Chelsea setzt Ablöse von 60 Millionen Euro für Angreifer fest – Napoli und Como zeigen Interesse
Wie die englische „TeamTalk“ berichtet, hat Chelsea eine Ablöseforderung von 60 Millionen Euro für Flügelstürmer Alejandro Garnacho aufgestellt. Sowohl Napoli als auch Como buhlen um den 20-jährigen Argentinier, der an der Stamford Bridge einen schweren Stand hat. Die Londoner wollen mit dem Verkauf ihre Kassen füllen und den Anforderungen der Profit and Sustainability Rules (PSR) nachkommen.
Hintergrund: Chelseas Bewertungsproblem
Garnacho steckt mitten in Chelseas Dilemma: Der Klub hat in den letzten Transferfenstern massiv in Offensivkräfte investiert – Mykhailo Mudryk, Noni Madueke und Raheem Sterling warten auf Einsätze. Das führt zu einem überfüllten Angriff. Da Garnacho in dieser Saison nicht regelmäßig spielt, will die Führung bei passenden Angeboten verkaufen.
Der Linksaußen kam in der laufenden Premier-League-Saison auf 14 Einsätze, erzielte drei Tore und bereitete eines vor. Seine direkte Spielweise und die Fähigkeit, von links nach innen zu ziehen, haben ihn bei den Fans beliebt gemacht – doch Trainer Enzo Maresca setzt zuletzt auf andere Optionen. Das befeuert die Wechselgerüchte.
Auswirkungen und Analyse
Eine Ablöse von 60 Millionen Euro wäre ein ordentlicher Gewinn für Chelsea: Garnacho kam 2020 für rund 500.000 Euro aus der Jugend von Atlético Madrid. Ein Verkauf würde unter den Premier-League-Finanzregeln als Reingewinn verbucht werden und Chelsea bei der Einhaltung der PSR helfen.
Für Napoli wäre der Transfer eine Ergänzung zu Khvicha Kvaratskhelia, dessen Form zuletzt nachgelassen hat. Garnachos junges Alter und seine Schnelligkeit passen in das Profil, das Antonio Conte für die Außenbahnen sucht – der Italiener hat schon in Mailand junge Flügelstürmer entwickelt. Como, frisch in die Serie A aufgestiegen, will mit ehrgeizigen Besitzern eine konkurrenzfähige Mannschaft aufbauen. 60 Millionen wären allerdings ein Klubrekord.
- Garnacho stand in dieser Premier-League-Saison nur achtmal in der Startelf – kein Stammplatz unter Maresca.
- Chelsea muss durch Spielerverkäufe Geld einnehmen, die PSR-Frist endet am 30. Juni.
- Napoli steht in der Serie A auf Platz zwei und qualifiziert sich wohl für die Champions League – dann wären große Transfers möglich.
Wie geht es weiter?
Wenn das Sommertransferfenster im Juni öffnet, wird Chelsea wahrscheinlich formelle Angebote für Garnacho einholen, falls es keine Vertragseinigung gibt. Die Berater des Spielers kennen das Interesse aus Italien und könnten auf einen Wechsel drängen, wenn er keine Stammplatzgarantie bekommt. Napolis endgültige Platzierung und die Champions-League-Teilnahme bestimmen ihre Finanzkraft, während Como erst einmal Spieler verkaufen müsste. Konkrete Entwicklungen sind für Ende Mai oder Anfang Juni zu erwarten.
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