Tottenham führend im Rennen um Iliman Ndiaye - Arsenal und Man United interessiert

Berichten von Caught Offside zufolge führt Tottenham Hotspur das Rennen um die Verpflichtung von Iliman Ndiaye an. Der 25-jährige Angreifer von Everton hat auch das Interesse von Arsenal und Manchester United geweckt, doch die Nordlondoner sollen die Nase vorn haben. Allerdings wird die Jagd ein harter Kampf: Everton fordert rund 75 Millionen Pfund für ihr Kronjuwel.

Vertrag und Ablöse: Die Zahlen hinter dem Deal

Ndiayes aktueller Vertrag an der Goodison Park läuft bis Sommer 2027, was Everton eine starke Verhandlungsposition verschafft. Die geforderten 75 Millionen Pfund würden ihn zu einem der teuersten Stürmer der Premier-League-Geschichte machen – mehr als die 72 Millionen, die Manchester United 2017 für Romelu Lukaku zahlte, und fast so viel wie die 75 Millionen, die Liverpool 2018 für Virgil van Dijk ausgab. Zum Vergleich: Arsenals Rekordtransfer ist Nicolas Pepe mit 72 Millionen Pfund, Tottenhams Rekord liegt bei 63 Millionen für Tanguy Ndombele. Ein Deal dieser Größenordnung würde die Transferrekorde aller drei Klubs sprengen – ein Beleg für Ndiayes Potenzial und Evertons Entschlossenheit, seinen Wert zu maximieren.

Warum Ndiaye ein Ziel ist: Taktisches Profil

Ndiayes Vielseitigkeit macht ihn für jede Top-Mannschaft attraktiv. Er kann als Mittelstürmer, als hängende Spitze oder auf beiden Flügeln spielen und bietet Trainern taktische Flexibilität. Sein Pressing, seine Dribbelstärke und sein Talent für Tore aus der Distanz haben Vergleiche mit Sadio Mané hervorgerufen. Für Tottenham würde er dringend benötigte Kreativität und Tiefe in einen Angriff bringen, der oft von Son Heung-min und Dejan Kulusevski abhängig ist. Bei Arsenal könnte er als Konkurrenz für Gabriel Martinelli und Bukayo Saka dienen, während er bei Manchester United eine dynamische Option neben Marcus Rashford wäre.

Form und Statistiken

Ndiayes Leistungen in der Saison 2024/25 waren ein Lichtblick in einer abstiegsbedrohten Everton-Mannschaft. Er erzielte zehn Tore und gab fünf Vorlagen in 32 Premier-League-Einsätzen, mit einer Schussgenauigkeit von 56 % und einer Passquote von 82 %. Seine Dribbelquote von 61 % platzierte ihn in den Top 5 % der Stürmer der Liga. Dass Everton am letzten Spieltag die Klasse hielt, war maßgeblich sein Verdienst – sein Marktwert ist entsprechend explodiert.

Transfermarkt-Kontext

Die Forderung von 75 Millionen Pfund spiegelt den inflationären Markt für junge, etablierte Premier-League-Talente wider. In den letzten Transferfenstern wechselte Declan Rice für 105 Millionen, Moisés Caicedo für 115 Millionen. Verglichen damit erscheint Ndiayes Ablöse moderat, besonders angesichts seines Alters (25) und der Vertragslaufzeit. Doch Evertons starke Verhandlungsposition bedeutet, dass Interessenten bereit sein müssen, den Preis zu zahlen, oder riskieren, das Nachsehen zu haben.

Auswirkungen auf die einzelnen Klubs

Tottenham: Unter Ange Postecoglou setzen die Spurs auf hochintensiven, offensiven Fußball. Ndiayes Pressing und Arbeitsrate passen perfekt zu seiner Philosophie – er könnte der Fokuspunkt des Neuaufbaus werden. Allerdings könnte Tottenham ohne Champions League eine so hohe Investition schwer rechtfertigen.

Arsenal: Mikel Arteta hat eine Mannschaft aufgebaut, die auf defensiver Stabilität und Positionswechseln basiert. Ndiaye könnte in die Rolle des linken Angreifers schlüpfen und mehr Durchschlagskraft bieten als die bisherigen Optionen. Doch da Arsenals Sommerbudget bereits für einen defensiven Mittelfeldspieler und einen Stürmer eingeplant ist, erscheint ein 75-Millionen-Angebot unwahrscheinlich, es sei denn, sie verkaufen zuvor Spieler.

Manchester United: Die Red Devils befinden sich unter neuer Miteigentümerschaft und einem möglichen Trainerwechsel in einer Übergangsphase. Ndiaye würde ihren langjährigen Bedarf auf der rechten Angriffsseite decken, doch die Ungewissheit über die Richtung des Klubs und mögliche Financial-Fairplay-Beschränkungen könnten einen Transfer erschweren.

Bedeutung für Fantasy Premier League

Für FPL-Manager ist Ndiayes möglicher Wechsel eine wichtige Geschichte. Aktuell kostet er im Spiel 7,5 Millionen und war mit nur 3,2 % Besitz eine Art Geheimtipp. Ein Transfer zu einem Top-Klub würde seinen Preis steigen lassen, aber auch seine Ausbeute könnte sich durch bessere Mitspieler und mehr Chancen erhöhen. Seine Gegner zu Saisonbeginn sind entscheidend: Sollte er zu Tottenham wechseln, träfe er in den ersten sechs Spieltagen auf Bournemouth, Leicester und Wolves – verheißungsvolle Spiele für Scorerpunkte. Manager sollten jedoch die Bestätigung des Wechsels abwarten und seine Rolle in der Vorbereitung beobachten.

Auswirkungen auf den Abstiegskampf

Evertons Klassenerhalt wurde am letzten Spieltag nur um einen Punkt gesichert. Ein Verlust Ndiayes wäre ein schwerer Schlag: Er war an 38 % der Tore und Vorlagen beteiligt. Sein Abgang würde eine Lücke hinterlassen, die nicht leicht zu füllen ist. Der Verein hat eine Geschichte des Verkaufs von Top-Spielern, muss die Einnahmen aber klug reinvestieren, um erneut in den Abstiegskampf zu geraten. Die Ablöse könnte für mehrere Verstärkungen genutzt werden, aber die Transferpolitik der letzten Jahre war durchwachsen.

Wie geht es weiter?

Das Sommer-Transferfenster ist geöffnet, die Verhandlungen dürften an Fahrt aufnehmen. Tottenham soll ein erstes Angebot von etwa 60 Millionen Pfund vorbereiten, das Everton wohl ablehnen würde. Arsenal und Manchester United beobachten die Lage, haben aber noch keinen formellen Kontakt aufgenommen. Evertons Trainer wird versuchen, seinen besten Spieler zu halten, um die Chancen auf eine ruhigere Saison zu wahren. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein – und die Präferenz des Spielers könnte den Ausschlag geben. Wenn Ndiaye die Chance auf europäischen Fußball hat, könnte das zu Tottenham oder Arsenal tendieren. Sollte Manchester United ein besseres Projekt bieten, könnten sie dennoch zum Favoriten werden.

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