januar 2023 wechselte Cody Gakpo von der PSV Eindhoven zu Liverpool – mit großen Erwartungen nach starken Auftritten bei der WM in Katar. Doch der 25-Jährige kam unter Jürgen Klopp und nun Arne Slot nie richtig auf Betriebstemperatur. In der vergangenen Saison erzielte er in 35 Premier-League-Partien acht Tore und fünf Vorlagen, meist als Linksaußen oder Einwechselspieler.
Seine Vielseitigkeit ist bei Liverpool durchaus geschätzt, doch der Durchbruch von Darwin Núñez und Luis Díaz sowie Mohamed Salahs Beständigkeit ließen Gakpo kaum Luft. In dieser Spielzeit stand er nur in zwölf von 28 Ligaspielen in der Startelf – Spekulationen um seinen Abschied sind vorprogrammiert.
Die geforderten 51 Millionen Euro wären zwar etwas weniger als Liverpools Investition (35-40 Mio. Euro), spiegeln aber Gakpos reduzierten Stellenwert sowie den Finanzbedarf der Reds wider. Sportdirektor Richard Hughes plant einen Sommer-Umbau.
De Zerbi-Faktor und taktische Passform
Schiras Bericht betont, dass Gakpo „von De Zerbi geschätzt wird“ – gemeint ist Roberto De Zerbi, Ex-Brighton-Trainer, jetzt in Marseille. Ob die beiden je zusammenarbeiteten? Nein. De Zerbis Wertschätzung kommt aus der Ferne – für Tottenham ist das Interesse aber real.
Unter Ange Postecoglou spielen die Spurs ein intensives Pressing mit flexiblem Angriff. Gakpos Fähigkeit, auf allen vorderen Positionen (Linksaußen, Sturm, Rechtsaußen) zu agieren, passt ideal in dieses System. Seine Technik, sein Kombinationsspiel und seine Torgefahr aus der Tiefe ergänzen Tempo-Dribbler Brennan Johnson und den kreativen James Maddison.
Die linke Angriffsseite der Spurs war seit Heung-min Sons Umstellung auf den Mittelstürmer ein Problem: Timo Werners Leihe blieb hinter den Erwartungen zurück. Gakpo, kein reiner Sprinter, bietet bessere Kombinationen und Abschlussqualität. Sein Transfer könnte Son im Sturm fordern – zumal Richarlison als Abgang gehandelt wird.
Transfer-Hintergrund und FPL-Implikationen
51 Mio. Euro wären einer der teuersten Spurs-Transfers, nur Richardsons 60 Mio. Euro liegen darüber. Marktgerecht: Premier-League-erprobte Angreifer kosten Aufschlag. Gakpo kommt auf 45 Torbeteiligungen in 80 Pflichtspielen für Liverpool.
Für Fantasy Premier League (FPL)-Manager wäre ein Wechsel reizvoll: Derzeit besitzen nur 2,1% der Manager Gakpo. Bei Tottenham unter Postecoglou, mit offensivem Fußball, könnte sein Preis steigen. Der Rest-Spielplan der Spurs (Wolves, Bournemouth, Sheffield United) verspricht Punkte. Sein FPL-Preis läge bei etwa 7,5-8,0 Mio. – ein Schnäppchen bei Stammplatzgarantie, falls Richarlison geht.
Wie geht es weiter? Liverpools Haltung und Tottenhams Prioritäten
Liverpool hat keinen Verkaufswunsch signalisiert, doch die Kassenlage nach einem ruhigen Januar könnte sie zwingen. Die Reds suchen einen Innenverteidiger und einen Mittelfeldspieler – Gakpos Ablöse würde helfen. Allerdings fordern sie wohl eher 60 Mio. Euro bei einem Vertrag bis 2028.
Tottenham sucht zudem einen Stürmer und einen Innenverteidiger. Die Gakpo-Offerte zeigt: Spurs wollen erfahrene Premier-League-Qualität, nicht nur Rohdiamanten. Ein Erfolg wäre ein Statement von Chairman Daniel Levy und Technischem Direktor Johan Lange – nach Kritik an mangelnder Unterstützung für Postecoglou.
Die nächsten zwei Wochen sind entscheidend: Liverpools Saison endet, Tottenham braucht die Champions League, um den Deal finanzieren zu können. Einigen sich beide Klubs, wäre Gakpo einer der Sommer-Transfers.
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