Liverpool jagt PSG-Flügelstürmer Barcola
Der FC Liverpool bereitet ein erstes Angebot für Bradley Barcola von Paris Saint-Germain vor. Wie englische Medien übereinstimmend berichten, haben die Reds den 21-jährigen Franzosen als Wunschkandidaten für die Offensive unter dem neuen Trainer Arne Slot identifiziert.
Ein formelles Angebot liegt noch nicht vor, soll aber in den kommenden Tagen eingereicht werden. Barcola, der erst im vergangenen Sommer von Olympique Lyon nach Paris wechselte, hat nach einer starken Debütsaison das Interesse mehrerer europäischer Topklubs geweckt.
Hintergrund und taktische Passform
Barcola ist auf dem linken Flügel zu Hause, kann aber auch rechts spielen – eine Flexibilität, die Slots System zugutekommt. Der Niederländer bevorzugt eine flexible Offensive mit austauschbaren Angreifern, ähnlich wie unter Jürgen Klopp.
In der vergangenen Saison erzielte Barcola für PSG fünf Tore und neun Vorlagen in allen Wettbewerben, im Schnitt alle 168 Minuten an einem Treffer beteiligt. Seine Dribbelquote von 58,4 Prozent platzierte ihn unter den Top-Flügelspielern der Ligue 1.
Für Liverpool wäre der Transfer eine Verstärkung der Konkurrenz auf links mit Luis Díaz und Cody Gakpo, aber auch eine Option für die rechte Seite, wo Mohamed Salah spielt. Da Salah im Juni 32 wird, rückt die langfristige Nachfolgeplanung in den Fokus.
Transfermarkt-Kontext
PSG holte Barcola im August für rund 45 Millionen Euro von Lyon. Angesichts seines Alters und Potenzials dürften die Franzosen einen satten Gewinn erzielen wollen. Liverpools Einstiegsangebot soll bei 55 bis 60 Millionen Euro liegen, die Endsumme könnte inklusive Bonuszahlungen 70 Millionen Euro erreichen.
Das wäre einer der teuersten Transfers der Liverpool-Geschichte, vergleichbar mit den 85 Millionen Pfund für Darwin Núñez 2022. Der Klub war auf dem Transfermarkt bislang zurückhaltend, nur ein Neuzugang für die erste Mannschaft steht bisher zu Buche.
Fantasy Premier League: Barcola als Option?
Sollte Barcola zu Liverpool wechseln, dürfte sein FPL-Preis bei etwa 7,5 bis 8,0 Millionen Euro liegen, auf dem Niveau von Díaz und Gakpo. Liverpools Auftaktprogramm ist gemischt: Ipswich, Brentford und Manchester United warten in den ersten drei Spieltagen – das macht Liverpools Angreifer zu interessanten Differenzialspielern.
Barcolas direkter Stil und seine Dribbelstärke könnten Punkte bringen, allerdings ist das Rotationsrisiko aufgrund des Kaders hoch. Derzeit ist die Besitzerquote von Liverpools Offensivkräften niedrig, Barcola könnte bei einem Stammplatz ein Geheimtipp sein.
Wie geht es weiter?
Liverpools Führung um Geschäftsführer Billy Hogan und Sportdirektor Richard Hughes wird diese Woche ein schriftliches Angebot vorlegen. Die Transferstrategie von Eigentümer FSG setzt auf junge Spieler mit Wiederverkaufswert – Kriterien, die Barcola erfüllt.
PSG steht unter keinem Druck zu verkaufen. Barcola hat noch Vertrag bis 2028 und fühlt sich in Paris wohl. Die Aussicht auf regelmäßige Premier-League-Einsätze und eine klare Perspektive könnten ihn jedoch umstimmen.
Neben Liverpool zeigen auch Arsenal und Chelsea Interesse. Der Poker um Barcola dürfte sich zuspitzen, sobald die ersten offiziellen Gebote eingehen.
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