Arsenal und Tottenham im Transfer-Poker um Antonio Nusa
Arsenal und Tottenham Hotspur liefern sich offenbar ein Wettbieten um Norwegens Offensivtalent Antonio Nusa. RB Leipzig, der Klub des 18-Jährigen, hat eine Ablöseforderung von rund 51 Millionen Euro gestellt.
Die Gunners forcieren die Suche nach einem neuen Flügelstürmer, und Nusa ist zum Wunschspieler avanciert. Allerdings haben sie mit dem nordlondoner Rivalen harte Konkurrenz, der ebenfalls auf der Suche nach offensiver Verstärkung ist.
Hintergrund: Ein aufstrebender Star bei der WM
Nusa, der bei der WM 2022 in Katar auf sich aufmerksam machte, hat sich seit seinem Wechsel von Brügge zu Leipzig weiterentwickelt. Sein Tempo, seine Dribbelstärke und die Fähigkeit, auf beiden Außenbahnen zu spielen, machen ihn zu einer vielseitigen Option für jedes Premier-League-Spitzenteam.
Der 18-Jährige erzielte in dieser Saison in 18 Einsätzen 3 Tore und 2 Vorlagen – eine beachtliche Bilanz angesichts der begrenzten Spielzeit im stark besetzten Leipziger Kader.
Arsenals Interesse rührt von der Notwendigkeit, die Angriffstiefe hinter Bukayo Saka und Gabriel Martinelli zu verstärken. Mikel Arteta betont stets die Bedeutung mehrerer Optionen auf den Außenpositionen für den Titelkampf.
Taktische Passform: Wie Nusa ins System passt
Bei Arsenal wäre Nusa vermutlich als Linksaußen eingeplant, sodass Martinelli rotieren oder um den Startplatz kämpfen kann. Seine direkte Spielweise und die Fähigkeit, nach innen zu ziehen, würden Artetas flexible Dreierreihe ergänzen.
Bei Tottenham könnte Nusa auf der rechten Seite für Breite sorgen – eine Position, auf der Ange Postecoglou zwischen Dejan Kulusevski und Brennan Johnson rotieren lässt. Sein junges Alter und Entwicklungspotenzial passen zu Spurs' jüngster Transferstrategie unter dem Australier.
Beide Teams setzen auf hohes Pressing und schnelle Umschaltmomente – zwei Bereiche, in denen Nusa glänzt. Laut Opta-Daten gehört er in Europa zu den besten 15 % der Flügelstürmer, was die Anzahl der Pressingaktionen pro 90 Minuten angeht.
Transfermarkt-Kontext: 51-Millionen-Euro-Bewertung unter der Lupe
RB Leipzigs Forderung von 51 Mio. Euro spiegelt Nusas vermeintliches Potenzial wider, weniger seine aktuelle Leistung. Vergleichbare Transfers sind Manchester Citys 58-Millionen-Euro-Transfer von Savinho von Troyes und Liverpools 51-Millionen-Euro-Deal für Cody Gakpo von der PSV.
Angesichts von Nusas Alter könnte die Ablöse durch Boni steigen, aber sowohl Arsenal als auch Tottenham haben in der Vergangenheit Bereitschaft gezeigt, in junge Talente zu investieren. Arsenals Rekordtransfer bleibt der 122-Millionen-Euro-Deal für Declan Rice, Tottenhams Rekord liegt bei 70 Millionen für Tanguy Ndombele.
Leipzig ist nicht zum Verkauf gezwungen, da der Klub in der Champions League die K.o.-Runde erreicht hat. Die Sachsen sehen Nusa als langfristiges Asset, was die Verhandlungen in die Länge ziehen könnte.
Auswirkungen auf die Premier League
Sollte Arsenal das Rennen machen, würde das den Status der Gunners als einen der ambitioniertesten Klubs Europas untermauern, die ein Team aufbauen, das Manchester City herausfordern kann. Ein Wechsel zu Tottenham würde signalisieren, dass Postecoglou langfristig plant statt auf kurzfristige Lösungen zu setzen.
Für Nusa könnte die Wahl richtungsweisend für seine Karriere sein. Regelmäßige Spielzeit bei Spurs oder Champions-League-Fußball bei Arsenal – beides verlockende Optionen.
Fantasy Premier League: Nusa als Geheimtipp?
Nusa ist aktuell bei weniger als 1 % der FPL-Manager im Kader, aber ein Wechsel zu einem Top-Klub der Premier League würde ihn zu einem Differenzialspieler machen. Bei einem erwarteten Preis von rund 7,5 Mio. Euro könnte er sich als günstiger Rohdiamant entpuppen, wenn er sich einen Stammplatz erkämpft.
Arsenals freundlicher Spielplan ab Spieltag 20 umfasst Duelle gegen Crystal Palace, Wolves und Nottingham Forest, was einen Neuzugang interessant macht. Tottenhams Programm ist ähnlich attraktiv mit Spielen gegen Bournemouth, Everton und Brentford.
Wie geht es weiter für Arsenal und Tottenham?
Das Wintertransferfenster bietet beiden Klubs die Chance, schnell zu handeln. Arsenal wird auch mit anderen Flügelspielern wie Pedro Neto von Wolves in Verbindung gebracht, während Tottenham angeblich einen doppelten Mittelfeld-Coup plant, bevor sie sich Nusa zuwenden.
Verhandlungen mit Leipzig dürften schwierig werden, da die Sachsen wahrscheinlich auf einer Ablöse nahe ihrer Forderung bestehen. Arsenals Sportdirektor Edu pflegt gute Beziehungen zu Leipzigs Führungsetage – das könnte entscheidend sein.
Für Spurs hat Technischer Direktor Johan Lange durch seine Zeit bei Aston Villa Erfahrung mit Verhandlungen mit europäischen Klubs, was den Weg ebnen könnte. Beide Klubs müssen schnell sein, um ein Bietergefecht zu vermeiden, das den Preis weiter in die Höhe treibt.
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