Man United und Arsenal machen ernst bei Rafael Leão

Manchester United und Arsenal haben bei der AC Mailand konkret wegen Rafael Leão angefragt. Das berichtet Journalist Nicolo Schira. Der 25-jährige portugiesische Nationalstürmer spielt seit 2019 für Milan und gehört zu den auffälligsten Offensivkräften der Serie A.

Die Details: Anfragen und Ablöse

Laut Schira haben beide Premier-League-Klubs Kontakt aufgenommen. Leão soll eine Ablöse von 50 Mio. Euro (rund 43 Mio. Pfund) kosten – eine vergleichsweise moderate Summe. In der vergangenen Saison steuerte der Flügelstürmer 12 Tore und 8 Vorlagen in allen Wettbewerben bei.

Leãos Vertrag im San Siro läuft noch bis 2028, was Milan eine starke Verhandlungsposition gibt. Allerdings zwingen finanzielle Engpässe die Rossoneri möglicherweise zum Verkauf, wenn ein akzeptables Angebot kommt. 43 Mio. Pfund wären immerhin ein Gewinn gegenüber den 49 Mio. Euro, die Milan 2019 an Lille überwies.

Taktische Passform bei United und Arsenal

Bei Manchester United setzt Erik ten Hag auf flügellahme Außenstürmer, die Abwehrketten auseinanderziehen und Überzahlsituationen schaffen. Leão mit seiner direkten Dribbelstärke und der Fähigkeit, auf beiden Flügeln zu spielen, passt perfekt in das System des Niederländers. Nach dem Leihabgang von Jadon Sancho fehlt United ein echter Linksaußen – Leão wäre die logische Lösung.

Bei Arsenal schätzt Mikel Arteta flexible Offensivkräfte. Leão könnte mit Gabriel Martinelli auf links oder als Alternative zu Bukayo Saka rechts konkurrieren. Seine Kreativität würde die Offensive der Gunners bereichern, speziell wenn Martinelli weiter schwankt. Arsenals Interesse unterstreicht den Anspruch, an die starke Vorsaison anzuknüpfen.

Transfermarkt-Auswirkungen

Die 43 Mio. Pfund sind im Vergleich zu anderen Premier-League-Flügelstürmern moderat: Antony (82 Mio. zu United), Mykhailo Mudryk (89 Mio. zu Chelsea) oder Luis Díaz (50 Mio. zu Liverpool). Angesichts von Leãos Alter und Leistung könnte er ein gutes Geschäft sein – sofern er sich schnell an den englischen Fußball gewöhnt.

Beide Klubs haben die finanziellen Mittel, aber die Financial Fairplay-Regeln könnten bremsen. Uniteds Sommerbudget steht unter Beobachtung nach den Ausgaben für Højlund, Mount und Onana. Arsenal muss zudem die Offensive mit Verstärkungen im Mittelfeld ausbalancieren.

Fantasy Premier League: Ein Blick voraus

Sollte Leão wechseln, läge sein FPL-Preis wohl bei 7,5–8,5 Mio. Pfund. Seine Dribbelstärke und Torquote (Karrierebestwert 14 Liga-Tore 2022/23) machen ihn sofort zu einer interessanten Option. Allerdings könnten Rotationen in Champions-League-Klubs die Einsatzzeiten beeinflussen.

Wie geht es weiter?

Noch hat kein Klub ein offizielles Angebot abgegeben, aber die Anfragen zeigen ernsthaftes Interesse. Milan könnte auf einen Bieterkrieg hoffen. Leãos Präferenz ist unklar, doch sein Berater Jorge Mendes hat enge Kontakte zu Premier-League-Klubs. Die nächste Nachricht kommt vermutlich, wenn Milan einen Endpreis festlegt – wahrscheinlich im Juli, wenn das Transferfenster richtig aufgeht.

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